Anna Pieri Zuercher: «Ich wollte immer die Räuberin sein»

Schauspielerin Anna Pieri Zuercher

«Ich wollte immer die Räuberin sein»

Die Schauspielerin ist in der SRF-Serie «Der Einsatz» wieder als TV-Kommissarin zu sehen. Jetzt verrät sie, wer ihre persönliche Heldin ist und was sie als grössten Luxus sieht.

Publiziert: 17:52 Uhr

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Schauspielerin liebt Kaffee, italienisches Essen und ihren Sohn enorm
  • Ihre Heldin ist die Grossmutter, die trotz Krieg immer stark blieb
  • Lieblingszitat für Grabstein: «What a ride!» – voller Lebensfreude

Text Jovana Nikic

Welches ist Ihr Lieblingsspiel?
Anna Pieri Zuercher:
Ich mag Scala 40 sehr gerne – das ist ein traditionelles italienisches Kartenspiel.

Was wären Sie als Kind gerne geworden?
Ich wollte als Kind einfach kreativ sein und hatte immer ganz viele Ideen. Schauspielerin wollte ich damals eigentlich gar nicht werden, mir ging es schlicht darum, zu spielen. Ich kann mich aber an keinen konkreten Berufswunsch erinnern.

Und Kommissarin?
Nein. Wir haben früher auf Französisch immer «Bandits et Police» gespielt, was man in der Deutschschweiz als «Räuber und Poli» kennt. Ich wollte dabei aber immer die Räuberin sein, weil das viel lustiger war!

Für wen haben Sie als Teenager geschwärmt?
Ich glaube, es war Johnny Depp. Das kam durch den Film «Cry-Baby». Er war für mich damals mit Abstand der schönste Mann weit und breit.

Welches Ereignis hat Ihr Leben verändert?
Das war ganz klar die Geburt meines Sohnes.

Was haben Sie für einen Spitznamen?
Eigentlich keinen. Mein Vater hat immer gesagt, dass er den Namen Anna gewählt hat, weil man ihn von beiden Seiten gleich liest und nicht verhunzen kann.

Wann haben Sie zuletzt geweint?
Ich spiele derzeit am Théâtre de l’Orangerie in Genf. Dort gibt es eine Szene, in der meine Rolle weinen muss – aus diesem Grund weine ich im Moment tatsächlich jeden Abend.

Wer ist Ihre Lieblingsheldin?
Meine Grossmutter. Sie war Pianistin und hätte eine grosse Karriere machen können. Wegen des Krieges musste sie jedoch aus Italien in die Schweiz flüchten. Sie hat stets einen Weg gefunden, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Im Altersheim zum Beispiel gründete sie einen Chor für die Pflegekräfte.

Was darf in Ihrem Haushalt nicht fehlen?
Kaffee! Ich trinke zwar meistens nur eine einzige Tasse am Morgen, aber wenn kein Kaffee im Haus ist, kann der Tag einfach nicht gut werden.

Welches Kompliment haben Sie kürzlich erhalten?
Man hat mir gesagt, dass ich eine humorvolle Ader auf der Bühne besitze. Wir führen zurzeit eine recht amüsante Version von «Hamlet» auf. Das Publikum spiegelte mir zurück, dass ich diese Komik sehr gut vermittle.

Artikel aus der «Schweizer Illustrierten»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!

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Wofür geben Sie am meisten Geld aus?
Für Essen. Ich kaufe zwar keine Unmengen ein, aber ich lege grossen Wert auf Bio-Produkte und hochwertige Lebensmittel. Ich koche sehr gerne und esse leidenschaftlich. Für mich kommt und geht Geld – ich gehöre nicht zu den Menschen, die krampfhaft daran festhalten.

Ihr absolutes Lieblingsessen?
Da ich sehr gerne koche, habe ich gefühlt jeden Tag ein anderes Lieblingsgericht. Generell schätze ich die italienische Küche – vor allem, wenn sie hausgemacht ist. Ich mag zum Beispiel Polpette di Pane, also Fleischbällchen nach apulischer Art.

Wären Sie lieber sympathischer oder intelligenter?
Oh, intelligenter! Es gibt verschiedene Arten von Intelligenz. Emotionale Intelligenz macht auch sympathisch.

Mit wem würden Sie gern im Lift stecken bleiben?
Mit meinem 15-jährigen Sohn! Wir würden die Zeit im Aufzug mit Sicherheit nutzen, um viel zu lachen.

Wie viel sind Sie wert – in Franken?
Null Franken! Und das ist das Schöne daran: Ein Mensch lässt sich nicht in Franken aufwiegen. Mein Körper hat nach dem Tod keinen Geldwert.

Was machen Sie als Letztes, bevor Sie ins Bett gehen?
Ich würde zwar lieber erzählen, dass ich noch lese oder meditiere, aber in der Realität antworte ich oft noch spät abends auf E-Mails.

Womit belohnen Sie sich selbst?
Einfach einmal gar nichts zu tun. Eine halbe Stunde lang ungestört zu Hause zu sitzen und zu meditieren – das ist für mich die schönste Belohnung.

Wo möchten Sie am liebsten leben?
Im Sommer würde ich am liebsten im Tessin leben. Die Wintermonate würde ich dagegen gerne in den Schweizer Bergen verbringen.

Was sollte auf Ihrem Grabstein stehen?
Das ist einfach: «What a ride!» – also «Was für eine Achterbahnfahrt!».

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