Stand: 09.08.2026, 12:00 Uhr
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Die Weed in Pohl-Göns dient zum Gießen, Tränken und Planschen. Doch der Estrichboden hat ein Loch, und die Stadt reagiert nicht auf die Bitte um Sanierung.
Pohl-Göns – Der Pohl-Gönser Ortsvorsteher Martin Jung hat schon achtmal in diesem Jahr die Weed im Dorf gereinigt. Jüngst wurde er dabei tatkräftig von Jano und Lino Lugert unterstützt. Um die extreme Hitze etwas erträglicher zu machen, engagiert sich Jung seit vielen Jahren, reinigt immer wieder das Becken und hält den Platz um die Weed sauber. Daher bittet er um Verständnis dafür, dass Hundehalter ihre Vierbeiner nicht im Becken baden lassen.

In den zurückliegenden trockenen Wochen wurde das Wasser der Weed sehr rege von den Dorfbewohnern zum Gießen genutzt. Und wie es ausschaut, wird es das wohl noch weiterhin so sein. Aber auch zum Tränken der Tiere findet es Verwendung. Der Griedeler Landwirt Thomas Schepp versorgt damit seine Rinder, die auf der Pohl-Gönser Heide hinter dem Sportplatz weiden.
Kühle Orte
Die Weed ist auch in der „Karte der kühlen Orte“ des Wetteraukreises vermerkt (wetteraukreis.de/kuehle-orte). Wie in vielen Städten und anderen Landkreisen auch, kann man dort Informationen zu schattigen Plätzchen oder Gelegenheiten für Sprünge in kaltes Wasser in seiner Gegend sowie an einem geplanten Ausflugsziel erfahren.
Auch zum Abkühlen und Kneippen erfreut sich die Weed bei diesen mehr als nur hochsommerlichen Temperaturen großer Beliebtheit. Tagsüber planschen dort die Kinder aus dem Ort, gegen Abend halten die Älteren ihre Beine hinein. Vorbeikommende Radfahrer aus Gambach oder „Stammbadegäste“ aus Niederkleen und dem Degerfeld nutzen das Nass für eine kurze Erfrischung.
Wunsch nach Umgestaltung und Reparatur
Warum die Weed mittlerweile so kaputt ist und ob man nichts gegen das Loch im Estrichboden unternehmen könne, wollten die Lugert-Brüder von ihrem Ortsvorsteher wissen. Jung konnte ihnen darauf keine Antwort geben. Seit einigen Jahren bittet der Ortsbeirat Pohl-Göns immer wieder um einen Austausch mit der Stadtverwaltung sowie den Bürgermeistern (Michael Merle und Sascha Huber) zu einer möglichen Aufwertung der Weed – bisher ohne Erfolg.
Nach dem Festjahr 2027 will sich Architektin und stellvertretende Ortsvorsteherin Anna-Lena Schilken planerische Gedanken zum Platz am Springerweg machen. Mit diesen Ideen sowie der Bereitschaft zu Eigenleistungen hoffen die Pohl-Gönser auf ein offenes Ohr im Rathaus. Damit feuchte Keller der Nachbarn, verstopfte Abflüsse und das Überfrieren des regelmäßig auf den Gehweg überlaufenden Wassers der Vergangenheit angehören und die Weed ein schöner und rege genutzter Begegnungsort im Dorf bleibt.