Szene reagiert zur Causa Paal: „Von ihm hätte ich das nie gedacht“

Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen. Kultur

Caroline Athanasiadis oder Alfred Dorfer reagieren auf die Missbrauchs-Anklage gegen Kabarettisten Günther Paal.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat Anklage gegen Günther Paal erhoben

© APA / Eva Manhart

Die Staatsanwaltschaft Wien hat Anklage gegen Günther Paal erhoben

vor 43 Minuten

17. September 2026 um 12:08

„Ich bin ehrlich erschüttert. Gerade, weil ich Günther Paal persönlich kenne.“ So reagierte die österreichische Kabarettistin Caroline Athanasiadis auf die Missbrauchs-Anklage gegen Günther Paal, auch bekannt als „Gunkl“. Der Kabarettist gestand publik gewordene Vorwürfe selbst via Facebook ein. Es geht dabei um sexuelle Gewalt gegenüber einem Kind. Außerdem wurden auf seinem Rechner bildliche Missbrauchsdarstellungen gefunden. Insgesamt handelt es sich dabei um zumindest 960 Bilddateien und 19 Videodateien mit sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial mündiger und unmündiger Minderjähriger.

„Im Mittelpunkt steht das betroffene Kind“

Athanasiadis zeigt sich via soziale Medien erschüttert: „Gerade, weil ich Günther Paal persönlich kenne und schon mehrmals mit ihm auf der Bühne gestanden bin.“ Ihr erster Gedanke sei gewesen: „Bei ihm hätte ich das nie gedacht.“ Aber Athanasiadis geht es in allererster Linie darum, keine Gegenargumente aufzubauen: „Wir müssen endlich aufhören, Betroffenen weniger zu glauben, nur weil der Beschuldigte sympathisch ist.“ Denn im Mittelpunkt stehe „das betroffene Kind“.

Auch Kabarettist Alfred Dorfer, der gemeinsam mit Paal auf der Bühne stand oder im Fernsehen auftrat, reagierte: „Vollkommen erschüttert vernahm ich heute erstmalig die verstörenden Nachrichten meines Kollegen Günther Paal. Während unserer gemeinsamen Bühnen- und TV-Arbeit (bis 2014) gab es weder Anzeichen, Hinweise oder Ähnliches in die kolportierte Richtung.“ Und auch er fügte hinzu: „In erster Linie müssen die Gedanken bei dem betroffenen Kind sein.“ Das betroffene Kind befindet sich mittlerweile in der Obhut der Kinder- und Jugendhilfe von Wien.