Die Stadt Darmstadt will Hitze besser aus ihren Schulen und Kindertagesstätten heraushalten. Sozialdezernentin Barbara Akdeniz (Die Grünen), Kämmerer André Schellenberg (CDU) und Schuldezernent Holger Klötzner (Volt) haben sich dafür auf eine gemeinsame Strategie geeinigt.
„Die Hitzeperioden der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass ein dringender Handlungsbedarf besteht: Hohe Temperaturen in Klassenzimmern und Kindertagesstätten stellen nicht nur ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko für Kinder und Beschäftigte dar, sondern beeinträchtigen auch die Gestaltung des pädagogischen Alltags, die Konzentrationsfähigkeit und die Qualität von Bildung und Betreuung“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der drei Dezernenten.
Als kurzfristig umsetzbare Verbesserungen sind demnach Jalousien und Schutzfolien gegen ultraviolettes Licht vorgesehen, um die Sonneneinstrahlung zu verringern. Für die Schlafräume in Kindertagesstätten wird sogar an eine „aktive Klimatisierung“ gedacht, weil die Kinder dort besonders schutzbedürftig seien. Die Beleuchtung der Räume werde auf LED-Lampen umgestellt, weil diese weniger Wärme erzeugten.
Wärmepumpen für die Kühlung
Als langfristig machbare bauliche Lösung ist vorgesehen, die Räume mit Wärmepumpen zu kühlen, indem diese die Abwärme aus dem Gebäude leiten. Eine helle oder reflektierende Farbe auf der Dachoberfläche könne die Aufheizung der Bauten reduzieren, ebenso Solarzellen auf dem Dach. Spezielle Fenster mit Schutzverglasung sollten eingebaut werden.
Schließlich könnten die Begrünung von Dächern und Fassaden sowie die Entsiegelung von Außenflächen das Mikroklima rund um die Schulhäuser und Tagesstätten verbessern.
Bei der Planung werde die Hitzebelastung der einzelnen Gebäude berücksichtigt. „Es geht darum, die verfügbaren Mittel dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen entfalten“, sagte Schellenberg. Die Umbauten werden daher nach seinen Worten nach Dringlichkeit und Machbarkeit gestaffelt. Das bedeute, wenn für eine Schule oder Kita in den nächsten drei Jahren ohnehin eine Gesamtsanierung anstehe, werde sie nicht mit kurzfristigen Investitionen bedacht.