Top 10: Das beste E-Mountainbike im Test – Carbon-Fully oder 599-Euro-Hardtail? | heise online bestenlisten

Vom 599-Euro-Hardtail bis zum Carbon-Fully mit Bosch-Motor: Wir zeigen die zehn besten E-Mountainbikes aus über 70 eigenen E-Bike-Tests.

Ein E-Mountainbike fährt dort weiter, wo ein City-E-Bike aufgibt: auf Waldboden, Schotter und Wurzeln. Die stabile Bauweise zahlt sich auch im Stadtverkehr aus – wer flott über einen Bordstein setzt, muss um Laufräder und Rahmen nicht fürchten. Doch besonders günstige Modelle verschwinden schnell wieder vom Markt. Mit Geekmaxi hat im August 2026 zudem ein wichtiger Händler für China-E-Bikes den Betrieb eingestellt.

Auch deswegen haben wir diese Bestenliste etwas angepasst. Die Liste reicht jetzt bis etwa 3000 Euro. Neben klassischen E-Mountainbikes stehen darin nun auch geländetaugliche Räder ohne klassische MTB-Bauform, etwa vollgefederte Klappräder mit Stollenreifen.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ist unsere subjektive Auswahl aus über 70 eigenen E-Bike-Tests: Wir ranken ausschließlich Räder, die wir selbst gefahren sind.

Welches ist das beste E-Mountainbike?

Das Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race ab 2900 Euro (refurbished bei Rebike) übernimmt den ersten Platz und ist damit unser Testsieger. Der Bosch Performance Line CX dosiert seine 85 Nm über einen Drehmomentsensor fein genug für steile Rampen, und das Fahrwerk federt an beiden Enden 140 mm. Es schluckt Wurzeln weg, wo ein Hardtail durchreicht. Dazu kommen ein Hauptrahmen aus Carbon, eine weit gestufte Zwölffach-XT und eine Dropperpost ab Werk.

Das Cube Reaction Hybrid Race 750 ist der Technologiesieger dieser Bestenliste. Als einziges Rad hier fährt es das Smart System von Bosch: Der Kiox 300 zeigt Restreichweite und Fahrdaten, die App eBike Flow konfiguriert das Rad und Updates kommen über die Luft. Der Akku fasst 750 Wh und bringt das Hardtail 70 bis 85 km weit, die Vierkolbenbremsen packen auf 203-mm-Scheiben vorn wie hinten zu. Neu kostet das Modelljahr 2023 noch 2550 Euro (fahrrad-xxl.de).

Das Touroll U1 ist mit 599 Euro (Joybuy) unser Preis-Leistungs-Sieger. Dafür gibt es ein E-MTB mit deutscher Straßenzulassung, einer 21-Gang-Schaltung von Shimano, Federgabel und einem 468-Wh-Akku, der real gut 40 km trägt. Der 250-W-Heckmotor mit 45 Nm arbeitet sehr leise und zieht erst sanft, dann kräftig an – einen Drehmomentsensor hat er allerdings nicht. Zu haben ist das Rad nur noch mit 26-Zoll-Laufrädern, die getestete 29-Zoll-Variante ist ausverkauft.

  1. Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race ab 2900 Euro (refurbished bei Rebike)
  2. Cube Reaction Hybrid Race 750 für 2550 Euro (Modelljahr 2023)
  3. Touroll U1 für 599 Euro (26 Zoll, 2026er-Modell)
  4. Telefunken Aufsteiger M925 für 1600 Euro (Bestpreislink)
  5. Engwe L20 3.0 Pro für 1529 Euro (Code: TECHSTAGE50)
  6. Duotts S26 für 1282 Euro (ohne deutsche Straßenzulassung)
  7. Fiido Titan für 1499 Euro (ohne deutsche Straßenzulassung)
  8. Engwe E26 für 1349 Euro (Code: TECHSTAGE50)
  9. Fiido M1 Pro 2025 für 1099 Euro
  10. Samebike LO26 - II für 807 Euro (überarbeitete Fassung LO26-II-YD, ohne deutsche Straßenzulassung)

KURZÜBERSICHT

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

E-Mountainbike Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race im Test: Carbon-Fully & Bosch CX

Das Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race ist ein vollgefedertes Trail-E-MTB mit Carbonrahmen, Bosch-Mittelmotor mit 85 Nm und 140 mm Federweg an beiden Enden. Der 625-Wh-Akku reicht für 55 bis 70 km, die Zwölffach-XT schaltet sauber und die Dropperpost gehört dazu. Gebraucht kostet das Rad ab rund 2900 Euro, neu das 2026er ONE44 EX 800 mit Alurahmen ab 3400 Euro (Bestpreislink).

VORTEILE

  • kräftiger und feinfühliger Bosch-Mittelmotor
  • Carbonrahmen mit sauberer Verarbeitung
  • komfortables Fahrwerk mit Dropperpost
  • weit gestufte Zwölffach-Schaltung

NACHTEILE

  • erst nach Nachrüstung straßentauglich
  • wenig Reserven im groben Gelände
  • kein Lockout am Lenker

Cube Reaction Hybrid Race 750

E-Mountainbike Cube Reaction Hybrid Race 750 im Test: Bosch CX, 750 Wh, 2550 €

Das Cube Reaction Hybrid Race 750 ist ein sportliches E-MTB-Hardtail mit Bosch-Mittelmotor, 85 Nm, 750-Wh-Akku für 70 bis 85 km, Zwölffach-XT und Vierkolbenbremsen. Bei Rebike kostet das aufbereitete Rad ab 2300 Euro, Akku und Motor sind zwei Jahre lang abgesichert. Wer neu kauft, zahlt mit 2550 Euro nur unwesentlich mehr.

VORTEILE

  • kräftiger und feinfühliger Bosch-Mittelmotor
  • großer Akku
  • Zwölffach-XT mit großer Bandbreite
  • agiles und laufruhiges Fahrverhalten

NACHTEILE

  • ohne Licht und Klingel
  • Lockout nur am Gabelkopf
  • Akkuentnahme fummelig

Touroll U1

E-MTB Touroll U1 im Test

Das Touroll U1 ist ein sehr günstiges E-Mountainbike mit viel Ausstattung und ordentlicher Qualität. Es bietet eine offizielle Straßenzulassung, starken Motor und großen Akku, hat jedoch Abstriche bei Verarbeitung und Komponentenqualität.

Das Touroll U1 kostet bei Geekbuying 599 Euro. Für das fast baugleiche Modell mit 26-Zoll-Rädern zahlt man 549 Euro.

VORTEILE

  • günstiger Preis, mit Straßenzulassung
  • starker, leiser Motor; großer Akku
  • 21-Gang-Shimano-Schaltung

NACHTEILE

  • kein vollwertiges Display
  • kein Rücklicht ab Werk
  • schwache mechanische Bremsen

Ratgeber

Was ist ein E-Mountainbike – und wann lohnt es sich?

Ein E-Mountainbike ist ein E-Bike mit Geländegeometrie: gestreckte Sitzposition, breite Stollenreifen, Federgabel und ein Rahmen, der für Stöße ausgelegt ist. Angetrieben wird es wie jedes Pedelec bis 25 km/h, die Unterstützung endet dort. Die Bauform kommt aus dem Sport, nicht aus dem Verkehr – das erklärt die meisten ihrer Eigenheiten.

Ein E-MTB lohnt sich, sobald die Strecke regelmäßig über Waldwege, Schotter oder Feldwege führt. Auf glattem Asphalt bleibt ein City-E-Bike leichter, leiser und sparsamer. Die robuste Bauweise hat trotzdem Vorteile im Alltag: Bordsteine, Schlaglöcher und Schotterparkplätze machen dem Rad nichts aus.

Hardtail oder Fully: Was unterscheidet die beiden Bauformen?

Ein Hardtail federt nur vorn, ein Fully an beiden Enden. Das Cube Reaction Hybrid Race 750 (Testbericht) steht für die erste Bauart mit 120 mm Federweg vorn, das Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race (Testbericht) für die zweite mit 140 mm vorn und hinten. Auf dem Trail fahren sich beide gänzlich anders: Das Fully schluckt Wurzeln weg, hält besser Bodenkontakt und federt spürbar weicher.

Dafür ist ein Hardtail leichter, wartungsärmer und in gleicher Ausstattung günstiger, weil Dämpfer, Lager und Umlenkhebel entfallen. Für Waldwege und leichte Trails reicht es aus. Wer im groben Gelände unterwegs ist, greift zum Fully.

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 2022

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 2022 heise bestenlisten

26, 27,5 oder 29 Zoll: Welche Laufradgröße passt?

Große Laufräder rollen leichter über Hindernisse und laufen ruhiger. Das Touroll U1 (Testbericht) zeigt den Effekt bei der Ergonomie: Mit 29 Zoll wirkt es erwachsen, statt dass man wie auf einem Kinderfahrrad sitzt. Kleine Laufräder sind dafür wendiger und passen besser zu kurzen Rahmen. Cube löst das über die Rahmengröße – kleine Größen rollen auf 27,5 Zoll, ab Größe M auf 29 Zoll.

Daneben entscheidet die Reifenbreite. Klassische E-Mountainbikes fahren 2,2 bis 2,6 Zoll, darüber beginnt das Fat-E-Bike mit 3 oder 4 Zoll. Das Duotts S26 (Testbericht) und das Engwe E26 (Testbericht) bieten entsprechend mehr Grip in Sand und Schnee, dafür sind sie träger auf Asphalt.

Wann gilt ein E-Mountainbike als Pedelec?

Damit ein E-MTB ohne Kennzeichen, Führerschein und Versicherung auf deutsche Straßen darf, muss es die Pedelec-Regeln einhalten. Der Motor darf höchstens 250 W Nennleistung haben und muss die Unterstützung bei 25 km/h beenden. Dazu kommen Beleuchtung, Reflektoren, zwei unabhängige Bremsen und eine Klingel. Eine elektrische Hupe ersetzt die Klingel nicht und ist hierzulande ohnehin nicht erlaubt.

Die CE-Kennzeichnung ist nicht verpflichtend. Fehlt sie, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit – Bußgelder treffen Hersteller und Händler, nicht Käufer oder Fahrer.

In der Praxis scheitert die Legalität günstiger E-Mountainbikes selten am Motor, sondern an Details. Beim Duotts S26 sind es gleich zwei Motoren mit je 750 W, ein Gasgriff und eine elektrische Hupe. Das Samebike LO26 - II (Testbericht) fährt mit 500 W und lässt sich im Menü auf absurde Werte stellen. Beim Fafrees KRE27.5 (Testbericht) gibt es die Option auf 40 km/h freizuschalten – dazu gibt es weiße statt gelbe Katzenaugen.

Duotts S26

Duotts S26 heise bestenlisten

Fahren ohne Treten: Was ist mit dem Gasgriff?

Erlaubt ist eine Anfahr- und Schiebehilfe bis 6 km/h. Alles, was darüber hinaus ohne Treten beschleunigt, macht das E-Mountainbike illegal.

Die Hersteller gehen damit unterschiedlich um. Dem Eleglide M2 (Testbericht) liegt ein Gasring zur optionalen Montage bei – wir raten davon ab, ihn in Deutschland anzubauen. Beim Engwe L20 (Testbericht) ist der Gashebel ab Werk deaktiviert. Und beim Fiido M1 Pro 2024 (Testbericht) hebt ein Turbomodus die 25-km/h-Grenze per Tastendruck auf. Wer legal fahren will, lässt solche Funktionen unangetastet.

Drehmoment- oder Trittfrequenzsensor – was merkt man davon?

Der Sensor entscheidet, wie natürlich sich die Unterstützung anfühlt. Ein Trittfrequenzsensor registriert nur, dass die Kurbel sich dreht: Der Motor setzt nach einer halben bis ganzen Pedalumdrehung ein und läuft danach kurz nach. Ein Drehmomentsensor misst die Tretkraft und dosiert sofort passend mit.

Lange war der Drehmomentsensor die Ausnahme. Beim Eskute Netuno Plus (Testbericht) hoben wir ihn als Besonderheit hervor, weil er dem Rad fast das Fahrgefühl eines Mittelmotors gibt. Inzwischen ist er in dieser Kategorie angekommen: Cube Reaction Hybrid Race 750, Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race, Engwe L20 3.0 Pro (Testbericht) und Fiido M1 Pro 2025 (Testbericht) arbeiten alle damit.

Ein Trittfrequenzsensor ist trotzdem kein Ausschlusskriterium, wenn er flott anspricht. Beim Decathlon E-ST 100 (Testbericht) fanden wir ihn außergewöhnlich gut abgestimmt. Der Kurbelsensor des Fafrees KRE27.5 erkennt sogar, ob langsam oder schnell getreten wird.

Mittelmotor oder Heckmotor: Wie viel Drehmoment benötigt ein E-Mountainbike?

In der unteren Preisklasse sitzt der Motor fast immer in der Hinterradnabe. Das ist günstig und leise, verlagert aber Gewicht nach hinten. Ein Mittelmotor sitzt an der Kurbel, zieht durch die Schaltung mit und hält den Schwerpunkt tief.

Am Drehmoment lässt sich die Klasse ablesen. Heckmotoren in dieser Kategorie liefern 45 bis 55 Nm – das Touroll U1 kommt auf 45 Nm, das Eleglide M2 auf 55 Nm. Mittelmotoren beginnen darüber: Das Telefunken Aufsteiger M925 (Testbericht) stemmt 80 Nm, die beiden Cube-Modelle 85 Nm, das Engwe L20 3.0 Pro sogar 100 Nm.

Für flaches Gelände reichen 45 Nm. Wer regelmäßig steile Rampen fährt oder Gepäck mitnimmt, merkt jeden zusätzlichen Newtonmeter.

Bosch Performance Line CX: Was unterscheidet die Motorgenerationen?

Der Bosch Performance Line CX ist der verbreitetste Mittelmotor im E-Mountainbike. Die Generation entscheidet dabei über den Funktionsumfang. Die vierte Generation liefert 85 Nm und gibt es in zwei Ausbaustufen. Ohne Smart System steckt im Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race ein Kiox BUI330, der zugleich als digitaler Schlüssel dient: Ohne aufgestecktes Display gibt der Motor keine Unterstützung. Gekoppelt wird er mit der App Ebike Connect, Updates über die Luft gibt es nicht.

Mit Smart System sieht es anders aus. Das Cube Reaction Hybrid Race 750 fährt einen Kiox 300, lässt sich über die App Ebike Flow konfigurieren und holt sich Updates selbst aufs Rad. Die fünfte Generation legt beim Drehmoment auf 100 Nm zu.

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625 heise bestenlisten

Warum die Gangschaltung wichtiger ist als die Reifenbreite

Die Schaltung verrät in den unteren Preisklassen viel über die Qualität. Zwei Anforderungen muss sie erfüllen: Der niedrigste Gang muss steile Anstiege schaffen, der höchste bei 25 km/h noch sinnvolles Mittreten erlauben.

Genau daran scheitern die Sparlösungen. Beim Fafrees KRE27.5 reicht der erste Gang nicht weit genug nach unten, beim Engwe L20 geht die Übersetzung für steilere Berge nicht tief genug. Beide fahren die einfache Shimano mit sieben Gängen. Räder mit 21 oder 24 Gängen sind spürbar besser aufgestellt – etwa das Eleglide M2 ist mit seiner 24-Gang-Schaltung im Bereich der günstigen China-E-Bikes ein echtes Novum. Am oberen Ende steht eine Zwölffach-Schaltung von Shimano mit 10 bis 51 Zähnen, wie sie beide Cube-Modelle fahren: weniger Gänge, aber eine viel größere Bandbreite.

Mechanisch oder hydraulisch: Welche Bremsen benötigt ein E-Mountainbike?

Scheibenbremsen sind Standard, der Unterschied liegt in der Betätigung. Mechanische Scheibenbremsen ziehen über einen Zug, müssen regelmäßig nachgestellt werden und packen weniger kräftig zu. Beim Touroll U1 wünschten wir uns deutlich mehr Biss. Hydraulische Bremsen dosieren feiner, benötigen weniger Handkraft und justieren sich selbst nach.

E-MTBs sind häufig schwer: 25 bis 40 kg plus Fahrer wollen auch bergab zum Stehen kommen. Beim Telefunken Aufsteiger M925 arbeitet eine hydraulische Shimano MT200, beim Cube Reaction Hybrid Race 750 greifen Vierkolbensättel auf 203-mm-Scheiben. Wer viel im Gelände fährt, sollte auf die Scheibengröße achten – große Scheiben nehmen mehr Wärme auf und verlieren später an Kraft.

Wie viel Federweg benötigt ein E-Mountainbike?

Für Waldwege und Schotter genügen 100 bis 120 mm an der Front. Trails und ruppiger Untergrund verlangen mehr, 140 mm an beiden Enden decken den Bereich ab, in dem sich die meisten bewegen. Für den Bikepark reicht auch das nicht.

Wichtiger als der Federweg ist die Abstimmung. Eine Luftfedergabel muss aufs Fahrergewicht eingestellt werden – beim Cube Reaction Hybrid Race 750 war sie ab Werk zu weich. Am Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race gibt das Fahrwerk seinen Federweg früh frei: viel Komfort, im groben Gelände wenig Reserven. Bei beiden Rädern sitzt der Lockout am Bauteil und nicht am Lenker, was das Sperren während der Fahrt ausschließt.

Günstige Federgabeln arbeiten ohne Dämpfung. Am Touroll U1 schlägt die Gabel deshalb laut zurück.

Wie viel Reichweite schafft ein E-Mountainbike – und wie groß muss der Akku sein?

Herstellerangaben zur Reichweite taugen in dieser Kategorie fast nie. Als Faustregel rechnen wir vor allem bei den besonders günstigen E-Bikes aus China mit ungefähr der Hälfte des angegebenen Werts. Beim Fafrees KRE27.5 stehen 150 km im Datenblatt, realistisch sind rund 50 km. Beim Eleglide M2 werden aus 125 km etwa 50 bis 60 km, beim Touroll U1 aus 65 km rund 40 km, beim Telefunken Aufsteiger M925 aus 120 km etwa 70 km.

Eine Ausnahme gibt es. Das Sachsenrad R8 Ranger (Testbericht) nennt 25 km im Schnitt und 50 km als Maximum – endlich mal realistische Angaben.

Der Akku reicht in dieser Kategorie von 360 bis 960 Wh. Unter 400 Wh wird es auf Touren knapp, 500 bis 650 Wh sind ein guter Kompromiss aus Reichweite und Gewicht. Cube nutzt in einigen seiner E-MTBs ein modulares System, in dessen Schacht wahlweise 500, 625 oder 750 Wh passen – ein größerer Akku lässt sich also nachrüsten. Der Unterschied ist spürbar: Das Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race kommt mit 625 Wh auf 55 bis 70 km, das Cube Reaction Hybrid Race 750 mit 750 Wh auf 70 bis 85 km. Stollenreifen, Gelände und lange Anstiege drücken beide Werte nach unten.

Engwe E26 3.0 Pro

Engwe E26 3.0 Pro heise bestenlisten

Was fehlt ab Werk? Licht, Schutzbleche, Ständer

Hier liegt die größte Enttäuschung der Kategorie. Ein E-Mountainbike wird als Sportgerät ausgeliefert, nicht als Verkehrsmittel. Bei sieben der zwölf Räder unserer bisherigen Auswahl fehlte ab Werk ein funktionierendes Rücklicht: Beim Touroll U1 ist das Frontlicht nach StVZO zertifiziert, hinten muss man nachrüsten. Am Decathlon E-ST 100 fehlt Licht komplett, beim Sachsenrad R8 Ranger liegt ein Rücklicht bei, hängt aber nicht am Stromkreis.

