Beim DFB auf der Überholspur: Tom Bischof droht beim FC Bayern wieder die Bank

Tom Bischof

Beim DFB auf der Überholspur Tom Bischof droht beim FC Bayern wieder die Bank

Stand: 08.10.2026 • 07:35 Uhr

Tom Bischof brillierte zuletzt in der DFB-Elf. Doch zurück beim FC Bayern wird es für ihn wieder eng: Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlović sind im Mittelfeld wohl gesetzt.

Von Mona Marko

Tom Bischof ist einer der großen Gewinner im Kader des neuen Fußball-Bundestrainers Jürgen Klopp. Unter dessen Vorgänger Julian Nagelsmann hatte der Youngster des FC Bayern noch keine Rolle gespielt und war deshalb überwiegend für die U21-Nationalmannschaft aufgelaufen, bei der er inzwischen als Kapitän vorangeht.

Unter Klopp bekam Bischof nun die Chance im "erwachsenen" DFB-Team – und nutzte sie eindrucksvoll. Bereits in seinem zweiten Länderspiel setzte der 21-Jährige ein Ausrufezeichen und erzielte in der Allianz Arena das 1:0 gegen Serbien. Der Linksfuß überzeugte mit enormem Tempo, schnellen Pässen und aggressivem Zweikampfverhalten. Immer wieder setzte er Akzente und brachte sich auch offensiv gefährlich ein.

Vom DFB-Star zum FCB-Bankdrücker?

Doch während Bischof im DFB-Dress mächtig Eigenwerbung betrieb, könnte sich seine Situation beim FC Bayern nach der Länderspielpause wieder deutlich schwieriger gestalten. In München ist die Konkurrenz groß.

In der vergangenen Saison war Bischof unter anderem in der Defensive eingesetzt worden. Dort hat sich die Personalsituation inzwischen jedoch verändert: Alphonso Davies ist nach seiner Verletzungspause zurück. Zudem verpflichtete der FCB im Sommer Nathaniel Brown, der sich bereits in den ersten Bundesliga-Spielen als echte Verstärkung präsentierte. Auch auf der Zehnerposition wächst der Konkurrenzkampf: Neuzugang Ismael Saibari kommt nach überstandenen gesundheitlichen Problemen immer besser in Fahrt.

"Bischovic" begeistert im DFB-Team

Vielversprechend könnte für Bischof dagegen eine Zukunft im zentralen Mittelfeld sein – möglicherweise gemeinsam mit Aleksandar Pavlović. Genau dieses Duo hatte Klopp bereits während der Abwesenheit von Joshua Kimmich ausprobiert. Der eigentliche Kapitän war von Klopp in den Zwangsurlaub geschickt worden, als der B-Kader zum Einsatz kam. Klopp wollte sehen, wie die Mannschaft performt, wenn die Platzhirsche nicht zugegen sind.

Sein Experiment ging auf: Gegen Serbien überzeugten die beiden Youngster Bischof und Pavlović mit Mut, Dynamik und Spielfreude. Vor allem Bischof sorgte immer wieder für Gefahr aus der zweiten Reihe, belohnte sich schließlich mit seinem Treffer und bescherte Klopp so den ersten Sieg als Bundestrainer – ausgerechnet in der Allianz Arena.

Bischof sammelt Argumente für Stammrolle beim FCB

Zusammen mit Pavlović bildete Bischof ein dynamisches Mittelfeld-Duo, das dem deutschen Spiel sichtbar Energie verlieh. Auch nach dem zweiten Nations-League-Spiel gegen Griechenland (0:0) schwärmte Bischof vom Zusammenspiel mit Pavlović und Florian Wirtz. "Es macht einfach Spaß, mit den Jungs die Bälle zu spielen, die Räume zu suchen", sagte er im ARD‑Interview. Mit Blick auf die kommenden Spiele fügte er hinzu: "Jetzt müssen wir demnächst noch ein, zwei Tore mehr schießen, dann sieht's noch schöner aus."

Für Bischof ist die Rechnung dabei denkbar einfach: Je häufiger er mit starken Leistungen und Toren auf sich aufmerksam macht, desto größer werden auch seine Argumente für eine Stammrolle beim FC Bayern.

Aktuell allerdings ist das noch Zukunftsmusik. In München bilden Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlović derzeit die Doppelsechs. Insofern FCB-Trainer Vincent Kompany es Klopp nicht nachmacht und hin und wieder auf seine Platzhirsche verzichtet, dürfte sich an Bischofs Rolle als Bankdrücker so schnell aber auch wirklich nichts ändern.

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Quelle: BR24Sport 06.10.2026 - 08:54 Uhr