Revolte gegen Trumps Kriegsminister Hegseth läuft – „täglich belastendes Material“
Stand: 12.09.2026, 20:57 Uhr
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Im Pentagon setzen Indiskretionen über Personalstreit und eine private Signal-Leitung Kriegsminister Pete Hegseth weiter unter Druck.
Washington – Im Pentagon wächst der Druck auf Pete Hegseth – zumindest wenn es nach dem Trump-Biografen Michael Wolff geht. In seinem Newsletter vom Donnerstag, 10. September 2026, schreibt Wolff, Insider streuten täglich belastendes Material über den US-Kriegsminister. Diese Indiskretionen seien Teil einer „wachsenden Rebellion aus dem Hintergrund“, die Hegseth aus dem Amt drängen solle. Darüber berichtet The Daily Beast. Selbst Republikaner hatten zuletzt Hegseths Rücktritt gefordert.

Wolff behauptet außerdem, der Widerstand reiche bis in den engsten Beraterkreis von Donald Trump im Weißen Haus. Dort glaube man, Hegseth müsse „am besten schon gestern“ entlassen werden. Der entscheidende Rückhalt komme weiterhin vom Präsidenten selbst. Eine unabhängige Bestätigung für Wolffs Darstellung einer breit organisierten Absetzbewegung nennen die geprüften Berichte nicht. Pentagon-Sprecher Joel Valdez wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete Wolff als „bekannten Lügner“.
Pentagon-Indiskretionen sorgen seit Monaten für Streit
Dass Hegseths Führungsstil und sein Umgang mit seinen Mitarbeitern für Unruhe sorgen, berichtete NBC News. Quellen des Senders beschrieben Hegseths Verhalten als „erratisch“ und zunehmend unsicher. Drei enge Mitarbeiter – Dan Caldwell, Darin Selnick und Colin Carroll – wurden damals im Zusammenhang mit einer Untersuchung zu Informationsweitergaben beurlaubt und aus dem Pentagon eskortiert.
Die drei Betroffenen erklärten anschließend: „Wir sind zutiefst enttäuscht darüber, wie unser Dienst im Verteidigungsministerium beendet wurde.“ Die damalige Pentagon-Führung stellte die Vorgänge anders dar. Sprecherin Kingsley Wilson erklärte, „regelmäßige Veränderungen bei den Mitarbeitern“ seien ein Merkmal einer hocheffizienten Organisation.
Hegseth geriet laut NBC News zugleich wegen seines Umgangs mit dem Nachrichtendienst Signal unter Druck. In seinem Büro soll eine ungesicherte Internetleitung eingerichtet worden sein, damit er Signal auf einem privaten Computer nutzen konnte. Diese Leitung entsprach dem Bericht zufolge nicht den üblichen Sicherheitsvorgaben des Verteidigungsministeriums. Hegseth sorgte außerderm mit einem Fake-Bibelvers aus „Pulp Fiction“ für Aufsehen. (Quellen: The Daily Beast, NBC) (cgsc)