Bei den Cube-Modellen ist es Programm: Lampen, Reflektoren, Klingel, Schutzbleche, Gepäckträger und Ständer fehlen alle. Der Rahmen ist für die Anbauteile vorbereitet, das Nachrüsten kostet wenig – aber bis dahin bleiben öffentliche Straßen tabu. Wer ein E-MTB als Alltagsrad einsetzen will, rechnet den Satz Anbauteile besser gleich mit ein.

Welche Rahmengröße passt?

Anders als bei City-E-Bikes gibt es beim E-Mountainbike ab einer gewissen Preiskategorie selten eine Einheitsgröße. Cube führt seine Reihen von XS bis XXL. Bei den günstigen Modellen läuft die Anpassung über die Sattelstütze. Das Touroll U1 lässt sich von 93 bis 106 cm Sattelhöhe verstellen, der Lenker sitzt dagegen fest. Ein Blick auf die zulässige Zuladung lohnt ebenfalls: 110 bis 150 kg sind üblich.

Was macht ein E-Mountainbike teuer?

Fünf Bauteile treiben den Preis. Ein Mittelmotor eines Markenherstellers kostet ein Vielfaches eines einfachen Heckmotors. Der Akku schlägt mit jeder Wattstunde zu Buche. Eine Vollfederung mit Luftdämpfer bringt Lager, Umlenkhebel und Wartung mit. Ein Carbonrahmen spart Gewicht, kostet aber mehr. Und hochwertige Komponenten – Zwölffach-Schaltung, Vierkolbenbremsen, absenkbare Sattelstütze, Markenreifen – summieren sich schnell.

Umgekehrt heißt das: Wer auf Vollfederung und Markenantrieb verzichtet, bekommt ein solides E-MTB für einen Bruchteil. Die aktuellen Preise samt Bestpreis-Vergleich stehen weiter oben in der Rangliste.

Wie wird das E-Mountainbike geliefert?

Wer online bestellt, schraubt selbst. Das ist meist unkompliziert, die nötigen Werkzeuge liegen bei. Üblicherweise fehlen Lenker, Vorderrad, Frontlicht, Pedale und Ständer. Vor der ersten Fahrt werden alle Schrauben nachgezogen und die Reifen aufgepumpt. Im Schnitt benötigen wir dafür 30 bis 60 Minuten.

Engwe L20 Boost: Aufbau

Engwe L20 Boost: Aufbau heise bestenlisten

Versicherung

Fahrradfahren hat nachweislich positive Auswirkungen auf die Gesundheit – auch E-Bikes sind viel besser als etwa Autofahren. Doch selbst die vorsichtigsten Fahrer können die Gefahr eines Unfalls nie zu 100 Prozent ausschließen. Wir empfehlen deshalb Zusatzversicherungen, um die möglichen negativen Konsequenzen abzumildern.

Bei vielen Versicherungen lohnt sich das Vergleichen wirklich. Denn wer regelmäßig vergleicht, spart gut und gerne mehrere hundert Euro im Jahr. Wo man am meisten spart, zeigen die Tarifrechner von heise online.

  • E-Bike-Versicherung
  • Lebensversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • Unfallversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung

Fazit

Ein E-Mountainbike bekommt man in jeder Qualitätsstufe. Unten stehen Räder mit Heckmotor, Trittfrequenzsensor und einfacher Schaltung, die für Waldwege und den Weg zur Arbeit völlig genügen und dabei erstaunlich wenig kosten. Oben stehen Markenräder mit Bosch-Mittelmotor, Zwölffach-Schaltung und Vollfederung, die auf dem Trail eine andere Liga fahren.

Zwei Entwicklungen sind erkennbar. Der Drehmomentsensor ist von der Ausnahme zur Regel geworden und hat das Fahrgefühl der günstigen Klasse sichtbar verbessert. Und die Verfügbarkeit kann zum Problem werden: Günstige Modelle verschwinden häufig nach einigen Monaten wieder. Wer ein bestimmtes Rad im Blick hat, wartet besser nicht zu lange.

Was die meisten E-Mountainbikes in dieser Klasse gemeinsam haben: Sie kommen als Sportgerät. Licht, Schutzbleche und Ständer sind häufig nicht mit dabei.

Doch kein E-Mountainbike? Dann helfen diese Bestenlisten:

BESTENLISTE

E-Mountainbike Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race im Test: Carbon-Fully & Bosch CX

Wir testen das E-Mountainbike Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race mit Bosch-CX-Motor stellvertretend für die Modell-Reihe und geben Kaufempfehlungen.

VORTEILE

  • kräftiger und feinfühliger Bosch-Mittelmotor
  • Carbonrahmen mit sauberer Verarbeitung
  • komfortables Fahrwerk mit Dropperpost
  • weit gestufte Zwölffach-Schaltung

NACHTEILE

  • erst nach Nachrüstung straßentauglich
  • wenig Reserven im groben Gelände
  • kein Lockout am Lenker

Wir testen das E-Mountainbike Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race mit Bosch-CX-Motor stellvertretend für die Modell-Reihe und geben Kaufempfehlungen.

Das Stereo Hybrid 140 ist bei Cube das vollgefederte E-MTB für Waldwege und Trails. Die Reihe 2022 verteilt sich auf sieben Ausstattungsstufen: Pro, Race, SL, SLX, TM, Actionteam und SLT. Jede davon gibt es wahlweise mit 625 oder 750 Wh. Unser 22er Race steht auf der zweiten Stufe und bietet einen Bosch-Mittelmotor, den kleineren 625-Wh-Akku, 140 mm Federweg an beiden Enden auf 29 Zoll und eine Zwölffach-Schaltung von Shimano. Der Hauptrahmen besteht aus Carbon, der Hinterbau aus Aluminium – für diese Mischung steht das Kürzel HPC.

An unserem Rad sitzen weder Lampen noch Reflektoren oder eine Klingel. Bis diese Teile nachgerüstet sind, bleiben öffentliche Straßen tabu. Schutzbleche, Gepäckträger und Ständer fehlen ebenfalls.

Neu bekommt man das Modelljahr 2022 nicht mehr. Vom Modelljahr 2023 steht das Race 750 mit größerem Akku noch ab 2800 Euro (Bestpreislink) neu im Handel, den Jahrgang 2024 gibt es ab 3300 Euro (Bestpreislink) – beides allerdings nur in 27,5 Zoll und kleinen Rahmengrößen. Für 29 Zoll gibt es kein Angebot mehr. Die aktuelle Baureihe beginnt beim ONE44 EX 800 mit Alurahmen ab 3400 Euro (Bestpreislink) und beim ONE44 HPC Race 800 mit Carbonrahmen und Motor der fünften Generation ab 3700 Euro (Bestpreislink). Mehr zu den Unterschieden der Modelljahre weiter unten.

Wir sind das Fully im Wald gefahren. Zwei Fragen stehen dabei im Raum: Was taugt die Stereo-Hybrid-Reihe? Und lohnt der Griff zum Gebrauchten überhaupt noch?

Optik & Verarbeitung

Der Hauptrahmen besteht aus Carbon, der Hinterbau aus Aluminium. Unser E-Mountainbike kommt in Petrol mit mintfarbenen Akzenten an Sitzstrebe, Unterrohr und Kettenstrebe, die Serie zusätzlich in Grau-Grün, Grau-Chrom und Sand-Orange. An der Verarbeitung gibt es wenig zu bemängeln: Die Spaltmaße stimmen, der Hinterbau zeigt kaum Lagerspiel und wippt beim Pedalieren nur moderat.

Züge und Leitungen verschwinden ab dem Vorbau im Rahmen, der Steuersatz stammt von Acros. Der Dämpfer sitzt offen im Rahmendreieck, der Umlenkhebel trägt den Aufdruck Efficient Trail Control. Am Oberrohr sitzen Aufnahmen für Zubehör. Der Akku steckt vollständig im Unterrohr hinter einer Abdeckung an der Unterseite. Eine Kunststoffplatte schützt den Motor, ein Schutz mit Cube-Logo die Kettenstrebe.

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625 Bilder

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

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Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

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Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

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Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

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Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

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Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

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Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

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Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

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Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

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Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

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Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

Unser Exemplar hat Rahmengröße XL, laut Rebike für Körpergrößen zwischen 186 und 194 cm. Der Testfahrer misst 186 cm und sitzt sehr gut darauf. Die Rahmen der Reihe fallen trotzdem klein aus: Wer zwischen zwei Größen steht, greift besser zur größeren. Das Programm 2022 beginnt bei XS und endet bei XL, wobei die kleinen Größen auf 27,5 Zoll rollen und ab M auf 29 Zoll.

Auf die Waage bringt das Rad gut 25 kg. Bei 135 kg zulässigem Gesamtgewicht bleiben rund 110 kg Zuladung, für schwere Fahrer mit Gepäck also knapp. Die Geschwindigkeit misst noch ein Speichenmagnet, heute ist ein Sensor an der Bremsscheibe üblich.

Der Sattel Natural Fit Venec ist Serienteil und sitzt weiterhin am Rad. Rebike hat Kette, Reifen, eine Bremsscheibe, Griffe samt Lenkerbändern und das Schaltauge erneuert. Die Pedale sind schlichte Kunststoff-Plattformen von Acid, die beim Kauf eines Neurads nicht beiliegen.

Lenker & Display

Auf dem Vorbau sitzt ein Bosch Kiox BUI330 mit Farbdisplay im Hochformat, gehalten von einem Magneten. Es lässt sich abziehen und dient zugleich als digitaler Schlüssel: Ohne aufgestecktes Display gibt der Motor keine Unterstützung. Zwei Tasten am Gehäuse schalten Licht (insofern eines angeschlossen ist) und Bordcomputer.

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625 heise bestenlisten

Gekoppelt wird der Kiox mit der Bosch-App Ebike Connect, die Routen überträgt und Einstellungen erlaubt. Over-the-air-Updates gibt es allerdings nicht. Das Display zeigt Fingerabdrücke, in der Sonne bleibt es trotzdem lesbar.

Links am Lenker sitzt die Bedieneinheit mit Plus, Minus, zwei Pfeiltasten und einer Auswahltaste. Eine LED-Leiste fehlt, die gewählte Unterstützungsstufe steht nur im Display. Darunter liegt der Hebel für die Dropperpost, rechts sitzt direkt an der Bremse der Schalthebel Shimano Deore. Die Bremsgriffe von Shimano lassen sich per Inbus in der Griffweite verstellen. Eine Fernbedienung für Gabel oder Dämpfer gibt es nicht. Der Lenker Newmen Evolution SL fällt mit 76 cm ausreichend breit aus, davor sitzt ein Vorbau Cube Performance Stem E-MTB mit 31,8 mm Klemmung.

Fahren

Als Antrieb dient ein Bosch Performance Line CX der vierten Generation, hier noch ohne Smart System. Der Mittelmotor kommt auf 250 W Nennleistung und 85 Nm, die Dosierung übernimmt ein Drehmomentsensor. Vier Stufen stehen bereit: Eco, Tour, eMTB und Turbo. Ab 25 km/h stellt der Motor die Unterstützung ein, die Schiebehilfe stoppt bei 6 km/h.

An der Leistung gibt es nichts auszusetzen. Im eMTB-Modus lässt sich die Kraft fein dosieren, bergauf schiebt der Bosch kräftig genug für steile Rampen. Auf ruppigen Trails rasselt das Getriebe leicht, sonst bleibt es ruhig am Rad.

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625 heise bestenlisten

Geschaltet wird per Shimano Deore XT mit zwölf Gängen, dazu kommen ein Schalthebel Deore SL-M6100 und eine Kassette Deore CS-M6100 mit 10 bis 51 Zähnen. Damit bleibt genug Reserve für lange Anstiege. Die Kurbel Acid E-Crank misst 165 mm und trägt 34 Zähne.

Gebremst wird auf 203-mm-Scheiben vorn wie hinten, die Bremsen reagieren im Test gut dosierbar und kräftig. Vorn federt eine Rockshox 35 Silver TK mit 140 mm Federweg und Luftkammer, den Lockout erreicht man nur am Gabelkopf. Hinten arbeitet ein Rockshox Deluxe Select+ Debonair im Maß 185 × 55 mm. Auch sein Hebel für den Lockout sitzt am Rahmen statt am Lenker.

Das Fahrwerk gibt seinen Federweg früh frei, was Komfort bringt, aber im groben Gelände Reserven kostet. Auf Waldwegen und leichten Trails passt die Abstimmung dafür ausgezeichnet. Das E-MTB fährt sich komfortabel und einsteigerfreundlich, die Sitzposition bleibt angenehm aufrecht. Gegen das Hardtail Cube Reaction Hybrid Race 750 fährt sich das Fully auf dem Trail gänzlich anders: Es schluckt Wurzeln weg, hält deutlich besser Bodenkontakt und federt spürbar weicher.

Cube montiert eigene Laufräder EX30 mit 32 Speichen, die tubeless ready sind. Die Shimano-Naben nutzen Centerlock, hinten im Boost-Standard mit 148 mm. Darauf sitzen Schwalbe Nobby Nic mit 2,6 Zoll Breite und brauner Flanke. Die Sattelstütze lässt sich je nach Rahmengröße um 100 bis 150 mm absenken, was im Cockpit den größten Unterschied zum Hardtail ausmacht.

Akku

Den Strom liefert ein Bosch Powertube mit 625 Wh im Unterrohr. Cube nutzt hier sein Modular Battery System, in dessen Schacht wahlweise 500, 625 oder 750 Wh passen – ein größerer Akku lässt sich also nachrüsten. Zum Herausnehmen löst man erst die Abdeckung, öffnet dann das Schloss und entriegelt zuletzt den Akku. Laden lässt er sich auch im Rahmen.

Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race 625

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Mit den groben Stollenreifen halten wir für das E-Mountainbike 55 bis 70 km für realistisch, bei gut 25 kg Rad und Vollfederung eher das untere Ende. Wer im Gelände unterwegs ist oder lange Anstiege fährt, kommt spürbar kürzer. Das Reaction Hybrid Race 750 kommt mit seinem 750-Wh-Akku auf 70 bis 85 km.

Aktuelle Baureihe

Das Stereo Hybrid 140 heißt seit dem Modelljahr 2026 Stereo Hybrid ONE44. Die Reihe teilt sich in ONE44 HPA aus Aluminium und ONE44 HPC aus Carbon. Vorn federt die Carbon-Variante 150 mm, die Alu-Variante bleibt bei 140 mm. Der Hinterbau federt in beiden Fällen weiterhin 140 mm.

Aus dem Race ist das ONE44 HPC Race 800 geworden. Die 800 steht für den auf 800 Wh gewachsenen Akku. Wichtiger ist der Antrieb: Dort arbeitet nun ein Bosch Performance Line CX der fünften Generation mit 100 Nm. Vorn federt eine Fox 36 AWL Sport, hinten ein Fox Float Rhythm. Gebremst wird per Shimano MT420 mit vier Kolben wieder auf 203 mm, geschaltet weiterhin mechanisch mit einer Mischung aus Deore und XT. Das Gewicht sinkt auf 24,2 kg. Die Reihe 2026 reicht vom Race bis zum SLT, daneben stehen das ONE22 mit 120 mm und das ONE77 mit 170 mm Federweg.

Anders als beim Reaction Hybrid Race 750 hat Cube hier auch den Rahmen erneuert. Wer heute ein älteres Modell kauft, verzichtet also auf eine Motorgeneration, 175 Wh, mehr Federweg vorn und ein Kilogramm weniger Gewicht.

Preis

Bei Rebike kostet das Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race ab rund 2900 Euro, dazu kommen 69 Euro Versand. Im Handel findet man keine Modelle aus 2022 mehr. Aus dem Jahr 2023 gibt es das Race 750 mit größerem Akku ab 2800 Euro (Bestpreislink), den Jahrgang 2024 gibt es ab 3300 Euro (Bestpreislink) – beides allerdings nur in 27,5 Zoll und kleinen Rahmengrößen.

Die aktuelle Baureihe beginnt beim ONE44 EX 800 mit Alurahmen ab 3400 Euro (Bestpreislink) und beim ONE44 HPC Race 800 mit Carbonrahmen ab 3700 Euro (Bestpreislink).

Fazit

Das Cube Stereo Hybrid 140 HPC Race ist ein sauber gebautes E-Mountainbike mit Carbonrahmen. Der Bosch-Mittelmotor packt mit 85 Nm jede Steigung, ohne die Dosierung zu verlieren. Die Zwölffach-XT arbeitet präzise, das Fahrwerk nimmt dem Untergrund die Spitzen, wo ein Hardtail durchreicht. Die Dropperpost gehört bereits dazu.

Grenzen zeigt das Rad im groben Gelände, wo der früh freigegebene Federweg wenig Reserven lässt. Den Lockout erreicht man weder an der Gabel noch am Dämpfer vom Lenker aus. Für die Straße fehlen Lampen, Reflektoren und Klingel, das Nachrüsten kostet allerdings wenig.

Den Ausschlag gibt am Ende der Preis. Ab rund 2900 Euro plus Versand kostet das E-Bike refurbished bei Rebike. Das liegt über den 2800 Euro (Bestpreislink), für die es das Modelljahr 2023 (27,5-Zoll-Variante) mit mehr Akku noch neu gibt. Bis zum aktuellen ONE44 HPC Race 800 für 3700 Euro (Bestpreislink) mit jüngerem Motor ist es ebenfalls nicht weit. Wer die Baureihe sucht, greift deshalb besser zum Neurad. Wer den Mittelmotor günstiger haben will und auf die Federung hinten verzichten kann, nimmt das Reaction Hybrid Race 750.

E-Mountainbike Cube Reaction Hybrid Race 750 im Test: Bosch CX, 750 Wh, 2550 €

Das E-MTB Cube Reaction Hybrid Race 750 bietet 85 Nm, 750 Wh und kostet neu ab 2550 Euro. Wir testen es exemplarisch für die Reaction-Hybrid-Reihe.

VORTEILE

  • kräftiger und feinfühliger Bosch-Mittelmotor
  • großer Akku
  • Zwölffach-XT mit großer Bandbreite
  • agiles und laufruhiges Fahrverhalten

NACHTEILE

  • ohne Licht und Klingel
  • Lockout nur am Gabelkopf
  • Akkuentnahme fummelig

Das E-MTB Cube Reaction Hybrid Race 750 bietet 85 Nm, 750 Wh und kostet neu ab 2550 Euro. Wir testen es exemplarisch für die Reaction-Hybrid-Reihe.

Das Reaction Hybrid ist bei Cube das E-MTB-Hardtail für Wald und Schotter. Die Reihe 2023 staffelt sich in fünf Stufen: Performance, Pro, Race, SLX und SLT. Unser Race bietet einen Bosch-Mittelmotor, einen 750-Wh-Akku, eine Luftfedergabel und eine Zwölffach-Schaltung von Shimano. Den Rahmen hat Cube zum Modelljahr 2022 überarbeitet und die Züge dabei ab dem Vorbau in den Rahmen verlegt.

Ausgeliefert wird das Rad als reines Gelände-Set-up. Schutzbleche, Gepäckträger, Ständer, Licht, Reflektoren und Klingel fehlen – auf öffentliche Straßen darf es erst nach dem Nachrüsten der relevanten Teile.

Das Modelljahr 2023 steht als Restbestand noch ab 2550 Euro zum Verkauf. Das aktuelle Modell Cube Reaction Hybrid One 800 mit Bosch CX Motor Gen 5 ist neu ab 2600 Euro zu haben. Mehr zu den Unterschieden weiter unten.

Wir haben das E-MTB einen Nachmittag durch den Wald bewegt. Zwei Fragen stehen dabei im Raum: Was taugt die Reaction-Hybrid-Reihe? Und rechnet sich der Gebrauchtkauf hier noch?

