Olsberg: Brennende Powerbank verletzt 30-Jährige schwer – Rettungshubschrauber im Einsatz

Ein ungewöhnlicher Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Olsberg am Samstagabend: Gegen viertel nach sechs rückte der Löschzug im Ortsteil Wulmeringhausen an. Der Grund: Ein Zimmerbrand - ausgelöst durch eine Powerbank. Eine 30-jährige Frau wird bei dem Brand schwer verletzt.

Rettungshaubschrauber im Einsatz - 30-Jährige schwer verletzt

Die Powerbank geriet laut Feuerwehr in einer Tasche im Schlafzimmer in Brand. Die 30-Jährige, die in dem Haus wohnt, versuchte noch, den Brand zu löschen. Dabei wurde sie schwer verletzt und musste mit Brandwunden an Hand und Unterarm in eine Dortmunder Spezialklinik geflogen werden.

Außerdem erleidet sie eine Rauchgasvergiftung. Auch ein 58-jähriger Nachbar, der helfen wollte, atmet die giftigen Gase ein. Er konnte laut Einsatzkräften vor Ort versorgt werden.

Brandursache noch unklar - Akkus können gefährlich werden

Warum der mobile Akku in Brand geriet, ist noch unklar. Die Ermittlungen dazu laufen. Für die Freiwillige Feuerwehr Olsberg war es zwar der erste Einsatz dieser Art. Pressesprecher Edgar Schmidt betont aber, wie wichtig der vorsichtige Umgang mit Powerbanks und Co ist:

Häufig entstehen solche Brände durch einen internen Kurzschluss. Hervorgerufen beispielsweise durch einen Sturz oder Überhitzung bei falschem Laden. Edgar Schmidt, Freiwillige Feuerwehr Olsberg

Ein beschädigter Akku sollte auf jeden Fall entsorgt und nicht mehr benutzt werden, betont Schmidt. Wichtig sei außerdem, immer die originalen Ladegeräte zum Aufladen zu nutzen.

Giftige Gase: Wohnung aktuell nicht bewohnbar

Wie ernst die Situation war, wird im Gespräch mit Schmidt deutlich: Die Einsatzkräfte konnten den Brand nur mit Atemluftflaschen auf dem Rücken bekämpfen, weil der Rauch im Zimmer so dicht war. Laut Schmidt treten beim Brand mobiler Akkus giftige Gase aus, die die Situation noch gefährlicher machen.

Das Obergeschoss in dem Wohnhaus ist nach dem Brand erst einmal nicht mehr bewohnbar - es muss zunächst professionell gereinigt werden. Insgesamt war die Freiwillige Feuerwehr Olsberg mit 36 Einsatzkräften vor Ort.