Sturm-Gegner Fenerbahce: Die Aushängeschilder eines Star-Ensembles | Kleine Zeitung

Ob Weltmeister, Titelsammler, Star-Goalie oder Skandal-Profi: Der Kader von Sturms Gegner Fenerbahce Istanbulhat es in sich.

Auf einen Marktwert von 332,15 Millionen Euro schätzt „transfermarkt“ den aktuellen Kader von Fenerbahce Istanbul. Zum Vergleich: Die zwölf heimischen Bundesligisten kommen gemeinsam auf 342,41 Millionen, Sturm wird mit 56,83 Millionen geführt. Zahlen, die zumindest auf dem Papier eine klare Sprache über die Kräfteverhältnisse im Duell zwischen dem Istanbuler Traditionsverein und den Grazern in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation sprechen (Mittwoch, 20 Uhr, ORF 1). Ein Blick auf die bekanntesten Mitglieder des Star-Ensembles:

Marco Asensio

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Marco Asensio

MARCO ASENSIO: Am Höhepunkt seiner Karriere wies der 30-Jährige einen Marktwert von 90 Millionen Euro auf. Wer jahrelang bei Real Madrid und später bei Paris Saint-Germain kickte, kann auch auf eine beachtliche Titelsammlung, darunter drei Champions-League-Trophäen, vorweisen. 38 Länderspiele für Spanien garnieren den Lebenslauf. Im Sommer 2025 schloss sich der offensive Mittelfeldspieler Fenerbahce an und kam in der Süper Lig immerhin auf elf Tore und 13 Assists.

N‘Golo Kanté

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N‘Golo Kanté

N’GOLO KANTÉ: Mit 35 schaffte es der Oldie noch einmal zu einer WM. Im mit Ausnahmekönnern gespickten Kader Frankreichs heißt das schon etwas, auch wenn dem defensiven Mittelfeldspieler kein Einsatz vergönnt war. Aber Weltmeister als Stammspieler wurde er ohnehin schon 2018. Es sollte nicht das einzige märchenhafte Happy End sein, schließlich nahm Kantés Karriere 2016 mit dem sensationellen Premier-League-Titel mit Leicester Fahrt auf. Nach sieben Jahren Chelsea und zweieinhalb Saisonen Saudi-Arabien schloss er sich im Winter Fenerbahce an. Nach seiner WM-Dienstreise ist er zumindest wieder ins Training eingestiegen.

Ederson

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Ederson

EDERSON: Der brasilianische WM-Teilnehmer regierte mit Manchester City jahrelang die Premier League. Sechs englische Meisterschaften eroberte der Torhüter unter der Anleitung von Pep Guardiola, zudem setzte er sich 2023 die Champions-League-Krone auf. Im Quali-Duell mit Gornik Zabrze hütete ein alter Bekannter das Tor. Der mittlerweile 37-jährige Mert Günok stand 2024 bei Österreichs EM-Aus im Gehäuse der Türken und glänzte unter anderem kurz vor Schluss beim Kopfball von Christoph Baumgartner.

Nathan Aké

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Nathan Aké

NATHAN AKÉ: Apropos Manchester City. Dort agierte der Abwehrspieler jahrelang als Vordermann Edersons, ehe er dem Goalie in diesem Sommer nach Istanbul folgte. 253 Premier-League-Spiele können sich ebenso sehen lassen wie 62 Länderspiele für die Niederlande, die der 31-Jährige bei der WM in Nordamerika vertrat.

Milan Skriniar

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Milan Skriniar

MILAN SKRINIAR: Aké soll ein Abwehrbollwerk mit Skriniar bilden. Der 87-fache Nationalspieler der Slowakei erlebte seine Glanzzeit bei Inter Mailand und kam 2025 nach einem Zwischenstopp bei PSG zu Fenerbahce. Auch dem 31-Jährigen mangelt es somit nicht an Routine auf dem höchsten Niveau.

Fred

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Fred

FRED: Dies kann auch der Brasilianer von sich behaupten, der nach erfolgreichen Jahren bei Shakhtar Donetsk 2018 zu Manchester United weiterzog und immerhin fünf Jahre blieb. Mit Erfolgen wollte es dort bis auf einen Ligapokalsieg nicht so recht klappen. Aber dies ist immerhin eine Trophäe mehr, als ihm in seinen ersten drei Saisonen bei Fenerbahce vergönnt war.

Mason Greenwood

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Mason Greenwood

MASON GREENWOOD: Nun also Fenerbahce. Rein sportlich dürfte der 24-Jährige in der Süper Lig unterfordert sein. Das Problem ist sein Ruf als Skandal-Profi, der den ehemaligen Hoffnungsträger von Manchester United seit Jahren begleitet. 2022 wurde er wegen des Verdachts der Vergewaltigung und Körperverletzung seiner Freundin festgenommen. Die Anklage wurde später zwar fallengelassen, doch so ganz ließ sich der Ruf nicht mehr reparieren. Daran änderte auch das erfolgreiche Kapitel bei Olympique Marseille nicht. Dort wurde er 2025 mit 21 Toren sogar Torschützenkönig, in der Vorsaison folgten 16 weitere Liga-Treffer. Trotzdem verkauften ihn die Südfranzosen um 39 Millionen Euro nach Istanbul.

Matteo Guendouzi

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Matteo Guendouzi

MATTEO GUEDOUZI: Der zentrale Mittelfeldspieler hält immerhin bei 14 Länderspielen für Frankreich und war schon in vier Topligen aktiv. Er kickte für Arsenal, Hertha BSC, Olympique Marseille und Lazio, ehe es vergangenen Winter für eine Ablöse von 28 Millionen Euro  zu Fenerbahce ging. Der 27-Jährige hat den Ruf, sich mitunter leicht provozieren zu lassen.

Nelson Semedo

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Nelson Semedo

NELSON SEMEDO: Wer zwei Meistertitel mit Barcelona, deren zwei mit Benfica holte, bislang 54 Mal für Portugal und zudem einige Jahre Premier League bei Wolverhampton im Lebenskauf stehen hat, kann einiges erzählen. Seit Sommer 2025 beackert der 32-Jährige die rechte Abwehrseite von Fenerbahce.

Mert Müldür

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Mert Müldür

MERT MÜLDÜR: Der Wiener schafft es freilich wegen ein wenig Lokalkolorits in diese Auflistung. Die Karriere des Ex-Rapidlers kann sich aber ebenfalls sehen lassen. 48 Länderspiele für die Türkei stehen für den WM-Teilnehmer zu Buche. Nach seinem Serie-A-Engagement für Sassuolo geht der 27-Jährige mittlerweile in seine vierte Saison bei Fenerbahce. Müldür ist nicht der einzige Akteur mit Österreich-Bezug im Kader. Der Ex-Salzburger Dorgeles Nene übersiedelte vergangenen Sommer um immerhin 18 Millionen Euro an den Bosporus, erzielte zehn Liga-Tore, fiel zuletzt aber aus.