Optik & Verarbeitung

Der Rahmen besteht aus Aluminium Superlite im Gravity-Casting-Verfahren, hinten im Boost-Standard mit 148 mm. Cube nennt die Geometrie Agile Ride, das Steuerrohr misst 1,5 Zoll. Unser E-MTB kommt in Blau, die Serie zusätzlich in Olivgrün und Grau.

Die Verarbeitung überzeugt. Züge und Leitungen verschwinden ab dem Vorbau im Rahmen, was das Cockpit aufgeräumt hält, die Schweißnähte an Steuerrohr und Oberrohr sind sauber verschliffen. Mit der kräftigen blauen Lackierung wirkt das Rad sportlich. Der Akku sitzt vollständig im Unterrohr hinter einer großen Abdeckung.

Cube Reaction Hybrid Race 2023 Bilder

Cube Reaction Hybrid Race 2023

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Cube Reaction Hybrid Race 2023

Unser Rad trägt Rahmengröße XL für 178 bis 187 cm Körpergröße. Unser Testfahrer misst 186 cm und fühlt sich wohl, dennoch fällt der Rahmen klein aus – im Zweifel sollten Käufer zur nächstgrößere Nummer greifen. Die Serie 2023 reicht von S bis XXL, wobei S auf 27,5 Zoll rollt und ab M auf 29 Zoll.

Das Eigengewicht liegt bei gut 24 kg, die Zuladung bei rund 125 kg. Zubehör gibt es wenig: Ohne Lampen, Reflektoren und Klingel fehlt dem Rad die Freigabe für den öffentlichen Verkehr, ohne Schutzbleche, Gepäckträger und Ständer die Alltagstauglichkeit. Der Rahmen ist für alle drei Anbauteile vorbereitet, teuer wird das Nachrüsten also nicht. Rebike montiert an unserem Testrad einen Sattel von Selle Royal, Griffe mit Cube-Logo und Kunststoff-Pedale. Wer neu kauft, bekommt einen Natural Fit Sequence, Acid-React-Pro-Griffe und gar keine Pedale.

Lenker & Display

Auf dem Vorbau sitzt ein Bosch Kiox 300 mit Farbdisplay im Hochformat. Es zeigt Unterstützungsstufe, Restreichweite und Fahrdaten und lässt sich über die App Bosch Ebike Flow konfigurieren, Updates kommen "over the air" aufs Rad.

Bedient wird über die Bosch LED Remote links am Lenker, deren fünf LEDs die Unterstützungsstufe zeigen. Dazu kommen Pfeiltasten sowie Tasten für Plus und Minus, Licht und Schiebehilfe. Einen System Controller im Oberrohr gibt es nicht. Die Lichttaste bleibt ohne Funktion, solange keine Lampen am Rad hängen.

Cube Reaction Hybrid Race 2023

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Der Lenker Cube Rise Trail Bar Pro fällt mit 74 cm angenehm breit aus, davor sitzt der Vorbau Cube Performance Stem E-MTB. Die Sitzposition trifft eine gute Mischung: aufrecht genug für lange Touren, gestreckt genug für den sportlichen Anspruch.

Fahren

Den Antrieb stellt ein Bosch Performance Line CX der vierten Generation. Der Mittelmotor leistet 250 W und stemmt 85 Nm. Wie viel davon ankommt, entscheidet ein Drehmomentsensor. Bei 25 km/h regelt er ab, die Schiebehilfe läuft bis 6 km/h.

Die Abstimmung gerät so natürlich und dynamisch, wie man es von Bosch kennt: Das E-MTB legt ohne Verzögerung los. Dazu surrt der Motor hörbar, wie es für die Baureihe typisch ist. Das Getriebe rasselt zeitweise leicht, ansonsten klappert am Rad nichts.

Cube Reaction Hybrid Race 2023

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Geschaltet wird per Shimano XT RD-M8100-SGS mit zwölf Gängen, dazu kommen ein Schalthebel Deore SL-M6100-IR und eine Kassette Deore CS-M6100. Die Bandbreite reicht weit hinunter, steile Anstiege sind damit fahrbar. Zwischen den Pedalen dreht sich eine Acid E-Crank mit 175 mm Kurbellänge und 38 Zähnen.

Die Vierkolbenbremsen Shimano BR-MT420 packen auf 203-mm-Scheiben vorn wie hinten zu. Das ist solide Mittelklasse, für dieses Gewicht ausreichend. Vorn federt eine Rockshox Judy Silver TK Air mit 120 mm Federweg und Luftkammer. Sie muss aufs Fahrergewicht eingestellt werden, bei unserem Testrad war sie zu weich. Den Lockout erreicht man nur am Gabelkopf, nicht vom Lenker aus.

Die Räder Cube EX30 mit 32 Speichen sind tubeless ready und laufen auf Shimano-Naben MT400 vorn und MT410 hinten im Boost-Standard mit Centerlock. Darauf sitzen Schwalbe Smart Sam Active mit 2,6 Zoll Breite, deren grobe Stollen sich für Wald und Schotter anbieten.

Auf dem Trail zahlt sich die Geometrie aus. Das E-MTB fährt agil und wendig, bleibt aber laufruhig. Waldwege und leichte Trails nimmt es locker, für den Bikepark ist der Federweg zu knapp.

Cube Reaction Hybrid Race 2023

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Akku

Im Unterrohr steckt ein Bosch Powertube mit 750 Wh, geladen wird mit einem Bosch-Ladegerät mit 4 A. Die Buchse sitzt am Unterrohr, sodass der Akku zum Laden im Rahmen bleiben kann. Beim Herausnehmen wird es dagegen fummelig: Das Abnehmen der großen Abdeckung an der Unterseite will gelernt sein.

Mit den groben Stollenreifen halten wir 70 bis 85 km für realistisch. Zuladung, Streckenprofil, Wind und die gewählte Stufe verschieben den Wert in beide Richtungen. Im Gelände und am langen Anstieg bleibt von der maximalen Reichweite deutlich weniger übrig. Einen Range Extender sieht Cube für das Modelljahr 2023 noch nicht vor, den Powermore 250 gibt es erst ab 2024.

Aktuelle Baureihe

Das Reaction Hybrid steht weiter im Programm, das Race heißt dort heute Race 800. Die 800 steht für den auf 800 Wh gewachsenen Akku. Wichtiger ist der Antrieb: Dort arbeitet ein Bosch Performance Line CX der fünften Generation mit 100 Nm, per Firmware auf 120 Nm anhebbar.

Auch sonst hat Cube umgebaut. Vorn federt eine Rockshox Recon Silver RL Air mit weiterhin 120 mm, geschaltet wird per SRAM Eagle 90 Transmission statt per Shimano, gebremst per Magura Louise mit vier Kolben auf weiterhin 203 mm. Beim Display geht es rückwärts: Das aktuelle Race trägt ein Bosch Purion 200 statt des Kiox 300. Das Gewicht steigt auf knapp 25 kg. Alltagsausstattung mit Licht, Schutzblechen, Träger und Ständer liefert die FE-Variante. Bosch-eBike-ABS bleibt dem Topmodell SLT vorbehalten, mit dem die Reihe 2026 vom Performance 600 aufwärts endet.

Einen neuen Rahmen gibt es gegenüber 2023 nicht. Wer heute das 2023er-Modell kauft, verpasst also vor allem eine Motorgeneration und 50 Wh – beim Display gewinnt er sogar.

Preis

Bei Rebike beginnt das Cube Reaction Hybrid Race 750 bei 2300 Euro, dazu kommen 69 Euro Versand. Das Modelljahr 2023 steht als Restbestand noch ab 2550 Euro neu im Preisvergleich. Aktuelle Modelle der One-Reihe kosten ab 2600 Euro.

Fazit

Das Cube Reaction Hybrid Race 750 ist ein sauber gebautes E-MTB-Hardtail. Der Bosch-Mittelmotor zieht mit 85 Nm über jede Steigung und dosiert feinfühlig, die Zwölffach-XT schaltet präzise, das Rad fährt agil und trotzdem laufruhig.

Den Lockout der Federgabel erreicht man jedoch nur am Gabelkopf, das Getriebe rasselt zeitweise und die Akkuentnahme ist mitunter fummelig. Ohne Licht, Reflektoren und Klingel darf das Rad nicht auf öffentliche Straßen – nachrüsten lässt sich das für wenig Geld.

Bleibt die Preisfrage. Sie fällt hier anders aus als bei unseren bisherigen Rebike-Rädern: 2300 Euro plus Versand liegen dicht am Neupreis von 2550 Euro für dasselbe Modelljahr. Das aktuelle Race 800 kostet ab 2600 Euro neu kaum mehr. Wo Charger 4 GT und Kalkhoff Endeavour gegenüber dem Neurad rund die Hälfte sparen, bleibt hier ein schmaler Rest. Wer die Baureihe sucht, fährt mit einem Neukauf häufig besser und bekommt die jüngere Motorgeneration dazu.

E-MTB Touroll U1 im Test

Das Touroll U1 ist ein sehr preiswertes E-Bike mit einer deutschen Straßenzulassung. Für gerade einmal 599 Euro bekommt man ein gut ausgestattetes E-MTB mit starkem Motor und großem Akku. Wir haben das Touroll U1 getestet.

VORTEILE

  • günstiger Preis, mit Straßenzulassung
  • starker, leiser Motor; großer Akku
  • 21-Gang-Shimano-Schaltung

NACHTEILE

  • kein vollwertiges Display
  • kein Rücklicht ab Werk
  • schwache mechanische Bremsen

Das Touroll U1 ist ein sehr preiswertes E-Bike mit einer deutschen Straßenzulassung. Für gerade einmal 599 Euro bekommt man ein gut ausgestattetes E-MTB mit starkem Motor und großem Akku. Wir haben das Touroll U1 getestet.

Das Touroll U1 ist ein 29-Zoll-E-Mountainbike zum Kampfpreis von nur 599 Euro bei Geekbuying. Für das fast baugleiche Modell mit 26-Zoll-Rädern will der Online-Händler 549 Euro. Damit ist es eines der günstigsten E-MTBs auf dem Markt, das auch legal in Deutschland fahren darf.

In unserem Test muss das Touroll U1 beweisen, ob es trotz des niedrigen Preises ein gutes Gesamtpaket abliefert. Kann es mit den guten und kaum teureren Eleglide M1 Plus und Eleglide M2 mithalten oder muss man bei der Qualität Abstriche machen?

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau des Touroll U1 geht vergleichsweise schnell und einfach von der Hand. Alle nötigen Werkzeuge liegen bei. Man muss lediglich die Pedale anschrauben, den Lenker befestigen, das Frontlicht montieren und die Reifen aufpumpen. Da keine Schutzbleche vorhanden sind, spart man sich hier etwas Zeit. Wer vor hat, häufig im Regen zu fahren, sollte sich jedoch welche nachrüsten.

Optisch ist das Touroll U1 dezent und wenig auffällig. Es ist bis auf wenige weiße Akzente wie Herstellerschriftzüge und Ziernähte am Sattel komplett in Schwarz gehalten. Andere Farboptionen gibt es beim Kauf nicht. Mit einer Größe von 187 cm x 69 cm x 111 cm und den großen 29-Zoll-Reifen wirkt das E-Bike sehr erwachsen. Hier hat man nicht das Gefühl, auf einem Kinderfahrrad zu sitzen, wie es bei manch anderen sehr günstigen E-Bikes mit kleineren Reifen häufig der Fall ist.

Negativ fällt das Kabelmanagement am Lenker auf. Hier zeigen sich einige Kabel etwas wirr und unaufgeräumt. Im direkten Vergleich mit dem Eleglide M1 Plus und M2 wirkt das Touroll U1 optisch etwas schlichter und weniger auffällig.

Die Verarbeitung entspricht wie erwartet dem günstigen Preis. Es kommen überwiegend günstigere Komponenten zum Einsatz. Die Pedale bestehen aus Kunststoff und die Frontfederung hat keine Dämpfung, schlägt also recht laut zurück. Mit 23,5 kg ist das U1 kein Leichtgewicht. Die Wasserdichtigkeit wird mit IPX4 angegeben, was Schutz gegen allseitiges Spritzwasser bedeutet.

Die Schweißnähte am Rahmen sind nicht nachbearbeitet oder poliert. Ansonsten gibt es auf den ersten Blick jedoch wenig zu beanstanden.

Lenker & Display

Der Lenker des Touroll U1 ist mit 69 cm recht breit. Die Lenkgriffe sind ergonomisch geformt und verursachen auch bei längerer Fahrt keine Schmerzen. Erfreulich: Es gibt keinen Gasgriff, der in Deutschland illegal wäre. Beim Eleglide M1 Plus und M2 wird dieser optional mitgeliefert.

Statt eines richtigen Displays verfügt das U1 über eine einfache LED-Anzeige mit roten Leuchten. Hier werden die wichtigsten Informationen wie Unterstützungsstufe, Akkustand und der Status des Lichts angezeigt. Über die Tasten lässt sich das E-Bike ein- und ausschalten, die Unterstützung regulieren und der Gehmodus aktivieren. Eine Anzeige der Geschwindigkeit fehlt jedoch. Wir haben per GPS-App nachgemessen: Die erlaubten 25 km/h werden nicht überschritten. Das Frontlicht ist StVZO-zertifiziert. Ein Rücklicht fehlt und muss nachgerüstet werden.

Touroll U1 Bilder

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Fahren

Die Sattelhöhe lässt sich beim Touroll U1 von 93 bis 106 cm verstellen. Der Lenker sitzt verhältnismäßig tief und lässt sich nicht in der Höhe anpassen. Insgesamt hat das U1 eher eine sportliche Geometrie. Dank der großen 29-Zoll-Reifen mit einer Breite von 2,25 Zoll der Marke CST ist es auch für größere Fahrer geeignet.

Der 250-Watt-Heckmotor bietet ein Drehmoment von 45 Nm und arbeitet sehr leise. Er zieht erst sanft und dann zunehmend kräftig an. Einen Drehmomentsensor, wie hochwertigere E-Bikes ihn bieten, hat das U1 nicht. Der Motor springt erst nach fast einer ganzen Pedalumdrehung an und läuft auch etwas nach. Per Bremse lässt er sich sofort ausschalten. Insgesamt fühlt sich die Motorunterstützung trotzdem recht natürlich an und sorgt für ein angenehmes Fahrgefühl.

Die 21-Gang-Kettenschaltung von Shimano mit 3 Kettenblättern vorne und 7 Ritzeln hinten erinnert an die Schaltung des M1 Plus und des M2. Sie schaltet präzise und bietet genug Übersetzung, um auch steile Anstiege zu bewältigen.

Die mechanischen Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad könnten etwas bissiger sein und müssen nachgestellt werden. Hier wären hydraulische Scheibenbremsen wie am Eleglide M2 von Vorteil gewesen.

Abgesehen davon, fährt sich das Touroll U1 dank der großen Reifen insgesamt sehr angenehm und komfortabel. Es bietet ein sicheres und stabiles Fahrgefühl.

Akku

Im Touroll U1 kommt ein Akku mit einer Kapazität von 468 Wh bei einer Spannung von 36 Volt zum Einsatz. Die Ladezeit beträgt laut Hersteller zwischen 4 und 6 Stunden. Als maximale Reichweite werden sehr optimistische 65 km angegeben.

In der Praxis sind jedoch eher um die 40 km realistisch. Das hängt stark von Faktoren wie der Unterstützungsstufe, dem Gewicht des Fahrers, der Topographie der Strecke und dem Untergrund ab. Wer viel im höchsten Modus fährt, häufig beschleunigt und bremst oder durchs Gelände pflügt, wird die 65 km nie erreichen. Für tägliche Wege sollten die 40 km aber für die meisten ausreichen. Der Akku lässt sich entnehmen und in der Wohnung laden.

Preis

Das Touroll U1 kostet bei Geekbuying 599 Euro. Für das fast baugleiche Modell mit 26-Zoll-Rädern zahlt man 549 Euro.

Fazit

Das Touroll U1 ist ein sehr günstiges E-Mountainbike, das viel Ausstattung und eine ordentliche Qualität zum kleinen Preis bietet. Besonders positiv hervorzuheben sind die offizielle Straßenzulassung, der starke Motor, der große Akku, die präzise Shimano 21-Gang-Schaltung und die guten Fahreigenschaften.

Dafür muss man natürlich auch Abstriche machen. Die Verarbeitung der günstigen Komponenten ist teilweise nicht auf dem Niveau teurerer E-Bikes. Es fehlt ein vollwertiges Display, ein Rücklicht muss nachgerüstet werden und die mechanischen Scheibenbremsen könnten besser sein. Für den Preis von 649 Euro ist die Ausstattung aber überragend.

Wer ein günstiges Einsteiger-E-Mountainbike mit Straßenzulassung sucht und auf High-End-Komponenten verzichten kann, liegt mit dem Touroll U1 goldrichtig.

E-MTB Telefunken Aufsteiger M925 im Test

Das Telefunken Aufsteiger M925 ist ein E-Bike mit einem starken 80-Nm-Mittelmotor für knapp 1100 Euro. Das kann ja nichts sein, oder? Wir verraten im Test, was das E-Mountainbike taugt.

VORTEILE

  • starker Mittelmotor
  • gute hydraulische Scheibenbremsen
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • schickes Design

NACHTEILE

  • Schweißnähte bisweilen optisch unschön

Das Telefunken Aufsteiger M925 ist ein E-Bike mit einem starken 80-Nm-Mittelmotor für knapp 1100 Euro. Das kann ja nichts sein, oder? Wir verraten im Test, was das E-Mountainbike taugt.

Wenn ein E-Mountainbike mit Mittelmotor zu einem Preis von kaum mehr als 1000 Euro angeboten wird, sind die Erwartungen nicht unbedingt groß. Erstaunlicherweise zeigt sich im Test des Telefunken Aufsteiger M925 schnell, dass auch so ein günstiges E-Bike durchaus seine Reize hat. Das Rad ist ein Hardtail-E-Mountainbike mit einem leistungsstarken 250-Watt-Mittelmotor und einer 8-Gang-Kettenschaltung. Aktuell wird das Telefunken Aufsteiger M925 in zwei Farbmodellen angeboten: In Graphit/Grau und in Blau. Zudem ist das Bike in 27,5 Zoll und 29 Zoll verfügbar. Das klingt alles klasse, doch was ist mit den anderen Komponenten wie Bremsen, Sattel und Federgabel?

So viel sei vorweggenommen: Im Test gefallen uns neben dem starken 250-W-Mittelmotor mit 80 Nm besonders die hydraulischen Scheibenbremsen. Hinzu kommt die Bereifung vom Markenhersteller. Dass das alles zu einem Preis von nur 1099 Euro (zum Testzeitpunkt) zu haben ist, ist kaum zu glauben – irgendwo muss doch ein Haken sein?

Im Test muss das Telefunken Aufsteiger M925 beweisen, ob es trotz des günstigen Preises wirklich zu den „Aufsteigern“ gehört.

Wie schwierig ist der Aufbau des Telefunken Aufsteiger M925?

Der Aufbau des Telefunken Aufsteiger M925 ist einfach, da das Fahrrad bei Lieferung bereits zum Großteil montiert ist. Also einfach das Bike aus dem Karton nehmen, Lenker gerade stellen und die Pedalen anbauen. Wir empfehlen trotz der vollständigen Montage die Schrauben vor der ersten Fahrt noch mal nachzuziehen. Im Lieferumfang sind hierfür keine Werkzeuge enthalten. Für diejenigen, die kein Werkzeug zu Hause haben, empfehlen wir ein spezialisiertes Fahrrad-Multitool und einen Blick in unseren Ratgeber Das beste E-Bike-Zubehör: Smartes Schloss, Dashcam, Multitool, Licht & Co.

