Titelkämpfe in Amsterdam: Zeidler rudert zum vierten WM-Titel - Achter auf Platz vier

Titelkämpfe in Amsterdam Zeidler rudert zum vierten WM-Titel - Achter auf Platz vier

Amsterdam · Oliver Zeidler bleibt in dieser Saison das Maß aller Dinge. In Amsterdam holt er seinen vierten WM-Titel im Einer. Für den Männer-Achter bleiben drei Rennen in weniger als 24 Stunden ohne Happy End.

30.08.2026 , 14:43 Uhr

Oliver Zeidler wurde zum vierten Mal Weltmeister. (Archivbild)

Oliver Zeidler wurde zum vierten Mal Weltmeister. (Archivbild)

Foto: Antonio Calanni/AP/dpa

Oliver Zeidler hat seine beeindruckende Erfolgsserie fortgesetzt und bei den Weltmeisterschaften in Amsterdam seinen vierten WM-Titel im Männer-Einer gewonnen. Der Olympiasieger von Paris dominierte das Finale auf der Bosbaan und fuhr in 6:35,22 Minuten souverän vor dem unter neutraler Flagge startenden Belarussen Yauheni Zalaty (+ 3,11 Sekunden) und dem Norweger Jonas Slettemark Juel (+8,81 Sekunden) ins Ziel. 

Der 30-Jährige bleibt damit in dieser Saison ungeschlagen und jubelt nach 2019, 2022 und 2023 erneut bei einer WM über Gold. Im Vorjahr hatte er bei der WM in Shanghai trotz deutlich reduzierten Trainingsaufwands wegen seines Studiums Silber gewonnen. Der griechische Titelverteidiger Stefanos Ntouskos hatte das Finale verpasst. 

Vor knapp vier Wochen hatte sich Zeidler im italienischen Varese seinen vierten EM-Titel in EM-Rekordzeit von 6:36,39 Minuten gesichert. Perspektivisch will der Deutsche über die 2.000 Meter auch die Weltbestzeit von 6:30,74 Minuten angreifen, die der Neuseeländer Robbie Manson 2017 aufstellte.

Der Deutschland-Achter ruderte bei der WM in Amsterdam auf Platz vier. (Archivbild)

Der Deutschland-Achter ruderte bei der WM in Amsterdam auf Platz vier. (Archivbild)

Foto: Bernd Thissen/dpa

Deutschland-Achter schrammt an WM-Medaille vorbei

Der Deutschland-Achter der Männer verpasste die erste WM-Medaille seit 2019 zuvor knapp. Das einstige Flagschiff des Deutschen Ruderverbands (DRV) kam auf Platz vier. Das Großboot um Schlagmann Frederik Breuer lag auf den ersten 500 Metern noch in der Spitzengruppe, musste im weiteren Rennverlauf jedoch abreißen lassen.

Gold ging in einem packenden Foto-Finish und unter großem Jubel in Weltbestzeit von 5:17,57 Minuten an Gastgeber und Titelverteidiger Niederlande vor Olympiasieger Großbritannien und Australien. Damit unterboten die Niederländer die 2017 vom Deutschland-Achter aufgestellte Bestzeit. Das deutsche Boot lag nach 2.000 Metern in 5:20,71 Minuten nur knapp 2,5 Sekunden hinter den Medaillenrängen.

Frauen-Achter beendet WM auf Platz neun

Innerhalb von weniger als 24 Stunden ruderte die Männer-Crew drei Rennen. Wegen des großen Starterfelds waren am Sonntagmorgen erstmals seit 2011 wieder Halbfinals ausgefahren worden. Am Samstag hatte sich der da noch krankheitsbedingt mit zwei Ersatzruderern besetzte Deutschland-Achter im Vorlauf dafür qualifiziert, der aufgrund unfairer Windbedingungen als Einzelzeitfahren ausgetragen worden war. Im Halbfinale brachte Platz drei dann das Finalticket. 

Vor knapp vier Wochen hatte der Deutschland-Achter mit EM-Silber für ein Erfolgserlebnis gesorgt. Bei der WM im Vorjahr in Shanghai hatte die Crew enttäuschend das A-Finale verpasst. Der im vergangenen Jahr noch überraschend auf WM-Platz vier geruderte deutsche Frauen-Achter musste sich mit mehreren Doppelstarterinnen besetzt diesmal mit dem B-Finale begnügen und beendete die WM auf Platz neun.

© dpa-infocom, dpa:260830-930-605050/2