Pop-Oratorium „Johannes der Täufer" feiert Weltpremiere in Breitenbach

Stand: 26.09.2026, 17:56 Uhr

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Der Projektchor bei der Uraufführung von „Johannes der Täufer“ in Breitenbach.

Der Projektchor bei der Uraufführung von „Johannes der Täufer“ in Breitenbach. © Heinrich Becker

Mehr als 100 Mitwirkende brachten das neue Werk von Hartmut Naumann in der voll besetzten Kirche zur Uraufführung. Eine Besucherin reiste dafür extra aus Fulda an.

Breitenbach/H. – Mit energiegeladener Gospel- und Popmusik startete am Donnerstagabend das aktuelle Pop-Oratorium „Johannes der Täufer“ von Hartmut Naumann mit der Uraufführung in der voll besetzten evangelischen Kirche in Breitenbach am Herzberg. „Johannes der Täufer“ erzählt die Geschichte eines faszinierenden, unangepassten Menschen, der gegen Heuchelei und falsche Sicherheiten aufstand.

Initiiert von Prädikant Ralf Orth aus Breitenbach fand unter musikalischer Gesamtleitung von Popkantor Matthias Weber aus Heringen dieser kulturelle und kirchliche Höhepunkt statt. In seiner Eröffnungsansprache erntete Hartmut Naumann, Komponist und Übersetzer der Geschichte von Johannes dem Täufer, in einer eigenen musikalischen Sprache großen Applaus, indem er rief: „Nicht New York, nicht Hamburg, nicht Frankfurt oder München sind Schauplatz der Premiere unseres Pop-Oratoriums, sondern die Kirche von Breitenbach am Herzberg.“

Mehr als 100 Mitwirkende, Chormitglieder, Solisten und Musiker, zusammengestellt aus Nord- und Osthessen als Projektchor, hatten seit dem vergangenen Frühjahr geprobt und damit ein eindrucksvolles musikalisches und geistliches Gemeinschaftsprojekt verwirklicht – und damit die Geschichte Johannes des Täufers in einer zeitgemäßen Form in den Kirchenraum gebracht.

Gemäß dem Leitsatz des Johannes: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ adaptierte Naumann die biblische Geschichte das Thema in die heutige Zeit. Dabei wird Johannes nicht als Held inszeniert, sondern als Wegbereiter Jesu. Die Sehnsucht nach Orientierung, der Mut zur Klarheit und die quälende Frage, wie und ob gelebte Veränderung möglich wird, regten das Publikum zum Nachdenken an.

Kraftvolle Gospel- und Popmusik, bewegende Songs, ein starker Chor und auflockernde, erklärende Erzählpassagen sowie beeindruckende Solostimmen von Ulrike Wahren, Hartmut Naumann und weiteren Solisten erweckten seine Botschaft zum Leben: Umkehr, Glaubwürdigkeit und konsequentes Leben aus Überzeugung, dargestellt durch ein mitreißendes Gospel- und Pop-Oratorium welches dieses dramatische Schicksal mit emotionaler Musik, modernen Klängen und tiefgreifenden Texten bei seiner Uraufführung zum Leben erweckte.

Das Publikum dankte den Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus, sowohl während der Liedpassagen als auch am Schluss des Konzerts. „Johannes rockt. Ich komme aus Fulda extra hier nach Breitenbach, aber es hat sich jeder Kilometer gelohnt“, sagte eine Besucherin am Ende des Konzertabends.

Ralf Orth freute sich über die hohe Besucherzahl und die Begeisterung der Besucher. Er brachte erleichtert zum Ausdruck, dass das für die großen organisatorischen Herausforderungen in Vorbereitung des Projektes entschädigt habe.

Popkantor Matthias Weber sagte, dass sich das gemeinschaftliche Zusammenkommen und gemeinsame Wirken im Rahmen seiner Philosophie, bezogen auf das Projekt „Johannes der Täufer“, biblische Geschichte in die Neuzeit zu adaptieren, mehr als gelohnt habe. Weitere Aufführungen: Freitag, 25. September, Kreuzkirche Eschwege, Samstag, 26. September, Stadtkirche Melsungen und Sonntag, 27. September, Stadtkirche Heringen.