Wie sind Design & Verarbeitung des Telefunken Aufsteiger M925?

Optisch sieht das Telefunken Aufsteiger M925 durch den sportlich-modernen Trapezrahmen und der mattblauen Lackierung hochwertig aus. Ein kleiner, dezenter Schriftzug des Herstellers ziert den eher filigranen Rahmen. Durch das clevere Design wird der Akku Bestandteil des Rahmens, was das Bike zusätzlich eleganter aussehen lässt.

Alle Bilder zum E-Bike Telefunken Aufsteiger M925 im Test

Telefunken Aufsteiger M925

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Telefunken Aufsteiger M925

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Das Fahrrad hat in der Ausführung von 27,5 Zoll eine Gesamtgröße von 179 cm x 68 cm x 109 cm (L x B x H) und ein Gewicht von 24 kg. Positiv fällt uns das Kabelmanagement am Lenker auf. Hier sind die Kabel durch Spiralschläuche miteinander verbunden, was den Lenker cleaner aussehen lässt. Die Schweißnähte sind leider nicht alle sauber verarbeitet. Sie erfüllen ihren Zweck, sind aber nicht immer schön anzusehen. Viele Komponenten, etwa Bremsen und Schaltung, sind von Hersteller Shimano, liegen aber im unteren Preissektor. Die Pedalen bestehen aus Metall und wirken stabil. Zudem haben sie die für den deutschen Straßenverkehr benötigten gelben Reflektoren.

Wie ist der Aufbau von Lenker & Display beim Telefunken Aufsteiger M925?

Aufgeräumter Lenker

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Der Lenker ist 68 cm breit, das entspricht der Standardgröße bei Mountainbikes. Durch die gute ergonomische Form hat man eine bequeme Sitzhaltung beim Fahren. Der Lenker hat eine angenehme Höhe und lässt sich durch das Umsetzen der Spacer (Abstandsringe zur Einstellung der Lenkerhöhe) noch ein wenig in der Höhe verstellen. Die Griffe sind Standard, fühlen sich aber angenehm an. Es gibt keinen Gasgriff – der wäre in Deutschland auch nicht erlaubt. Wer Wert auf eine Klingel legt, muss sie dazu kaufen. Wir haben uns für dieses kleine und unauffällige Modell entschieden, um das Bike straßentauglich zu bekommen.

Das monochrome LC-Display stellt die wichtigsten Punkte gut und übersichtlich dar. In der Hauptanzeige sieht man Geschwindigkeit, gefahrenen Kilometer und Unterstützungsstufe. Für weitere Infos müssen Fahrer die Menütaste wiederholt drücken. Hier zeigen sich dann Tageskilometerzähler, Gesamtkilometerzähler, Fahrdauer, maximale Geschwindigkeit und Durchschnittsgeschwindigkeit. Am Display ist auch das Bedienelement zum Ein- und Ausschalten des E-Bikes integriert. Außerdem reguliert man dort die Unterstützungsstufe über die Tasten „+“ und „-“.

Durch längeres Halten der Plustaste öffnet sich ein Zusatzmenü. Hier wird ein Hersteller Code benötigt. Dieser ist recht schnell im Internet zu finden. Damit ist es in diesem Menü möglich, Display-Helligkeit, Sprache sowie Einheiten einzustellen. Allerdings lässt sich hier auch die maximale Geschwindigkeit auf 99 Km/h ändern, dabei bedarf es aber noch eines zusätzlichen Sensors (MBIQ-S Ebike Tuning für Ananda Mittelmotoren für schlappe 135 Euro), der eingebaut werden muss. Eine deutlich höhere Geschwindigkeit als 25km/h plus Toleranz ist für E-Bikes in Deutschland allerdings illegal. Die Freischaltung bleibt einfach, ist aber unserer Meinung nach insgesamt umständlich genug, damit das Bike ohne die Anhebung legal bleibt.

Wie sind Sattel, Motor, Federung, Bereifung und Bremsen des Telefunken Aufsteiger M925?

Starker Mittelmotor mit 80 Nm

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Die Sattelhöhe lässt sich zwischen 61 cm und 82 cm beliebig anpassen, sodass es sich auch große Menschen auf dem Bike bequem machen können. Gemessen wurde von der Mitte des Tretlagers bis zur Sitzpolsteroberfläche. Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet mit seinem modernen sportlichen Trapezrahmen komfortablen Fahrspaß. Der Sattel hat beim Komfort allerdings noch Luft nach oben. Sättel sollten aber ohnehin individuell auf den Fahrer abgestimmt sein. Unterschiedlichste Exemplare von sportlich bis bequem gibt es hier.

Der Ananda-Mittelmotor hat eine Dauerleistung von 250 Watt und ein Drehmoment von 80 Nm. Hierbei ist er verhältnismäßig leise. Durch die starken 80 Nm beschleunigt das E-Bike kräftig – egal, ob beim Anfahren oder Durchbeschleunigen. Über das Bedienelement am Lenker kann der Fahrer zwischen fünf Unterstützungsstufen wählen. Mit ein wenig Übung bei der Einstellung der Unterstützungsstufen bekommt man ein angenehmes Fahrgefühl. Es ist möglich, auf höchster Stufe die Geschwindigkeit konstant zu halten. Sollte aber die Geschwindigkeit rasch abnehmen und dann wieder aufgenommen werden, sorgt der Motor mit seinen 80 Nm schnell für das erneute Erreichen der Höchstgeschwindigkeit. Wenn die 25 km/h erreicht sind, schaltet der Motor ab und es wird mit Muskelkraft weiter getreten. Beim Messen der Geschwindigkeit während des Fahrens per GPS wurden die 25 km/h nicht nennenswert überschritten. Insgesamt hinterlässt der Motor einen sehr guten Eindruck.

Die Federgabel hat laut Hersteller einen Federweg von 100 mm. Sie kann mit wenigen Handgriffen noch geringfügig an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Hierfür einfach den Hebel an der Federgabel nutzen und somit die Zugstufe einstellen. Insgesamt ist die Federgabel für den normalen Gebrauch (in der Stadt oder in moderatem Gelände) gut geeignet. Zum Springen oder zum Fahren in stark unebenem Gelände, etwa in Bikeparks, ist das Rad mit der gelieferten Federgabel jedoch nicht geeignet. Federweg und -kraft sind dafür dann doch etwas unterdimensioniert.

Bemerkenswert ist die Bereifung vom Hersteller Schwalbe. Bei unserem Testrad ist das Modell „Smart Sam“ in 27,5 zoll x 2,25 Zoll eingebaut. Während unserer Fahrten hat uns besonders das leise Geräusch beim Rollen auf der Straße gefallen. Aber auch im Gelände sind die Lauf- und Grippeigenschaften gut. Es gibt wenig Rollwiderstand und zugleich guten Halt. Das Profil ist griffig und durch die eng liegenden Noppen, die fast einen Mittelsteg ergeben, sehr ruhig.

Die hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano an Vorder- und Hinterrad sind nicht extrem hochwertig, das haben wir bei dem Preis des Bikes aber auch nicht erwartet. Dennoch arbeiten die Bremsen insgesamt gut dosierbar und bringen das Fahrrad nach etwas Einbremsen auch bei hoher Geschwindigkeit schnell und sicher zum Stehen.

Wie stark ist der Akku des Aufsteiger M925?

Akku im Rahmen, herausnehmbar

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Der Akku vom Telefunken Aufsteiger M925 stammt von Greenway und liefert 504 Wh bei 36 V und 14 Ah. Die Ladezeit betrug in unserem Test durchschnittlich 5,25 h. Als Reichweite gibt der Hersteller 120 km an. Im Test kamen wir, wie im Vorfeld bereits erwartet, jedoch nur auf 70 km gefahrene Strecke laut GPS – bei maximaler Unterstützungsstufe und häufig 25 Km/h in relativ ebenem Gelände mit wenig Steigung. Das ist dennoch ein guter Wert für so ein günstiges E-Bike. Für tägliche Fahrten zur Arbeit oder auch für kleinere Touren ist der Akku durchaus ausreichend. Die Entnahme des Akkus aus dem Bike ist mithilfe des beiliegenden Schlüssels einfach, sodass der Akku nicht nur im Rad, sondern auch bequem in der Wohnung geladen werden kann.

Preis: Was kostet das E-Mountainbike?

Das Telefunken Aufsteiger M925 kostet bei Amazon 1383 Euro.

Fazit

Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet insgesamt eine solide Ausstattung und eine (abgesehen von den optisch bisweilen unschönen Schweißnähten) gute Verarbeitung für einen richtig günstigen Preis. Neben dem optisch ansprechenden Trapezrahmen gefällt uns besonders der Mittelmotor, der das Fahrgefühl durch seine gute und kraftvolle Unterstützung sehr angenehm macht. Die hydraulischen Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad reagieren fein und bringen das Fahrrad schnell zum Stehen. Zudem sind die hochwertigen Reifen von Schwalbe ein weiterer Pluspunkt. Sie sind hilfreich sowohl in Natur (Feld- und Waldwege) als auch in der Stadt.

Die angegebenen "bis zu" 120 km Reichweite hat das Bike mit rund 70 km bei maximaler Unterstützungsstufe zwar wie fast immer deutlich unterschritten, dennoch ist die tatsächliche Reichweite aber in Ordnung. Dies lässt sich vor allem mit Blick auf den wirklich günstigen Preis verkraften. Wer ein preiswertes, sportlich-elegantes E-MTB für den Alltag sucht, erhält mit dem M925 einen wirklichen Aufsteiger, denn das Rad von Telefunken bietet ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.

Faltbares Meisterstück: E-Bike Engwe L20 3.0 Pro mit 100-Nm-Mittelmotor im Test

Das klappbare E-Bike Engwe L20 3.0 Pro bietet eine Voll-Federung, einen 100 Nm starken Mittelmotor mit Drehmomentsensor und einen 720-Wh-Akku mit Schnellladetechnik zum moderaten Preis. Was es sonst noch zu bieten hat, zeigt der Test.

VORTEILE

  • vollgefedert
  • 100 Nm starker 250-Watt-Mittelmotor mit Drehmomentsensor
  • 720-Wh-Akku mit Schnellladung (2 h bis voll)
  • Diebstahlschutz mit GPS-Tracker und Bewegungssensor

NACHTEILE

  • Elektronische Hupe, keine Klingel
  • kein Blinker
  • App mit Fehlern

Das klappbare E-Bike Engwe L20 3.0 Pro bietet eine Voll-Federung, einen 100 Nm starken Mittelmotor mit Drehmomentsensor und einen 720-Wh-Akku mit Schnellladetechnik zum moderaten Preis. Was es sonst noch zu bieten hat, zeigt der Test.

Engwe hat mit dem L20 3.0 Pro und dem L20 3.0 Boost zwei neue kompakte E-Bikes mit Tiefeinstieg vorgestellt, die vollgefedert sind und Motoren mit Drehmomentsensoren sowie starke Akkus mit Schnellladung bieten. Während das Pro von einem 100 Nm starken Mittelmotor mit Drehmomentsensor angetrieben wird, ist das Boost mit einem Heckmotor mit 75 Nm ausgestattet. Die Pro-Version bietet dank GPS-Tracker und Bewegungssensor einen Diebstahlschutz. Beide Räder sind zudem noch mit pannensicheren 20-Zoll-Reifen mit einer Breite von 3 Zoll sowie Straßenprofil ausgestattet. Wie sich das Engwe L20 3.0 Pro in der Praxis bewährt, haben wir getestet.

Design, Ausstattung, Verarbeitung und Lieferumfang

Die Unterschiede zum bislang verfügbaren L20 sind so groß, dass Engwe für das L20 3.0 Pro auch einen anderen Namen hätte wählen können. Das L20 3.0 Pro kommt wesentlich kantiger daher und die Batterie ist nun im Rahmen integriert und somit kaum sichtbar. Dank der stabilen Bauform erlaubt das knapp 33 kg schwere L20 3.0 Pro eine Zuladung von maximal 150 kg – ein Plus von 30 kg gegenüber dem L20.

Das Laden des herausnehmbaren Akkus mit 720 Wh (48 Volt, 15 Ah) dauert beim L20 3.0 Pro dank Schnellladetechnik nicht mehr wie beim L20 fünf bis sechs Stunden, sondern ist nach etwa zwei Stunden erledigt. Neu sind auch der Klappmechanismus, die dünnere Bereifung mit Straßenprofil, der 250-Watt-Mittelmotor mit Drehmomentsensor, hydraulische Bremsen sowie GPS-Tracker und Bewegungssensor.

Die Verarbeitung ist insgesamt gut, wenn auch nicht alle Schweißnähte wie bei mehreren Tausend Euro teuren Rädern nicht durchgehend poliert sind. Auf einen Metallkorb an der Vorderseite muss man beim L20 3.0 Pro anders als beim L20 hingegen verzichten. Ein hinterer Gepäckträger ist jedoch vorhanden und war bereits vormontiert.

Geliefert wird das Engwe L20 3.0 Pro teilmontiert in einem großen Karton. Das deutschsprachige Handbuch (PDF) beschreibt den Zusammenbau detailliert, sodass der Aufbau auch für weniger erfahrene Personen problemlos möglich sein sollte. Schließlich wird die Vorgehensweise auch in Form von aussagekräftigen Schaubildern verdeutlicht. Das für die Montage nötige Werkzeug ist wie üblich im Lieferumfang enthalten. Mehr Informationen zum Aufbau zeigt die Bildergalerie.

Bilder: Engwe L20 3.0 Pro

Engwe L20 3.0 Pro: Federung vorn und hinten, Mittelmotor mit Drehmomentsensor (250 Watt, 100 Nm), hydraulische Bremsen, Shimano-7-Gang-Schaltung, klappbar, 720 Wh starker Akku mit Schnellladung, Diebstahlschutz: GPS-Tracker und Bewegungssensor, 20-Zoll-Reifen mit Straßenprofil

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Engwe L20 3.0 Pro: Federung vorn und hinten, Mittelmotor mit Drehmomentsensor (250 Watt, 100 Nm), hydraulische Bremsen, Shimano-7-Gang-Schaltung, klappbar, 720 Wh starker Akku mit Schnellladung, Diebstahlschutz: GPS-Tracker und Bewegungssensor, 20-Zoll-Reifen mit Straßenprofil

Engwe L20 3.0 Pro: Federung vorn und hinten, Mittelmotor mit Drehmomentsensor (250 Watt, 100 Nm), hydraulische Bremsen, Shimano-7-Gang-Schaltung, klappbar, 720 Wh starker Akku mit Schnellladung, Diebstahlschutz: GPS-Tracker und Bewegungssensor, 20-Zoll-Reifen mit Straßenprofil

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Engwe L20 3.0 Pro: Federung vorn und hinten, Mittelmotor mit Drehmomentsensor (250 Watt, 100 Nm), hydraulische Bremsen, Shimano-7-Gang-Schaltung, klappbar, 720 Wh starker Akku mit Schnellladung, Diebstahlschutz: GPS-Tracker und Bewegungssensor, 20-Zoll-Reifen mit Straßenprofil

Engwe L20 3.0 Pro: Federung vorn und hinten, Mittelmotor mit Drehmomentsensor (250 Watt, 100 Nm), hydraulische Bremsen, Shimano-7-Gang-Schaltung, klappbar, 720 Wh starker Akku mit Schnellladung, Diebstahlschutz: GPS-Tracker und Bewegungssensor, 20-Zoll-Reifen mit Straßenprofil

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Engwe L20 3.0 Pro: Federung vorn und hinten, Mittelmotor mit Drehmomentsensor (250 Watt, 100 Nm), hydraulische Bremsen, Shimano-7-Gang-Schaltung, klappbar, 720 Wh starker Akku mit Schnellladung, Diebstahlschutz: GPS-Tracker und Bewegungssensor, 20-Zoll-Reifen mit Straßenprofil

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Engwe L20 3.0 Pro: Aufbau

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Engwe L20 3.0 Pro: Aufbau

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Engwe L20 3.0 Pro: Aufbau

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Engwe L20 3.0 Pro: Aufbau

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Engwe L20 3.0 Pro: Aufbau

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Engwe L20 3.0 Pro: Dank Klappmechanismus kann man das E-Bike auf eine Größe von 102 × 53 × 78 cm zusammenfalten.

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Engwe L20 3.0 Pro: Dank Klappmechanismus kann man das E-Bike auf eine Größe von 102 × 53 × 78 cm zusammenfalten.

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Engwe L20 3.0 Pro: Display

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Engwe L20 3.0 Pro: Abmessungen

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Engwe L20 3.0 Pro: Abmessungen

Lenker & Display

Der 68 cm breite Lenker ist nur in der Mitte minimal gebogen. Die gummierten Griffe bieten einen guten Grip und eine ergonomische Auflagefläche für die Handballen. Neben den Bremshebeln für die hydraulischen Scheibenbremsen befindet sich an der rechten Seite das Bedienelement für die 7-Gang-Schaltung von Shimano (Tourney RD-TY300). Links sitzt die Steuereinheit, mit der man das Rad ein- und ausschaltet, die Unterstützungsstufen des Motors (1–5) auswählt, sowie wie die Beleuchtung bei Bedarf aktiviert (langes Drücken auf +-Taste). Das große Display mit einem Durchmesser von etwa 10,5 cm (netto 8,7 cm) informiert über Geschwindigkeit, gefahrene Kilometer, Fahrzeit sowie über die aktuelle Unterstützung des Motors in Watt. Über die i-Taste am Bedienpanel kann man zwischen den einzelnen Anzeigen hin- und herschalten. Eine in Deutschland von der StVZO geforderte Klingel mit hellem Klang gibt es leider nicht. Die sollte man nachrüsten.

Engwe L20 3.0 Pro: Abmessungen

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Fahrpraxis

Dank des Straßenprofils der pannensicheren 20-Zoll-Reifen mit einer Breite von 7,5 cm ist die Lautstärke beim Fahren deutlich niedriger als beim L20 mit grob-stolligen Fat-Reifen. Dank Doppelfederung vorn und hinten ist der Fahrtkomfort hervorragend. Zwar spürt man das Durchfahren größerer Schlaglöcher oder Mulden auf Waldwegen, doch schlagen sie deutlich weniger durch als beim L20, das nur eine Gabelfederung besitzt. Während man die Federung an der Vorderseite justieren kann, ist das bei der hinteren mit einem Federweg von nur 3 cm nicht möglich. Die Voreinstellung empfinden wir als optimal: Der Komfort geht nicht zulasten eines schwammigen Fahrgefühls. Insgesamt macht das Fahren auf unebenen Waldwegen mit dem L20 3.0 Pro genauso viel Spaß wie auf ebenen Straßen. Zum guten Fahrkomfort trägt auch der bequeme und gefederte Sattel bei. Die 7-Gang-Schaltung hat im Test einwandfrei funktioniert. Allerdings hätten wir uns in flachen Abschnitten einen höheren Gang gewünscht, um deutlich schneller als 25 km/h zu fahren.

Die hydraulischen Scheibenbremsen mit einem Durchmesser von 180 mm bringen das L20 3.0 Pro ausreichend schnell zum Stehen. Sie sind außerdem gut eingestellt und verursachen beim Bremsen kein Quietschen.

Engwe L20 3.0 Pro: Federung vorn und hinten, Mittelmotor mit Drehmomentsensor (250 Watt, 100 Nm), hydraulische Bremsen, Shimano-7-Gang-Schaltung, klappbar, 720 Wh starker Akku mit Schnellladung, Diebstahlschutz: GPS-Tracker und Bewegungssensor, 20-Zoll-Reifen mit Straßenprofil

Engwe L20 3.0 Pro: Federung vorn und hinten, Mittelmotor mit Drehmomentsensor (250 Watt, 100 Nm), hydraulische Bremsen, Shimano-7-Gang-Schaltung, klappbar, 720 Wh starker Akku mit Schnellladung, Diebstahlschutz: GPS-Tracker und Bewegungssensor, 20-Zoll-Reifen mit Straßenprofil heise bestenlisten

Motor und Beschleunigung

Dank Drehmomentsensor vermittelt die Unterstützung des Mittelmotors X700 von Mivice ein natürliches Fahrgefühl. Anders als etwa beim L20, wo bereits Luftpedalieren für Vortrieb sorgt. Beim Anfahren an Kreuzungen geht es dank 100 Nm flott von der Stelle. Ein wesentlicher Vorteil eines per Drehmomentsensor gesteuerten Motors. Ohne einen solchen muss man etwa beim L20 erst ein paar Mal die Pedale treten, bevor die Unterstützung einsetzt. Trotz des relativ hohen Gewichts von fast 33 kg sind die erlaubten 25 km/h schnell erreicht. Auch an steilen Abschnitten sorgt der Motor für genügend Support, wenn man genügend kraftvoll in die Pedale tritt. Im Vergleich zum L20 ohne Drehmomentsensor sind solche Abschnitte mit dem L20 3.0 Pro kraftraubender für den Fahrer. Es ist damit also eher ein E-Bike, das sich an sportlichere Fahrer richtet.

Wie lange hält der Akku?

Engwe gibt die Reichweite des Akkus bei der kleinsten Unterstützungsstufe (1) mit 140 km an. Bei mittlerer Einstellung (3) soll der Akku für 110 km ausreichen. Mit der höchsten Unterstützungsstufe (5) liegt die angegebene Reichweite bei 96 km. Wie immer sind diese Angaben genauso vorsichtig zu betrachten wie die von den Herstellern kommunizierten Verbrauchswerte für Pkws. Im Test mit einem 90 kg schweren Fahrer und Temperaturen zwischen 12 und 18 Grad hat die Akkukapazität bei einer hügeligen Wegstrecke nach 22 km noch 54 Prozent angezeigt. Im zweiten Versuch mit langen steilen Anstiegen fällt der Akku bei einer Strecke von 16 km auf 66 Prozent.

Engwe L20 3.0 Pro: Display

Engwe L20 3.0 Pro: Display heise bestenlisten

Wie funktioniert der Diebstahlschutz und welche Funktionen bietet die Engwe-App?

In Verbindung mit dem L20 3.0 Pro funktioniert die App nicht einwandfrei. So konnten wir nicht auf Daten von aufgezeichneten Touren zugreifen. Dafür hat das automatische Entsperren nach dem Einschalten funktioniert, wenn man sein Smartphone dabei hat. Andernfalls hört man einen Alarm, wenn man das Rad bewegt und erhält eine Benachrichtigung. Die Ortung des Rads per GPS und integriertem 4G-Empfang funktioniert.

Preis: Was kostet das Engwe L20 3.0 Pro?

Engwe bietet das L20 3.0 Pro regulär für 1699 Euro an. Mit dem Code TECHSTAGE50 reduziert sich der Preis um 10 % auf 1529 Euro an. Als Alternative steht das L20 3.0 in der Variante Boost für regulär 1399 Euro zur Verfügung. Mit dem Code TECHSTAGE50 reduziert sich der Preis auf 1259 Euro. Wie das Pro-Modell ist es vollgefedert, aber mit einem Nabenmotor im Hinterrad ausgestattet. Dieser bietet 75 Nm und wird von einem 648 Wh starken Akku, ebenfalls mit Schnellladetechnik, mit Energie versorgt.

Falls man die Engwe-Falträder auch zum Einkaufen nutzen möchte, empfiehlt sich als Zubehör eine wasserdichte Gepäckträger-Tasche für 65 Euro. Sie entpuppt sich im aufgeklappten Zustand als echtes Raumwunder mit einem Fassungsvermögen von bis zu 35 Liter. Außerdem bietet sie Schultergurte, um sie als Umhängetasche zu verwenden. Dank Polsterungen in der Innenseite kann man damit auch leicht zerbrechliche Waren transportieren. Für kleinere Einkäufe reicht die 7-Liter-Variante für 25 Euro. Und einen passenden Korb für die Vorderseite gibt es für 65 Euro.

Neue Falträder von Engwe
ModellL20 3.0 ProL20 3.0 Boost
Motor250 Watt250 Watt
TypMittelmotorHinterrad-Nabenmotor
Drehmomentsensorjaja
Drehmoment100 Nm75 Nm
Akku720 Wh648 Wh
Schnellladungjaja
GPS-Trackerjanein
Bewegungssensorjanein
Boost-Schalterneinja
Pannensichere Reifen20 x 3“ mit Straßenprofil20 x 3“ mit Straßenprofil
GangschaltungShimano Tourney 7-GangShimano Tourney 7-Gang
Regulärer Preis1699 Euro1399 Euro
Preis mit Code TECHSTAGE501529 Euro1259 Euro

Fazit

Mit dem L20 3.0 Pro liefert Engwe ein Meisterstück – mit Einschränkungen. Technisch bewegt sich die Ausstattung auf hohem Niveau: Das faltbare E-Bike bietet mit einem 100 Nm starken 250-Watt-Mittelmotor mit Drehmomentsensor einen starken Antrieb und dank Vollfederung schluckt es kleinere Unebenheiten mit Bravour. Die Gangschaltung funktioniert tadellos, könnte aber im Flachen noch einen höheren Gang vertragen. Personen mit einer Körpergröße zwischen 155 und 185 cm finden eine ergonomische Sitzposition auf dem L20 3.0 Pro. Und wenn der Akku einmal leer ist, dauert es dank Schnellladung nur zwei Stunden, bis er wieder aufgeladen ist. Obendrein warnt eine Sirene, wenn das Rad von einer nicht authentifizierten Person bewegt wird, und dank des integrierten GPS-Empfängers ist eine Ortung mithilfe der Engwe-App sehr einfach. Ein Blinker wie beim Engwe P20 (Testbericht) hätte dem L20 3.0 Pro ebenfalls gut zu Gesicht gestanden.

Die elektronische Hupe ist in Deutschland hingegen nicht zulässig. Wer das L20 3.0 Pro erwirbt, sollte also eine vorgeschriebene, hell tönende Klingel installieren und bei einer Verkehrskontrolle darauf hoffen, dass der Schalter für die Hupe nicht wahrgenommen wird. In Österreich ist hingegen auch eine Hupe zulässig.

Leider entsprechen auch die verbauten Rad-Reflektoren nicht der StVZO: Zwei hat Engwe installiert, zwei pro Rad sind aber vorgeschrieben. Und auch der fehlende Reflektor nach hinten ist zu bemängeln. Die fehlenden Reflektoren lassen sich für wenige Euro nachrüsten. Doch die Hupe bleibt ein Ärgernis. Wer sich daran nicht stört, erhält mit dem L20 3.0 Pro ein technisch ausgezeichnetes faltbares E-Bike – und das zu einem sehr attraktiven Preis von 1529 Euro.

  • Historie:
  • Erstveröffentlichung 3.4.2025
  • Letztes Preisupdate: siehe Artikel-Datum
Fatbike Duotts S26 im Test

Gleich zwei übertrieben starke Motoren, ein riesiger Akku, fette Reifen, Federung vorn und hinten, hydraulische Scheibenbremsen: Mehr E-Bike geht für 1300 Euro kaum. Wir testen das Duotts S26.

VORTEILE

  • extrem stark und schnell
  • Fully-Federung und sehr breite Reifen
  • riesiger 960-Wh-Akku

NACHTEILE

  • auf deutschen Straßen nicht erlaubt
  • für Anfänger ungeeignet
  • viele günstige Bauteile

Gleich zwei übertrieben starke Motoren, ein riesiger Akku, fette Reifen, Federung vorn und hinten, hydraulische Scheibenbremsen: Mehr E-Bike geht für 1300 Euro kaum. Wir testen das Duotts S26.

E-Fatbikes verbinden die Vorteile von E-Mountainbikes und E-Citybikes. Ihre dicken Reifen haben mehr Profil und Auflagefläche als normale MTB-Reifen. Das sorgt für mehr Traktion und Komfort bei holprigen Untergründen wie Schotter, Sand oder Schnee. Gleichzeitig sind sie mit Schutzblechen, Gepäckträger und Beleuchtung alltagstauglich ausgestattet. Wer gerne on- und offroad unterwegs ist, liegt mit einem E-Fatbike goldrichtig.

Das Duotts S26 kommt mit einer Fully-Federung vorn und hinten, hydraulischen Scheibenbremsen, 4 Zoll breiten Reifen auf 26-Zoll-Felgen, einem üppigen 960-Wh-Akku, Schutzblechen und Gepäckträger. Das Besondere sind die zwei Motoren: Je ein 750W Nabenmotor sitzt im Vorder- und Hinterrad. Sie liefern jeweils ein Drehmoment von 65 Nm, was in Kombination für einen brutalen Vortrieb in jedem Gelände sorgt.

In Deutschland sind solche starken Motoren auf öffentlichen Straßen allerdings nicht erlaubt. Das Duotts S26 ist somit nur für den Einsatz auf unwegsamen Privatgelände zugelassen. Dort spielt es seine Stärken voll aus.

Wie gelingt der Aufbau des Duotts S26?

Der Aufbau des Duotts S26 erfordert etwas Schrauberei. Nach dem Auspacken muss man das Vorderrad einsetzen, den Lenker anschrauben, die Pedale fixieren, vorderes und hinteres Schutzblech anbringen, den Fahrradcomputer am Lenker befestigen, das Frontlicht montieren und den Gepäckträger anbringen. Danach alle Schrauben nachziehen, Reifen aufpumpen und wenn möglich einen Helm aufsetzen (siehe unsere Bestenliste Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme) – dann kann die erste Fahrt losgehen. Wir benötigen trotz einiger Erfahrung etwa 45 Minuten für den Aufbau.

Erfreulich: Eine Luftpumpe und praktische Handyhalterung für den Lenker liegen bei. Das spart zusätzliche Kosten. Wer die beste Handyhalterung will, sollte hier vorbeischauen: Top 10: Die beste Handyhalterung für das Fahrrad.

Wie gut schaut das Duotts S26 aus?

Optisch wirkt das Duotts S26 massiv und bullig. Die dicken Reifen, der große aufgesetzte Akku und viele Extras wie der Gepäckträger machen mächtig Eindruck. Vorn sind viele Kabel sichtbar, was etwas unaufgeräumt aussieht. Der große goldene Duotts-Schriftzug auf dem Akku wirkt etwas unpassend zur sonst dunklen Farbgebung mit roten Akzenten.

Ist das Duotts S26 gut verarbeitet?

Bei dem Preis von nur 1300 Euro verbaut Duotts verständlicherweise günstige Komponenten. Hier kann also etwas kaputtgehen. In unserem Test funktionierte aber alles tadellos.

Das Fahrrad wiegt stolze 42 kg und misst 190 × 113 × 71 cm. Die maximale Zuladung beträgt ordentliche 150 kg. Gegen Spritzwasser ist es nach IPX4 geschützt. Die Schutzbleche aus Plastik wirken etwas billig. Immerhin sind sie dabei und halten den gröbsten Dreck vom Fahrer fern.

Duotts S26 Bilder

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Duotts S26

Lenker & Display am Duotts S26

Die ergonomisch geformten Handgriffe rutschen leider etwas auf dem Lenker. Eine Möglichkeit zur Fixierung gibt es nicht. Links befinden sich der An/Aus-Button, zwei Knöpfe zur Wahl des Unterstützungsmodus sowie ein Knopf zum Umschalten zwischen einem oder beiden Motoren.

Ein weiterer Knopf betätigt die elektrische Hupe, was in Deutschland allerdings nicht erlaubt ist. Dazu passt, dass eine normale Klingel fehlt. Ein Kippschalter aktiviert das Licht.

Duotts S26

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Rechts sitzt ein USB-A-Port zum Laden von Smartphones sowie eine einfache 7-Gang-Schaltung von Shimano. Im rechten Griff ist zudem ein Gasgriff versteckt, der auf öffentlichen Straßen aber ebenfalls verboten ist.

Das große farbige Display in der Mitte spiegelt zwar etwas, ist aber auch bei Sonneneinstrahlung noch passabel ablesbar. Es informiert über Geschwindigkeit, Tageskilometer, Gesamtkilometer, Fahrzeit und einiges mehr.

Sehr gut: Vorder- und Rücklicht hängen am Stromkreislauf. Die Frontleuchte ist hell und gut ausgerichtet. Auch das hintere Licht strahlt kräftig und leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf.

Wie fährt sich das Duotts S26?

Aufgrund seines hohen Gewichts ist das Duotts S26 nichts für Anfänger. Die Sitzposition ist angenehm aufrecht und nicht zu sportlich. Auch für größere Fahrer gibt es genug Platz.

Duotts S26

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Der Sattel ist sehr weich gepolstert und die dicken 4 Zoll breiten Reifen auf 26-Zoll-Felgen federn viele Unebenheiten zusätzlich ab. Das gilt auch für die Federgabel vorn und die hintere Federung, die den Fahrkomfort weiter erhöhen. Die Federgabel lässt sich bei Bedarf blockieren, die Stärke ist jedoch nicht einstellbar.

Ungewöhnlich sind die zwei Nabenmotoren in Vorder- und Hinterrad. In der Mitte sitzt kein Motor, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. Die Motoren leisten je 750W und 65 Nm.

Die Motorelektronik regelt nicht sehr feinfühlig. Erst nach etwa einer vollen Pedalumdrehung springt der Antrieb an – dann aber gleich mit voller Kraft. Eine Zwischenstufe gibt es nicht. Auf Schotter dreht das Vorderrad dadurch manchmal durch.

Besser dosieren lässt sich die Power über den Gasgriff. Das ist aber wie bereits erwähnt nur abseits öffentlicher Straßen und Wege erlaubt.

Im Gelände sind die zwei Motoren ein echter Segen. Gerade auf Trails mit vielen Wurzeln kommt man so überall durch. Es gibt praktisch keine Steigung, die das Duotts S26 nicht packt. Wegen des hohen Gewichts bleibt das Handling aber anspruchsvoll.

In Unterstützungsstufe 5 beschleunigt das Duotts S26 in Windeseile auf über 50 km/h. Das fühlt sich schon extrem flott und teilweise unsicher an. Speziell auf Feldwegen wackelt dann alles ganz schön. Wir hatten etwas Sorge, dass die günstigen Komponenten bei Vollgas den Geist aufgeben und man dann womöglich stürzt. Ein Helm ist hier definitiv Pflicht.

Sehr gut funktionieren die hydraulischen Scheibenbremsen. Nach kurzer Einbremsphase packen sie kräftig zu und lassen sich gut dosieren.

Wie gut ist der Akku des Duotts S26?

Duotts S26

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Mit einer Kapazität von 960 Wh gehört der abnehmbare Akku zu den größten am Markt. Laut Duotts soll er rein elektrisch für 50 - 60 km reichen. Das wurde aber unter Idealbedingungen ermittelt: Ebene Strecke, 25 °C, kaum Wind, niedriges Fahrergewicht und gemäßigtes Tempo.

Im realen Einsatz mit Steigungen, Schotter, Gegenwind und voller Motorleistung schaffen wir immer noch stolze 40 km. Wer ständig schnell unterwegs ist, muss die Reichweite deutlich nach unten korrigieren.

Geladen wird der Akku mit dem beiliegenden 48V/2A-Netzteil. Für eine volle Ladung müssen gute neun Stunden einkalkuliert werden.

Preis: So viel kostet das Duotts S26

Fazit

Das Duotts S26 ist ein wahres Monster-E-Bike mit mächtig Leistung, fetten Reifen und ordentlicher Reichweite. Extras wie Vollfederung, hydraulische Scheibenbremsen, Gepäckträger und vollständige Lichtanlage findet man sonst eher an teureren Modellen.

In Deutschland darf man die volle Power der zwei Motoren zwar nur abseits öffentlicher Straßen auskosten. Aber genau dort fühlt sich das S26 ohnehin am wohlsten. Wurzeltrails und steile Rampen meistert es fast spielerisch. Wer gerne mit Motorunterstützung durchs Grobe pflügt, findet aktuell kaum ein besseres Angebot.

Schwachpunkte bleiben die sehr günstigen Komponenten, die auf Dauer Probleme machen könnten, sowie das sehr hohe Gewicht. Das Handling ist gewöhnungsbedürftig und nichts für E-Bike Neulinge.

Dennoch bietet das Duotts S26 einen unschlagbaren Gegenwert fürs Geld. Robust, vielseitig und extrem stark – mehr E-Fatbike für 1282 Euro geht fast nicht.

E-Bike Fiido Titan im Test

Das E-Bike Fiido Titan ist ein Hybrid aus einem Offroad-tauglichen E-MTB und einem urbanen Cargo-Bike. Noch dazu sieht es martialisch aus und macht beim Fahren riesig Spaß. Wir haben es getestet.

VORTEILE

  • Motor, Bremsen, Akku, Reifen
  • hohe Ergonomie
  • für schweres Gepäck geeignet

NACHTEILE

  • keine deutsche Straßenzulassung
  • Getränkehalterung ohne Abdeckung
  • Frontlicht streut

Das E-Bike Fiido Titan ist ein Hybrid aus einem Offroad-tauglichen E-MTB und einem urbanen Cargo-Bike. Noch dazu sieht es martialisch aus und macht beim Fahren riesig Spaß. Wir haben es getestet.

Mitte 2020 testeten wir mit dem Fiido M1 (Testbericht) unser erstes E-Bike. Damals überzeugte es uns dank seiner Optik, dem großen Akku, der guten Federung und vor allem wegen seines reizvollen Preis-Leistungs-Verhältnisses. In der Zwischenzeit kamen viele weitere Fiido-E-Bikes dazu.

Passend zum Schneefall trudelt in unserer Redaktion der neueste Spross der Fiido-Familie ein: Das Fiido Titan. Das E-Bike kostet 1699 Euro. Im Test muss das Fiido Titan beweisen, ob sich sein Kauf lohnt.

Optik & Verarbeitung

Das Fiido Titan ist ein echter Hingucker. Wir wurden auf der Straße neugierig beobachtet und mehrfach auf das E-Bike angesprochen. Dabei wirkt es genauso stabil, wie es ist. Der Tiefeinsteiger-Rahmen mit den auffälligen Schweißnähten ist massig, die Frontfederung dick und die Reifen stolze 4 Zoll breit. Mit angeschraubtem Korbträger verstärkt sich dieser Eindruck nochmal.

Es kommt mit breiten Schutzblechen, die zuverlässig Spritzwasser fernhalten. Komisch: Die nach oben gerichtete Bohrung für einen Flaschenhalter hat keine Abdeckung. Hier kann bei Regen Wasser eindringen – welches jedoch unterhalb des Rahmens auch wieder abläuft.

Fiido Titan

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Das Frontlicht ist riesig und das hellste, was wir bisher an einem E-Bike gesehen haben. Es lässt sich in der Höhe variieren. Allerdings streut es zu stark, blendet also den Gegenverkehr stets leicht. Außerdem sitzt es am Rahmen, beziehungsweise dem Korbhalter, wodurch es sich in den Kurven nicht mitbewegt. Auch das Rücklicht hängt am Stromkreislauf und kann zusammen mit dem Frontlicht über einen Taster ein- und ausgeschaltet werden. Den stabilen Gepäckträger ziert eine Holzplatte. Er trägt bis zu 80 Kilogramm. Der Fahrer darf bis zu 120 Kilogramm wiegen. Addiert trägt das knapp 40 Kilogramm schwere E-Bike also ein Gesamtgewicht von bis zu 200 Kilogramm.

Lenker

Der Lenker ist weit nach oben gebogen, was für eine sehr angenehme Ergonomie sorgt. Auf der rechten Seite sitzt ein Gashebel und die 9-Gang-Schaltung. Diese hinterlässt einen sehr einfachen Eindruck, funktioniert aber in der Praxis gut. Auf der linken Seite gibt es neben der Klingel ein Feld mit vier gut erreichbaren Tastern. Hier ist auch eine elektrische Hupe dabei.

Mittig sitzt ein schickes Farbdisplay, das wir so schon vom hervorragenden Fiido C21 (Testbericht) kennen. Es zeigt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar die aktuelle Geschwindigkeit, die gewählte Unterstützungsstufe und die Akkukapazität in fünf Balken. Darunter sitzen vier Tasten. Mit ihnen schaltet der Fahrer auf Wunsch in einen anderen Anzeigenmodus, der die gefahrenen Kilometer, die Maximalgeschwindigkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit und die gefahrene Zeit anzeigt.

Fiido Titan Bilder

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Fiido Titan

Fahren

Beim Fahren merkt man dem Titan sein hohes Gewicht kaum an. Klar ist es schwerfälliger und weniger wendig als etwa ein Urtopia Cabon 1 (Testbericht). Das liegt auch an den breiten Reifen. Trotzdem ist es nach wie vor agil genug, um damit im Alltag keine Probleme zu bekommen. Positiv ist die gute Ergonomie hervorzuheben. Fiido wählt hier statt des sportlichen, eher einen gemütlichen Citybike-Ansatz. Damit lässt es sich im Gegensatz zum vollgefederten E-Fatbike Himiway Cobra (Testbericht) auch längere Zeit fahren, ohne Rückenschmerzen befürchten zu müssen. Dazu passend ist der Sattel groß und weich. Für eine sanfte Fahrt sorgen die 4 Zoll breiten 26-Zoll-Reifen auf ihrem einteiligen Laufrad. Damit sie noch mehr Unebenheiten ausgleichen, sollte man sie nicht zu fest aufpumpen. Zusätzlich federt die hydraulische Frontgabel 60 Millimeter weg.

Fiido Titan

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Der Motor springt dank eines guten Drehmomentsensors sofort nach dem Pedaltritt an. Trotz Heckmotor wirkt es fast, als hätte man die Direktheit eines Mittelmotors. Das löste Fiido bereits beim C21 sehr gut. Der Motor hat eine Nennleistung von 750 Watt. In der Spitze sollen bis zu 1130 Watt drin sein. Das ist außergewöhnlich viel Power und genügt auch wirklich schweren Fahrern, beziehungsweise schwerem Gepäck. Dabei lässt sich die maximale Endgeschwindigkeit mit nur einem Knopfdruck von 25 km/h auf 45 km/h stellen. Gut ist, dass die Unterstützungsstufen nicht die maximale Endgeschwindigkeit bestimmen, sondern die Leistung des Motors. Das ist bei Weitem nicht bei allen Heckmotoren so. Die hydraulischen 4-Kolben-Scheibenbremsen lassen sich über die beiden Bremshebel fein dosieren und greifen auf Wunsch beherzt zu.

Akku

Der Akku kann zum Laden entnommen werden. Er hat eine Kapazität von 696 Wattstunden. Fiido gibt eine maximale Reichweite von 130 Kilometer an. Diese Reichweite beschreibt jedoch einen Idealfall, der so wohl nie in der Praxis vorkommen wird.

Großartig, dass Fiido das adressiert und auf ihrer Webseite differenziert darstellt, wie weit man unter welchen Bedingungen kommt. Bei einem 80 Kilogramm schweren Fahrer soll das Titan auf ebender Straße bei 32 Grad Celsius im Sport-Modus 87 Kilometer weit kommen. Im Turbo+-Modus reduziert sich die Reichweite auf 69 Kilometer. Wer keine Lust auf Pedalieren hat und über den Gashebel mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h fährt, soll 60 Kilometer weit kommen. Wir sind mit einer Akkuladung bei unter 0 Grad Celsius gut 50 Kilometer weit gekommen.

Preis

Fazit

Das Fiido Titan ist dank seiner hohen Ausstattungsstufe ein echtes Multitalent. Es fühlt sich sowohl auf Feldwegen und im Wald als auch auf der Straße wohl. Der Motor ist unfassbar stark – die Bremsen zum Glück auch. Auch der Akku ist riesig und kann dankenswerterweise entnommen werden. Längere Fahrten bereiten wegen der guten ergonomischen Sitzhaltung keine Schmerzen. Insgesamt trägt das Fiido Titan bis zu 200 Kilogramm. Auch Gepäck ist hier dank Gepäckträger und Korbhalter komfortabel zu transportieren.

Der wohl größte Nachteil am Fiido Titan ist seine fehlende Straßenzulassung. Diese verhindert der zu starke Motor, der Gashebel, das einfache Erhöhen der maximalen Endgeschwindigkeit, die elektrische Hupe und die weißen Katzenaugen. Wenn es Fiido nun noch schafft, das Titan legal zu machen, erhält es von uns genauso wie das Fiido C21 (Testbericht) die volle Punktzahl.

E-Bike Engwe E26 im Test

Fette Reifen, Federgabel, hydraulische Scheibenbremsen, 150 kg Zuladung und satte 140 km Reichweite – das klingt großartig für ein E-Bike, zumal es auch noch bezahlbar ist. Ob das martialische Gesamtpaket auch gut ist, überprüfen wir im Test.

VORTEILE

  • bequeme Gangübersetzung der 7-Gang-Shimano-Schaltung
  • Hydraulische Scheibenbremsen vorn und hinten
  • hervorragendes Licht samt Bremslicht
  • hohe Zuladung bis 150 kg
  • Reichweite mit 80 km ordentlich

NACHTEILE

  • hohes Gewicht von rund 35 kg
  • bei unserem Testmodell Vordergabel „weich“
  • Motor reagiert wegen Bewegungssensor etwas verzögert

Fette Reifen, Federgabel, hydraulische Scheibenbremsen, 150 kg Zuladung und satte 140 km Reichweite – das klingt großartig für ein E-Bike, zumal es auch noch bezahlbar ist. Ob das martialische Gesamtpaket auch gut ist, überprüfen wir im Test.

Fatbikes sind weniger für die trockene Straße, sondern viel mehr für Sand und Matsch gedacht. Mit den breiten Reifen finden sie auch dort noch Grip, wo normale Mountainbikes längst kapituliert haben. Dennoch gibt es immer wieder Modelle, die für den deutschen Straßenverkehr zugelassen sind und entsprechend Reflektoren, Beleuchtung und einen auf 250 Watt begrenzten Elektromotor bieten.

Genau so ein Bike haben wir uns mit dem Engwe N26 angeschaut – der Version des X26, die für Europa gedacht und bei der etwa der Gasgriff deaktiviert ist. Die bloßen Daten klingen vielversprechend und der erste Eindruck ist es ebenfalls, die Optik ist hingegen Geschmackssache. Spötter könnten anmerken, dass das fette E-Bike in der gelben Farbgebung an eine Hummel auf Steroiden erinnert. Aber das ist natürlich subjektiv. Im Camouflage-Look würde das Fatbike aber wohl problemlos als Combat-Bike für die US-Army durchgehen – oder für die Chinesische Volksbefreiungsarme, schließlich kommt das Rad aus dem Land der aufgehenden Sonne. Ob es sich auch im Abendland gut schlägt, haben wir im Test überprüft.

Optik und Verarbeitung

Das Engwe N26 kommt wie gewohnt teilmontiert zum Kunden. Der muss zuvor allerdings mit einem ziemlich großen und deutlich schwereren Lieferkarton als sonst hantieren – satte 43,5 Kg bringt der auf die Waage, das ist enorm. Den Großteil des Gewichts bringt das N26 selbst auf, es wiegt allein schon 35 Kg. Der Rest sind neben dem Karton selbst zu montierende Anbauteile wie Schutzbleche und Gepäckträger, auch das Vorderrad sowie die Beleuchtung wollen installiert werden. Dabei hilft ein Satz Werkzeug, das der Hersteller gleich mitschickt.

Für den Zusammenbau ist eine Anleitung mit dabei. Die ist allerdings mehr schlecht als recht, sie lässt viele Detailfragen offen. Käufer mit einem Minimum an gesundem Menschenverstand sollten den Aufbau dennoch in guten 30 Minuten hinbekommen, am besten mit einem zusätzlichen Helfer. Wichtig: Soweit möglich sollten alle relevanten Schrauben noch einmal angezogen werden – auch die vormontierten. Bei uns etwa fehlte dem Rücklicht vermeintlich eine Mutter, sie lag lose im Lieferkarton. Eine Luftpumpe ist nicht im Lieferumfang enthalten, die rund 2 Bar für die Reifen lassen sich am einfachsten mit einer elektrischen Pumpe (Bestenliste) ins Gummi schießen.

Unser Bike hatte übrigens noch ein anderes Problem „out of the Box“: Die Hydraulikflüssigkeit für die hintere Bremse war ausgelaufen, sodass kaum Bremswirkung vorhanden war. Ersatz lag dem Bike natürlich nicht bei, komplette Sets zum Entlüften und Nachfüllen gibt es aber günstig bei Amazon. Außerdem ist die Befestigung der enorm großen Frontlampe etwas frickelig, sie dauerhaft und gerade zu installieren, ist etwas fummelig.

Lieferung und Aufbau des Engwe N26 im Test

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Engwe N26

Die Verarbeitung stellt sich beim Aufbau vor allem als eines heraus: robust. Alles ist schwer und massiv, das Bike wirkt, als könne man damit auch noch die Zombie-Apokalypse überstehen. Dabei ist auch im Detail alles schick: Der Alurahmen weist ordentliche Schweißnähte auf und die strahlend gelbe Lackierung (der Hersteller nennt sie bezeichnenderweise Hummel-Gelb) ist tadellos.

Der Look ist im aufgebauten Zustand einfach nur martialisch. So fette Reifen (26 × 4 Zoll), ein Gepäckträger, der aussieht, als könnte eine ganze Artistenfamilie darauf eine Pyramide bilden und ein Rahmen, der wirkt, als könne man darin auch einen fetten V8-Motor hängen – das ist alles andere als zurückhaltend. Das gilt dann anschließend auf Asphalt auch für das Rollgeräusch der extrem breiten Stollenreifen, mehr dazu in den kommenden Kapiteln. Übrigens: Reflektoren in Pedalen, Rücklicht und Speichen sind dabei, vorn fehlt allerdings ein weißer Reflektor.

Lenker und Display

Der Lenker ist passend zum restlichen Bike breit und bequem. Er ist weitestgehend zusammengebaut und muss nur noch ans Fatbike geschraubt werden. Lediglich die Klingel benötigt weitere Schraubarbeit. Die gummierten Handgriffe des Lenkers bieten viel Grip und sind dank ausreichend breiter Handballenauflage bequem. Etwas weicher dürften sie aber ruhig noch sein. Rechts gibt es Hinterradbremse, Gangschaltung und Gasgriff, wobei letzterer ab Werk ohne Funktion ist.

Links installiert der Hersteller neben der Vorderradbremse zudem die Steuerung der Elektronik. Hier darf der Nutzer eine von 5 Unterstützungsstufen wählen, das Bike an- und ausschalten sowie das Licht bedienen und durch mehrere Funktionen der Anzeige wie Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeit wechseln. Die Klingel findet hier ebenfalls Platz. Relativ mittig ist das erstaunlich große und farbige LCD installiert, das Unterstützungsstufe, Geschwindigkeit und gefahrene Kilometer auch bei hellem Sonnenlicht noch ausreichend gut ablesbar darstellt. Der Lenker kann in Grenzen in der Höhe verstellt werden. Durch längeres Drücken der Minus-Taste wird übrigens eine Unterstützung zum Schieben des schweren E-Bikes aktiviert, die auch als Anfahrhilfe bis 6 km/h genutzt werden kann.

Schaltung, Bremsen, Sattel und Federgabel

Engwe installiert beim N26 eine einfache 7-Gang-Schaltung von Shimano, die bei uns ab Werk tadellos funktionierte. Gut gefallen hat uns dabei der große Unterschied vom kleinsten zum größten Gang. Damit kann das hohe Gewicht des Rades auch ohne Motor-Unterstützung erstaunlich gut aus dem Stand in Bewegung gesetzt werden und auch bei der maximal unterstützten Geschwindigkeit von 25 km/h strampelt man sich nicht tot. Die Trittfrequenz liegt dann gerade einmal bei 40 bis 45 u/min.

Die Federgabel bietet einen Federweg von etwas knappen 75 Millimeter, funktionierte im Test aber gut. Bei einem Fahrer von etwas über 100 kg Gewicht wirkte sie nicht schwammig, sondern federte Unebenheiten gut weg. Sie kann auf Wunsch blockiert werden und bietet Einstellungsmöglichkeiten ohne Werkzeug. Etwas anders ist das bei der Federung, die Engwe beim N26 in die Sattelstütze installiert. Sie wirkte gerade anfangs recht hakelig, sorgte aber zusammen mit dem breiten und eher weich gepolsterten Sattel für bequemes Fahren.

Die beiden hydraulischen Scheibenbremsen kommen je mit 180-Millimeter-Scheiben und arbeiten am N26 richtig gut. Ganz ohne Einstellung kommt man direkt aus dem Karton aber nicht aus, bei uns haben sie leicht geschliffen. Gepackt haben sie aber von Beginn an sehr gut, die Dosierbarkeit ist ebenfalls ordentlich.

Fatbike Engwe E26 im Test

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Der Heckmotor

Der Motor des Engwe N26 hat eine Nennleistung von 250 Watt und kommt in der Spitze auf 500 Watt. Er benötigt eine Spannung von 48 Volt und bietet ein Drehmoment von 70 Newtonmeter. Das sind beeindruckende Werte, so ganz glauben wir die 70 Nm aber nicht. Dennoch beschleunigt der Heckmotor den Fahrer schnell auf 25 Kilometer pro Stunde und auch kleinere Steigungen sind kein Problem. Starke Anstiege schafft das N26 aber nicht ohne Geschwindigkeitsverlust. Die Elektronik bietet keinen Drehmoment-, sondern einen Bewegungssensor. Der regelt etwas langsam und schaltet daher den Motor erst nach fast einer kompletten Umdrehung der Pedalerie hinzu – gerade, wenn man vor dem Bremsen nicht heruntergeschaltet hat, stört das. Zudem läuft er ebenso lange nach, was allerdings vom Fahrer manuell durch das Betätigen der Bremse sofort unterbrochen werden kann.

Die fünf Unterstützungsstufen regeln leider nicht die Kraft des Motors, sondern die maximale Endgeschwindigkeit. In Anbetracht des hohen Gewichts des Fatbikes finden wir das aber nur bedingt schlimm – kaum jemand dürfte das N26 über einen längeren Zeitraum hinweg mit reiner Muskelkraft betreiben wollen. Allerdings sehen wir kaum Anwendungsfälle für die einzelnen Geschwindigkeitsstufen, bei denen Stufe 1 bis 10 km/h, 2 und 3 bis 15 km/h, Stufe 4 bis 20 km/h und erst Stufe 5 Unterstützung bis 25 km/h erlaubt.

Fahren

Beim Fahren machte das Engwe N26 eine sehr gute Figur, auch wenn nicht alles Gold ist, was (gelb) glänzt. So ist etwa der so stabil wirkende Gepäckträger nur für 25 kg gedacht und das hohe Gewicht des Rades (satte 35 kg) macht es insgesamt etwas unhandlich. Das ist natürlich bei einem Fatbike zu erwarten, sollte aber Interessenten klar sein. Hinzu kommt ein Abrollgeräusch auf Asphalt, das zu dem eingangs genannten Hummel-Gedanken (und der Namensgebung des Herstellers für die Farbe Gelb) passt. Denn das klingt wie ein wütender Hummelschwarm und lenkt unweigerlich Blicke auf Fahrer und Bike.

Ansonsten fällt vor allem der ausreichend kräftige Motor sowie die hohe Bequemlichkeit auf, die das N26 bietet. Ob das Bike die versprochenen 150 kg Zuladung dauerhaft verträgt, können wir zwar nicht überprüfen, der Motor erweckt aber den Eindruck, auch solch vergleichsweise hohes Gewicht gut zu bewältigen. Entsprechend ist sogar das Ziehen eines kleinen Anhängers denkbar. Der kann natürlich nicht mit genommen werden, wenn es im Wald über Stock und Stein geht. Dem Bike selbst hingegen macht das nichts aus – auch nicht in Herbst und Winter bei Schlamm und Dreck. Dabei sind die Schutzbleche aus dem Lieferumfang eine große Hilfe, will man anschließend nicht wie das Ding aus dem Sumpf aussehen.

In freier Wildbahn spielen Federung, Motorleistung, Grip der breiten Stollenreifen und die generelle Ergonomie des Rades gut zusammen. Sind die Reifen nicht zu hart aufgepumpt, steigt der Komfort sogar noch weiter. Zu weit darf der Druck aber nicht fallen, denn dann wird das Fahrverhalten vor allem in Kurven schnell schwammig. Die breiten Reifen bieten übrigens nicht nur in freier Natur Vorteile, auch im urbanen Dschungel können sie hilfreich sein. Straßenbahnschienen etwa sind hier keine Gefahr und auch die Bordsteinkante verliert einen Teil des typischen Fahrrad-Schreckens.

Das Licht des Engwe N26 ist großartig, die breiten Reifen bügeln mit der Federgabel viele Unebenheiten einfach weg

Das Licht des Engwe N26 ist großartig, die breiten Reifen bügeln mit der Federgabel viele Unebenheiten einfach weg heise bestenlisten

Sehr gut hat uns die Beleuchtung des Bikes gefallen. Die vordere Lampe ist sehr hell und bietet breite und weite Ausleuchtung. Die kleine rote Rückleuchte ist ebenfalls sehr hell, sie dient außerdem als Bremslicht bei Betätigung der Bremsen – klasse! Die Beleuchtung ist direkt mit dem Akku des N26 verbunden und muss separat über die Bedieneinheit auf der linken Lenkerseite eingeschaltet werden.

Akku und Reichweite

Der Akku des Engwe lässt sich zum Laden durch ein Schloss gesichert entnehmen und in der Wohnung laden – praktisch. Alternativ kann er dabei aber auch im Rad verbleiben. Mit seinen 768 Wh ist er passend zum schweren Bike ziemlich kräftig, der Hersteller verspricht eine Reichweite von bis zu 140 Kilometern – das ist stark. Je nach Art der Fahrtstrecke, äußeren Umständen wie Temperatur und Wind sowie dem Gewicht des Fahrers (im Test etwas über 100 kg) halten wir eher eine Fahrtstrecke von 70 bis 80 Kilometern mit einer Akkuladung für realistisch. Das ist trotzdem ein guter Wert, der den meisten Radlern reichen dürfte. Eine komplette Ladung dauert anschließend rund 6 Stunden.

Preis

Das Engwe E26 kostet direkt beim Händler 1349 Euro (Code: TechStage50). Wer lieber bei Amazon kauft, zahlt ebenfalls 1369 Euro (130-Euro-Coupon-Code anklicken).

Fazit

Der Auftritt ist martialisch, die Ausstattung richtig gut – das Engwe N26 ist ein tolles Fatbike. Denn die hohe Zuladung von 150 Kg, die angegebene Reichweite von bis zu 140 km, hydraulische Scheibenbremsen und ein Motor mit stolzen 70 Nm klingen insgesamt klasse. Tatsächlich stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

So ist die realistische Reichweite eher um 70 bis 80 km zu finden und der Motor leistet gefühlt eher 50 oder 60 statt der angegebenen 70 Nm. Außerdem wäre ein Drehmoment-Sensor statt eines Bewegungssensors toll gewesen, und die Federgabel vorn ist mit nur 75 Millimeter Federweg auch etwas knapp bemessen. Toll sind aber etwa das hervorragende Licht inklusive Bremslicht, die guten Bremsen, die angenehme Übersetzung im höchsten Gang, der gute Grip der Reifen, der ausreichend starke Motor und generell der tolle optische Auftritt. Insgesamt ist das Fatbike für gemäßigte Steigungen im Wald und in der Stadt eine richtig gute Wahl, das N26 bietet viel für vergleichsweise wenig Geld.

E-Bike Fiido M1 Pro 2025 im Test

Das Fiido M1 Pro 2025 ist so stark überarbeitet, dass es eigentlich M2 Pro heißen müsste. Mit hydraulischen Bremsen und Drehmomentsensor bringt es klare Verbesserungen, aber auch unerwartete Nachteile.

VORTEILE

  • auffälliges Retro-Design mit hohem Wiedererkennungswert
  • hydraulische Scheibenbremsen
  • Drehmomentsensor
  • komfortable Vollfederung
  • abnehmbarer Akku

NACHTEILE

  • Überschlagsgefahr durch weiche Vordergabel und starke Bremsen
  • Motor laut
  • kein Rücklicht, kein Gepäckträger (im Gegensatz zum Vorgänger)
  • große Faltmaße
  • reale Reichweite recht gering

Das Fiido M1 Pro 2025 ist so stark überarbeitet, dass es eigentlich M2 Pro heißen müsste. Mit hydraulischen Bremsen und Drehmomentsensor bringt es klare Verbesserungen, aber auch unerwartete Nachteile.

Das Fiido M1 (Testbericht) war Mitte 2020 eines der ersten E-Bikes, die wir in unserer Redaktion testeten. Schon damals faszinierte uns das erstaunlich gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Bis zum Jahr 2024 hat sich mit dem Fiido M1 Pro 2024 (Testbericht) vor allem optisch nicht allzu viel verändert. Besonders einen großen Nachteil schleppte die M1-Serie konsequent über die Jahre mit sich herum: Die Modelle waren allesamt nicht für deutsche Straßen zugelassen. Endlich zeigt Fiido mit dem M1 Pro 2025 (1099 Euro) eine nicht nur optisch und technisch komplett überarbeitete Variante. Das 2025er-Modell ist zudem erstmals legal. Ein Wunder, auf das wir über die Jahre kaum noch zu hoffen gewagt hatten.

Das Fiido M1 Pro 2025 kommt im auffälligen Retro-Look, inspiriert von BMX-Fahrrädern der 60er bis 80er Jahre. Die größte Änderung: eine golden glänzende, weiche 80-mm-Federgabel, die uns im Test buchstäblich über den Lenker katapultierte. Dazu später mehr. Der Drehmomentsensor ersetzt den alten Trittfrequenzsensor, hydraulische Bremsen die mechanischen. Nicht alles wurde besser: Der Gepäckträger ist verschwunden, das Rücklicht auch, und der Lenker lässt sich nicht mehr in der Höhe anpassen und anklappen.

Fiido M1 Pro 2025

Fiido M1 Pro 2025 heise bestenlisten

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Das teilmontierte Bike erfordert die übliche Bastelarbeit: Vorderrad, Lenker, Pedale, Schutzblech und Frontlicht müssen dran. Die Anleitung ist zwar klein, aber eindeutig, zahlreiche Online-Videos helfen zusätzlich. Wir benötigen inklusive Auspacken und Müll verräumen eine gute Stunde.

Optisch ist das M1 Pro 2025 ein echter Hingucker in Schwarz-Grün mit Gold- und Rot-Akzenten. Nur der hellblaue Lenker wirkt wie ein modischer Fauxpas – als hätte jemand vergessen, dass Blau und Grün nur selten Freunde werden. Das Bike sieht teurer aus als es ist, trotz sichtbarer Kabel, die zwar ordentlich gebündelt sind, aber außerhalb des Rahmens verlaufen.

Mit 27 kg ist das Falten kein Vergnügen, sondern eher Kraftsport. Im zusammengeklappten Zustand ist es größer als der Vorgänger, da der Lenker nicht mehr anklappbar ist. Für viele Kofferräume zu sperrig, aber im Zug ohne Ticket transportierbar.

Fiido M1 Pro 2025 Bilder

Fiido M1 Pro 2025

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Fiido M1 Pro 2025

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Fiido M1 Pro 2025

Lenker & Display

Der 700-mm-Lenker aus hellblauem Aluminium trägt rutschfeste TPR-Griffe und ist für Fahrer unter 190 cm bequem. Das 1,47-Zoll-LC-Display (IP68) bleibt auch bei Sonnenlicht lesbar und zeigt alle wichtigen Daten wie Tempo, Akkustand und Fahrmodus.

Das Frontlicht reicht für die Dämmerung, glänzt aber nicht durch besonders hohe Helligkeit. Ein Rücklicht fehlt komplett – hier ist Nachrüstung Pflicht. Die Fiido-App ermöglicht Tracking und weitere Einstellungen via Bluetooth.

Am Lenker findet sich außerdem eine elektrische Hupe, die so in Deutschland nicht erlaubt ist. Von ihr sollte jeder dringend die Finger lassen und zudem zusätzlich eine mechanische Klingel anbringen.

Update: Etwa einen Monat nach dem Test hielt uns die Polizei an, sie hielten das Fahrrad für auffällig. Bei der Kontrolle drückten sie jede Taste – auch die Hupe – und ließen uns anschließend, ohne diese zu beanstanden, weiterfahren.

Fahren

In der Stadt macht das Fiido richtig Spaß. Fat-Reifen und Vollfederung nehmen Kopfsteinpflaster den Schrecken. Der weiche Oma-Sattel sorgt für ein bequemes Sofagefühl, die einfache 7-Gang-Shimano-Schaltung (TY300D) arbeitet zuverlässig.

Der neue Drehmomentsensor (Mivice S200) ist die größte Verbesserung und sorgt für natürliche Unterstützung. Der Gashebel beschleunigt legal bis auf 6 km/h – perfekt für das Anfahren an der Ampel.

Fiido M1 Pro 2025

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Der 250-Watt-Nabenmotor (55 Nm) schafft normale Hügel, kapituliert aber vor extremen Steigungen. Leider ist er so laut, dass sich Passanten regelmäßig umdrehen – nicht ideal für diskrete Fahrer, wobei die ohnehin eher zu einem weniger auffälligen Modell greifen werden.

Jetzt zum Elefanten im Raum: Die Kombination aus weicher Federgabel und kraftvollen hydraulischen Bremsen kann gefährlich sein. Bei starkem Bremsen mit der Vorderbremse taucht die Gabel so tief ein, dass ein Überschlag droht – wie unser sturzererprobter Tester schmerzhaft erfahren musste. Unbedingt die Vordergabel in der Stadt fixieren, was glücklicherweise mit einem Handgriff auch während der Fahrt möglich ist.

Akku

Der entnehmbare 556,8-Wh-Akku ist nach IP54 wasserdicht. Obwohl kleiner als beim Vorgänger (614,4 Wh), verspricht Fiido bis zu 80 km Reichweite. In der Realität erreichten wir nur etwa 30 km – das hohe Eigengewicht und die breiten, kleinen Reifen fordern ihren Tribut. Eine volle Ladung dauert rund acht Stunden.

Preis

Das M1 Pro 2025 kostet direkt bei Fiido aktuell 1099 Euro (UVP 1499 Euro). Damit liegt es im unteren bis mittleren Preissegment für Fatbike-E-Klappräder – nicht billig, aber für die Ausstattung angemessen.

Fazit

Das Fiido M1 Pro 2025 ist ein exzentrisches Charakterbike mit Ecken, Kanten und einer Prise Abwurfpotenzial. Es verbindet Retro-Charme mit moderner Technik und macht in der Stadt richtig Spaß. Die Verbesserungen wie Drehmomentsensor und hydraulische Bremsen sind spürbar, aber der laute Motor, der fehlende Gepäckträger (kann man für 93,50 Euro direkt bei Fiido-Nachkaufen) und das verschwundene Rücklicht trüben das Gesamtbild leicht.

Wer ein E-Klapprad mit Charakter sucht, das Blicke auf sich zieht und mit dem man nicht in der grauen Masse untergeht, wird mit dem Fiido M1 Pro 2025 glücklich – vorausgesetzt, man beherzigt unsere Sicherheitshinweise zur Vordergabel. Sonst wird aus dem Fahrspaß schnell eine unfreiwillige Flugstunde.

E-Mountainbike Samebike LO26 - II im Test

Das E-Bike Samebike LO26 – II kann mehr, als man von einem 1000-Euro-E-MTB erwartet: Es ist vollgefedert, hat 21 Gänge, einen starken Motor und klappt auf Wunsch. Wir haben es getestet.

VORTEILE

  • günstiges, klappbares E-Fully
  • starker Motor
  • viele Gänge

NACHTEILE

  • keine deutsche Straßenzulassung
  • zu kurze Sattelstütze
  • Klappscharnier zu ausladend

Das E-Bike Samebike LO26 – II kann mehr, als man von einem 1000-Euro-E-MTB erwartet: Es ist vollgefedert, hat 21 Gänge, einen starken Motor und klappt auf Wunsch. Wir haben es getestet.

Als wir im September 2021 das E-Mountainbike Eleglide F1 (Testbericht) in die Redaktion bekamen, waren wir von seiner Vielseitigkeit begeistert. Schließlich sieht man nur selten ein ausgewachsenes 26-Zoll-E-Bike mit Federung vorn und hinten und einer guten 21-Gang-Schaltung, welches sich auch noch zusammenklappen lässt. Dabei kostete es nur gut 700 Euro. Allerdings war das E-Bike nur wenige Wochen erhältlich, bevor es wieder vom Markt verschwand.

Nun gibt es mit dem Samebike LO26 – II eine verbesserte Neuauflage, die jedoch mit einem Preis von gut 1000 Euro auch etwas teurer ist.

Optik

Schon auf den ersten Blick sieht man dem Samebike LO26 – II an, dass es sich hier um ein außergewöhnliches E-Bike handelt. Das liegt vor allem an seinem Rahmen, in dessen optisch dominanten Quersteg sich der Akku verbirgt und welches eine Federung für das Hinterrad bietet. Auch die dicken Felgen sind schick. Als weniger gelungen empfinden wir die wahlweise schwarze oder weiße Farbwahl. Denn während das Eleglide F1 dank der Kombination aus Blau und Orange ein echter Hingucker ist, fehlen dem Samebike LO26 – II jegliche Farbakzente.

Samebike LO26 – II

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Display

Am Lenker dominiert das sehr große, farbige LED-Display. Hinter einer Abdeckung verbirgt sich ein USB-A-Anschluss zum Laden von mobilen Endgeräten wie Smartphones. Das Display ist beleuchtet, lässt sich aber bei direkter Sonneneinstrahlung nicht gut ablesen. Es zeigt in Anlehnung an eine analoge Geschwindigkeitsanzeige, wie schnell man unterwegs ist. Das sieht gut aus, ist aber wenig praktikabel. Egal, schließlich gibt es diese Anzeige auch in großen Zahlen. Zusätzlich zeigt das Display den Akkustand, die gefahrenen Kilometer, die Zeit und auf Wunsch vieles mehr.

Wer am Bordcomputer die zwei Tasten zum Einstellen der Unterstützungsstufe gedrückt hält, kommt in ein umfangreiches Untermenü. Dort bestimmt der Fahrer unter anderem die maximal Unterstützungsgeschwindigkeit. Diese kann auf 100 Kilometer pro Stunde gesetzt werden. Das ist Augenwischerei. Selbst bei vollgeladenem Akku erreicht das Samebike LO26 – II mit Motorunterstützung selten 35 Kilometer pro Stunde oder mehr.

Samebike LO26 – II

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Bremsen & Gangschaltung

Die Handgriffe am Lenker sind dank ihrer ergonomischen Form recht bequem. Auf jeder Seite sitzt je ein Bremshebel für die mechanischen Scheibenbremsen vorn und hinten. Diese sind von Haus aus ordentlich eingestellt. Dennoch greifen sie wie so häufig bei billigen E-Bikes aus China nicht optimal. Wer sie über die mitgelieferten Inbusschlüssel einstellt, kann noch etwas mehr Bremskraft herausholen.

Auch die 21-Gang-Schaltung von Shimano funktioniert auf Anhieb gut. Alle Gänge rasten so ein, wie sie sollen. Überhaupt begrüßen wir es, dass das Samebike LO26 – II derart viele Gänge bietet. So ist es mit dem E-Fully dank sehr niedriger Gänge auch möglich, steile Berge zu bezwingen oder auf einem anspruchsvollen Trail langsam große Wurzeln zu überwinden.

Samebike LO26 – II Bilder

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Samebike LO26 – II

Licht & Schutzblech

Das Frontlicht lässt sich über den Bordcomputer steuern, ist ausreichend hell und kann im Abstrahlwinkel variiert werden. Hinten gibt es kein Licht, welches nachgerüstet werden kann. Dazu empfehlen wir unseren Ratgeber Fahrradleuchten: Helles Licht mit Akku oder Batterie ab 15 Euro.

Das Samebike LO26 – II kommt mit einfachen Schutzblechen aus Kunststoff. Diese wirken nicht robust. Trotzdem sind sie ein Pluspunkt. Denn gerade bei billigen E-Mountainbikes aus China verzichten Hersteller gerne auf dieses praktische Zubehör.

Samebike LO26 – II

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Federung

Die Federgabel am Vorderrad, welches sich über einen Schnellspanner entnehmen lässt, ist zu weich. Über einen Drehregler kann der Fahrer sie fixieren. Die Federgabel scheint über eine Dämpfung zu verfügen. Diese ist jedoch zu hart. So knallt sie etwas ruppig zurück in ihre Ursprungsposition.

Für die Federung des Hinterrads zeichnet sich der 125-Millimeter-Dämpfer FA-688 verantwortlich. Er fängt leichte Stöße ab und erleichtert die Fahrt über Stock und Stein erheblich. Dennoch sollte man von ihm keine Wunder erwarten. Mit hochwertigen Fullys kann die Hinterradfederung des Samebike LO26 – II nicht mithalten.

Der Sattel ist ausreichend bequem. Nach hinten gerichtet sitzt ein rotes Katzenauge. Allerdings ist die Sattelstütze für Fahrer ab 180 Zentimeter zu kurz. Hier hat Samebike an der Länge des Rohrs gespart. Das ist schade, schließlich war das Rohr des Eleglide F1 (Testbericht) deutlich länger. Große Fahrer, die auf das Samebike LO26 – II schielen, sollten sich gleich eine passende Sattelstütze kaufen.

Samebike LO26 – II

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Klappen

Ein echtes Novum stellt die Möglichkeit dar, das Samebike LO26 – II zusammenklappen zu können. Dafür legt der Fahrer den Sicherungshebel in der Mitte des Rahmens um und faltet das E-Bike zusammen. Die Pedale können nicht angelegt werden. Dafür sind sie aus Metall und machen den Eindruck, einiges auszuhalten. Auch der Lenker kann nicht, wie man es von vielen E-Klapprädern (Bestenliste) gewohnt ist, nach unten geklappt werden. Trotzdem ist der Faltmechanismus praktisch. So passt das Samebike LO26 – II in größere Kofferräume.

Für uns hat der Klappmechanismus jedoch auch Nachteile. Zum einen könnte das Scharnier bei sehr starken Belastungen nachgeben und quietschen oder im schlimmsten Fall gar biegen und brechen. Zum andern stehen das Scharnier und der Sicherungshebel etwas vom Rahmen ab. Wer wie wir dazu neigt, seine Beine nah am Rahmen zu bewegen, bleibt zuweilen unsanft daran hängen.

Samebike LO26 – II

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Motor & Elektronik

Der 500-Watt-Motor (erlaubt sind 250 Watt) am Hinterrad kommt mit einer Spannung von 48 Volt. Er ist außergewöhnlich kräftig und schafft es auch schwerere Fahrer (zugelassen ist das E-Bike bis 150 Kilogramm Zuladung) flott zu beschleunigen.

Die Elektronik funktioniert grundsätzlich gut. So springt der Motor beim Pedaltritt schnell an und hört genauso schnell wieder auf. Die fünf Unterstützungsstufen variieren die maximale Geschwindigkeit, in der der Motor beim Beschleunigen hilft. Praktisch, aber in Deutschland nicht erlaubt, ist der Daumengriff, der den Motor direkt anspricht. Er aktiviert so den vollelektrischen Modus. So schiebt der Motor das Fahrrad an, ohne dass der Fahrer die Pedale auch nur berühren muss.

Unterhalb des Daumengriffs sitzt die elektrische, sehr laute Hupe, die in Deutschland ebenfalls nicht erlaubt ist. Die Einheit mit Griff und Hupe lässt sich dank Steckverbindung recht einfach entfernen. Das macht das Samebike LO26 – II aber noch lange nicht zum legalen Pedelec.

Samebike LO26 – II

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Akku

Der Akku sitzt im Rahmen und hat eine Kapazität von 499 Wattstunden. Er lässt sich zum Laden entnehmen, kann aber zum Befüllen auch im E-Bike bleiben. Samebike gibt an, dass eine Akkuladung im vollelektrischen Modus für 25 bis 35 Kilometer reicht. Im Unterstützungsmodus sollen 40 bis 80 Kilometer drin sein. Diese Angaben sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Hier spielen Faktoren wie Geschwindigkeit, Gewicht des Fahrers, Fahrweise, Bodenbeschaffenheit, Höhenmeter, Temperatur und viele mehr mit ein. In unserem Fall erreichen wir bei gemischter Nutzung gut 25 Kilometer, bevor der leere Akku über das mitgelieferte Netzteil wieder aufgeladen werden muss.

Preis

Das Samebike LO26 – II kostet noch bis zum 12. September 2022 bei Banggood (Kauflink) 1018 Euro. Bei Geekmaxi (Kauflink) zahlen Käufer 1026 Euro. Danach steigt der Preis. Hier im Preisvergleich zeigen wir die günstigsten E-Mountainbikes von deutschen Händlern. Mit dabei auch unsere Kaufempfehlung Eleglide M1 Plus (Testbericht).

Fazit

Das Samebike LO26 – II gehört zu den spannendsten E-Mountainbikes für gut 1000 Euro, die wir bisher gesehen haben. Das liegt vor allen daran, dass es dank 26-Zoll-Rädern eine vernünftige Größe hat, sich wegen seiner Vollfederung auch für schwieriges Gelände eignet und sich dennoch zusammenklappen lässt. Dazu bietet es einen starken Motor, einen großen Akku, ein schickes Display, viele Gänge und sogar Schutzbleche. Allerdings ist seine Sattelstütze zu kurz, es fehlt ein Rücklicht und das Scharnier zum Falten könnte einigen Fahrern beim Pedalieren im Weg sein. Sein größter Nachteil: Es hat keine Zulassung für den Straßenverkehr nach StVO. Gefahren werden darf es in Deutschland nur auf Privatgelände.

Beim Kauf muss man sich außerdem darüber im Klaren sein, dass hier aufgrund des günstigen Preises auch nur sehr günstige Bauteile zum Einsatz kommen. So kann es sein, dass es im Dauereinsatz an der ein oder anderen Stelle zu Problemen kommen wird.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Eleglide M1 Plus Gen 2

E-Bike Eleglide M1 Plus Gen 2 im Test

Das E-Bike Eleglide M1 Plus (Gen 2) befindet sich im Abverkauf und kostet aktuell nur noch 650 Euro – solange der Vorrat reicht. Wie gut das E-MTB ist, zeigt der Testbericht.

VORTEILE

  • Preis-Leistungs-Sieger
  • gute 21-Gang-Schaltung
  • Display und großer Akku

NACHTEILE

  • unaufgeräumtes Kabel-Management
  • viele sehr günstige Komponenten

Das E-Bike Eleglide M1 Plus (Gen 2) befindet sich im Abverkauf und kostet aktuell nur noch 650 Euro – solange der Vorrat reicht. Wie gut das E-MTB ist, zeigt der Testbericht.

Schon das Eleglide M1 Plus der ersten Generation gefiel uns im Test richtig gut. Wir fuhren es seitdem etwa 150 Kilometer. Unsere Erfahrungen fließen in diesen Test mit ein. Denn in großen Teilen sind die beiden Modelle baugleich. Vor allem an einem Punkt besserte Eleglide aber gehörig nach. Denn das Eleglide M1 Plus Gen 2. hat jetzt einen echten Bordcomputer mit Display. Der Vorgänger musste mit ein paar Tastern und LEDs auskommen. Außerdem ist die Federgabel nun hydraulisch und der Lenker ist etwas breiter. Leider verzichtet Eleglide diesmal auf Schutzbleche. Dem Vorgänger lagen noch einfache Kunststoffschützer bei. Diese hielten Wasser jedoch ohnehin nicht zuverlässig vom Hochspritzen ab. Für wenige Euro lassen sich Schutzbleche nachkaufen.

Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus Gen 2 kostet bei Geekmaxi 699 Euro.

Optik & Verarbeitung

Das Rad kommt in Einzelteilen. Zunächst muss der E-Bike-Fahrer den Lenker, das Vorderrad, die Pedale (Markierung für Links und Rechts beachten!) und das Frontlicht montieren. Das entsprechende Werkzeug liegt bei. Zudem findet sich im Karton ein Bügel zum Schutz der Schaltung am Hinterrad und Schutzbleche aus Kunststoff. Vor der ersten Fahrt sollten Käufer alle Schrauben nachziehen. In unserem Fall mussten wir zudem die Bremsen justieren, gleiches gilt für die Schaltung.

Optisch gefällt uns das Eleglide M1 Plus. Der matt-schwarze Aluminium-Rahmen ist schmal. Darauf druckt der Hersteller viele kleine graue und gelbe Kreuzchen, zusammen mit dem auffällig gelben Eleglide-Logo. Dieses Muster setzt sich auch auf dem Akku fort, der auf dem Rahmen aufsitzt und nicht integriert wurde.

Gar nicht gefällt dagegen das Kabel-Management. Fahrer könnten sich schnell bei Fahrten durchs Unterholz am Kabelsalat vor dem Lenker verhaken und das E-Bike damit beschädigen. Hier sollten Käufer vor der ersten Fahrt mit Kabelbindern oder ähnlichem die Kabel bündeln.

Lenker

Der Lenker wirkt vergleichsweise aufgeräumt. Dass er mit der neuen Version etwa breiter geworden ist, wäre uns nicht aufgefallen. Wir kamen auch mit der kürzeren Variante gut zurecht. Es gibt die üblichen Bremsgriffe für die mechanischen Scheibenbremsen vorne und hinten. Ebenfalls auf beiden Seiten sitzen die Hebel zu Steuerung der 21-Gang-Shimano-Schaltung. Dort gibt es auch eine kleine Anzeige, die den eingelegten Gang verrät. Außerdem sitzt auf der rechten Seite eine Glocke.

Der neue Fahrradcomputer mit Display wertet das Fahrrad im Gegensatz zum Vorgänger ordentlich auf. Nun sieht der Fahrer, wie schnell er fährt und wie weit er bereits gefahren ist. Zudem gibt es eine Anzeige der Akkurestkapazität in Balken und der gewählten Assistenzstufe. Über einen langen Tastendruck der Tasten Plus und Minus kommt der Fahrer in die Optionen. Dort kann er viele Parameter bestimmen, unter anderem die maximale Endgeschwindigkeit.

Eleglide M1 Plus Gen 2

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Das Frontlicht ist ausreichend hell, wenn auch nicht so hell wie das Frontlicht des Ado A26. Ein Rücklicht liegt dem Paket nicht bei, dies sollten sich Käufer für wenige Euro nachbestellen. Wer sich für das Thema interessiert, dem empfehlen wir unseren großen Ratgeber: Das beste Fahrradlicht mit Akku oder Batterie ab 10 Euro.

Der Sattel ist ausreichend weich und wirkt dennoch nicht wie der eines Rentner-Bikes. Ein Schnellverschluss fixiert ihn in der gewünschten Höhe. Die Pedale sind aus Kunststoff, machen jedoch einen deutlich besseren Eindruck als die Pedale des Ado A26.

Fahren

Das Eleglide M1 Plus Gen 2 mit seinen 27,5-Zoll-Reifen macht im Feldtest keine schlechte Figur. Für die harten Voraussetzungen einer rasanten Downhill-Fahrt sind seine Komponenten zwar nicht hochwertig genug. Um mit Schwung einen Bordstein in der Stadt zu nehmen, eignet es sich jedoch allemal.

Trotz der günstigen Komponenten ist es mit dem Eleglide M1 Plus im Gegensatz zu vielen anderen chinesischen E-Bikes möglich, einen technisch anspruchsvollen Wald-Trail zu fahren und auch gewisse Steigungen zu überwinden, ohne absteigen zu müssen. Das liegt vorwiegend an der ordentlichen 21-Gang-Schaltung. Auch dass der Motor ohne Mindestgeschwindigkeit anfängt mitzuschieben, hilft. Das ist alles andere als normal. So unterstützt der Motor in Ado Bikes wie dem E-MTB Ado A26 (Testbericht) etwa erst ab 7 Kilometer pro Stunde.

Eine weitere Verbesserung gegenüber dem Vorgänger betrifft die Federgabel, die jetzt hydraulisch federt. Das ist gerade auf wilden Trails eine echte Bereicherung. Auch knallt sie nicht mehr so unangenehm laut in ihre Ursprungsposition zurück. Wer will, kann sie fixieren. Unser Testfahrer hat eine Körpergröße von 186 Zentimeter. Viel größer sollten Käufer des Eleglide M1 Plus aber nicht sein.

Eleglide M1 Plus Gen 2

Eleglide M1 Plus Gen 2 heise bestenlisten

Die Elektronik des E-Mountainbikes ist simpel. Einen Drehmomentsensor besitzt es nicht. Das heißt, dass der Motor erst nach etwa einer halben Umdrehung anfängt zu schieben und etwa genauso lange nachläuft. Der Nachlauf kann durch das Betätigen der Bremse gestoppt werden. Auch wenn das verspätete Anspringen des Motors zunächst nervt, gewöhnt man sich unserer Erfahrung nach schnell daran. Noch schneller gewöhnt man sich an die feine manuelle Motorsteuerung über den Gasring, der dem E-Bike zur optionalen Montage beiliegt.

Wie lange hält der Akku?

Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus hat einen großen 450-Wattstunden-Akku. Das ist mehr, als die meisten anderen E-Bikes dieser Preiskategorie bieten. Eleglide spricht von einer Reichweite von 100 Kilometern. Realistisch sind das bei ebener Strecke, gutem Wetter, etwa 80 Kilogramm Zuladung und gemischter Motornutzung etwa 50 Kilometer.

Eleglide M1 Plus Gen 2 in Bildern

Eleglide M1 Plus Gen 2

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Eleglide M1 Plus Gen 2

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Eleglide M1 Plus Gen 2

Der Akku lässt sich über den mitgelieferten Schlüssel einfach entnehmen und zum Laden mit in die Wohnung nehmen, während das E-Mountainbike etwa im Keller bleibt. Alternativ kann der Akku zum Laden auch am Fahrrad bleiben. Dem Eleglide M1 Plus liegt ein 84-Watt-Netzteil mit 2 Ampere bei. Für eine volle Ladung benötigt es knapp fünf Stunden.

Preis

Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus Gen 2 kostet bei Geekmaxi 699 Euro. Zum Testzeitpunkt im April 2022 lag der Preis noch bei über 800 Euro. Die Lieferung erfolgt aus einem europäischen Lager. Zollgebühren fallen keine an.

Fazit

Wer für sein E-Mountainbike deutlich unter 1000 Euro ausgibt, braucht nicht mit hochwertigen Komponenten zu rechnen. Das ist auch beim Eleglide M1 Plus Gen 2 der Fall. Trotzdem bessert Eleglide am neuen M1 Plus an entscheidenden Stellen nach. So bietet es jetzt ein Display und eine vernünftige Federgabel. So macht das E-MTB auch abseits befestigter Straßen Spaß. Das liegt auch an der ordentlichen Gangschaltung und der direkten Motorunterstützung in fünf Stufen. Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus ist für seinen günstigen Preis ein vernünftiges E-Mountainbike und besser als teurere Modelle wie das Ado A26 (Testbericht).

Fafrees KRE27.5

E-Bike Fafrees KRE27.5 im Test

Das E-Mountainbike Fafrees KRE27.5 sieht schick aus, hat große und gute 27,5-Zoll-Reifen und ist mit weniger als 800 Euro auch noch richtig günstig. Wir machen den Test.

VORTEILE

  • schick mit guter Ergonomie
  • Vergleichsweise gute Motorsteuerung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

NACHTEILE

  • Geschwindigkeit lässt sich einfach hochstellen
  • Angabe der maximalen Reichweite völlig übertrieben

Das E-Mountainbike Fafrees KRE27.5 sieht schick aus, hat große und gute 27,5-Zoll-Reifen und ist mit weniger als 800 Euro auch noch richtig günstig. Wir machen den Test.

E-Mountainbikes aus China glänzen häufig mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Dazu gehört das günstige und trotzdem gute Eleglide M1 Plus genauso wie das schicke Ado D30C (Testbericht). Auch das Fafrees KRE27.5 bildet hier keine Ausnahme. Für einen Preis von 800 Euro bietet es mehr, als man zunächst vermutet. Was es alles gut macht und was nicht, zeigen wir hier im Testbericht.

Montage

Das Fafrees KRE27.5 kommt teilmontiert in einem großen Karton zum Käufer. Vor der ersten Fahrt muss der Lenker, das Vorderrad, die Pedale, die Glocke und das Frontlicht montiert werden. Nach dem Festziehen aller Schrauben sollte man zudem die Reifen aufpumpen und die Scheibenbremsen justieren. Entsprechendes Werkzeug liegt bei. Wir benötigen insgesamt etwa 45 Minuten.

Optik

Rein optisch ist das Fafrees KRE27.5 ein echter Hingucker. Es wirkt deutlich teurer als es der Preis von 800 Euro vermuten lässt. Das liegt vor allem an den großen Reifen und Kombination mit dem schnittigen Rahmen und seiner gelungenen Lackierung. Die Oberstange des Rahmens ist recht schmal, der Akku sitzt dezent im unteren Teil des Rahmens. Die schwarze Lackierung wird von orangefarbenen Elementen und einem großen, ebenfalls orangefarbenen Aufdruck unterbrochen. Den unteren Teil der Lenkstange empfinden wir wegen seiner konischen Form jedoch als etwas gewöhnungsbedürftig. An den Rädern befindet sich an Speichen jeweils ein Katzenauge. Dieses ist Weiß. Das sieht richtig schick aus. In Deutschland ist allerdings die Farbe Gelb vorgeschrieben. Schutzbleche liegen dem E-MTB nicht bei.

Fafrees KRE27.5

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Lenker & Controller

Der Lenker ist mit 69 Zentimetern ausreichend breit. Die Lenkgriffe sind gummiert, jedoch gerade für große Hände etwas klein. Die beiden Bremshebel für die vordere und hintere Scheibenbremse sind angenehm straff und nicht zu groß. Einen Gasgriff gibt es nicht. Auf der rechten Seite sitzt die einfache 7-Gang-Schaltung von Shimano. Auf der linken ein kleines LC-Display mit Bedieneinheit. Die dort angezeigte Geschwindigkeit lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesen. Wer die Power-Taste etwa eine Sekunde gedrückt hält, navigiert durch die Anzeige der Durchschnittsgeschwindigkeit, der maximalen Geschwindigkeit und der insgesamt gefahrenen Kilometer.

Fafrees KRE27.5

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Die Plus- und die Minus-Tasten schalten das Frontlicht ein und aus, aktivieren die Anschiebehilfe und bestimmen die Unterstützungsstufe. Wie so häufig bei günstigen E-Bikes und Pedelecs begrenzt die Unterstützungsstufe die maximale Geschwindigkeit des Motors.

Wer die Plus und Minus-Taste länger gleichzeitig gedrückt hält, kommt in das Untermenü. Dort kann man unter anderem die maximale Geschwindigkeit von 25 auf 40 Kilometer pro Stunde hochsetzen. Diese Option verhindert jedoch, dass das Fafrees KRE27.5 in Deutschland als Pedelec gilt.

Fafrees KRE27.5 Bilder

Fafrees KRE27.5

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Fafrees KRE27.5

Elektronik & Motor

Der Sensor an der Kurbel erkennt das Pedalieren vergleichsweise schnell und schaltet den Motor flott hinzu. Genauso schnell schaltet er sich auch wieder ab. Interessanterweise erkennt der Sensor, ob der Fahrer langsam oder schnell tritt und passt die Leistung des Motors daran an.

Der 250-Watt-Motor am Hinterrad gehört nicht zu den stärksten von uns bisher getesteten. Hier leistet etwa das gute 1100-Euro-E-MTB Decathlon E-ST 100 mehr. Allerdings gelingt es ihm problemlos, den 80 Kilogramm schweren Testfahrer auf 25 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Bei Steigungen kommt er jedoch schnell an seine Grenzen. Ist die Steigung zu stark, hilft nicht einmal mehr die Gangschaltung, da der erste Gang nicht weit genug nach unten reicht. Der höchste Gang reicht gerade noch, um bei 25 Kilometer pro Stunde noch mittreten zu können.

Fahren

Die Ergonomie des Fafrees KRE27.5 ist erstaunlich gut. Der Sattel lässt sich für Fahrer mit einer maximalen Größe von etwa 190 Zentimetern ausfahren. Allerdings ist der Sattel selbst zu schmal und zu hart. Wer mit dem E-Mountainbike längere Touren plant, sollte sich Ersatz besorgen.

Fafrees KRE27.5

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Bei unserer Testfahrt über einen anspruchsvollen Wald-Trail mit engen Kurven und vielen Wurzeln mach das Fafrees KRE27.5 eine ordentliche Figur. Das liegt an der Rahmengeometrie, den griffigen 27,5 Zoll großen Reifen, der vergleichsweise direkten Motorunterstützung und der passablen Federgabel am Vorderrad. Diese ist bei uns jedoch von Haus aus zu weich eingestellt. Mit einer entsprechenden Dämpferpumpe lässt sich die Härte anpassen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Federgabel zu fixieren.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Lenkeinheit mit Vorderrad. Zum einen wackelt sie auch bei fest angezogenen Schrauben leicht. Zum andere scheint sie weniger agil als bei anderen E-Mountainbikes. Allerdings gewöhnt man sich schnell daran.

Akku

Der Akku sitzt optisch schick integriert im unteren Rahmenrohr. Er bietet bei 36 Volt eine Kapazität von 360 Wattstunden. Laut Hersteller reicht das für eine Reichweite von maximal 150 Kilometern. Auch wenn sehr viele Faktoren wie Fahrergewicht, Temperatur, Untergrund, Steigung, Geschwindigkeit und mehr bei der realen Reichweite eine entscheidende Rolle spielen, halten wir diese Angabe für maßlos übertrieben. Wir rechnen bei einem Fahrergewicht von 80 Kilogramm und gemischter Nutzung im urbanen Umfeld mit maximal 50 Kilometer Reichweite.

Der Akku lässt sich über einen mitgelieferten Schlüssel einfach vom Rahmen lösen, um ihn etwa in der Wohnung zu laden, während das Fahrrad im Keller steht. Für eine komplette Ladung benötigt das mitgelieferte Netzteil etwa vier Stunden.

Preis

Das Fafrees KRE27.5 kostet bei Geekmaxi 999 Euro. Verschickt wird ohne zusätzliche Versandkosten aus europäischen Lagerbeständen.

Fazit

Für den aufgerufenen Preis von unter 800 Euro bietet das Fafrees KRE27.5 richtig viel. Uns gefällt vor allem die geschmeidige Optik und die beim Fahren gute Ergonomie. Auch die Elektronik des Motors funktioniert besser als bei vielen anderen E-Mountainbikes dieser Preiskategorie. Toll sind gerade abseits befestigter Straßen die großen Reifen mit ihrem tiefen Profil.

Wer auf deutschen Straßen fahren will, sollte sich jedoch besser nach einem anderen Modell umsehen. Denn die für Pedelecs maximal erlaubte Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde lässt sich hier sehr einfach am Bordcomputer heraufsetzen. Bereits die Option ist nicht erlaubt.

Eskute Netuno Plus

E-MTB Eskute Netuno Plus im Test

Das Eskute Netuno Plus mit Drehmomentsensor verspricht sportliches Fahrgefühl auf nahezu jeder Piste. Wir haben das E-MTB zum unschlagbaren Preis getestet.

VORTEILE

  • kräftiger Antrieb
  • Drehmomentsensor
  • schickes Design
  • Akku passt komplett in den Rahmen

NACHTEILE

  • Übersetzung nicht ideal für Tempo jenseits von 25 km/h
  • Rücklicht nur mit Batterie betrieben
  • Display zu dunkel bei Sonnenschein

Das Eskute Netuno Plus mit Drehmomentsensor verspricht sportliches Fahrgefühl auf nahezu jeder Piste. Wir haben das E-MTB zum unschlagbaren Preis getestet.

Wer auch abseits befestigter Pisten eine gute Figur beim Fahren machen will, sollte über ein E-Mountainbike nachdenken. Mit dem neuen Netuno Plus haben wir ein besonders preiswertes E-MTB im Test. Der Nachfolger des Eskute Voyager überrascht mit einem technischen Detail: An Bord ist ein Drehmomentsensor. Dieser sorgt für eine unmittelbare und dennoch situativ angepasste Unterstützung beim Treten.

Dank StVZO-konformer Beleuchtung und Reflektoren ist das Netuno Plus mit Heckantrieb zudem eine robuste Option für die Stadt als Alternative zu einem E-Citybike wie dem Eskute Polluno (Testbericht). Wie sich das Eskute Netuno Plus im Test schlägt, zeigt unser Testbericht.

Aufbau, Design & Verarbeitung

Das Eskute Netuno Plus erreicht den Käufer teilmontiert in einem gesicherten, großen Karton (146 × 25 × 80 cm, 31 kg). Der Aufbau erfolgt etwa in einer Stunde. Die Bedienungsanleitung könnte hier gerne noch etwas detaillierter ausfallen, speziell für Anfänger sind vielleicht nicht alle Schritte gleich ersichtlich.

Das Design gefällt uns gut, das montierte E-MTB sieht wirklich schick und sportlich aus und wirkt zumindest optisch auch hochwertig. Die Verkabelung ist insgesamt gut aufgeräumt. Bei der Rahmenform handelt es sich um ein Hardtail – also einen Diamantrahmen für MTBs ohne integrierte Federung, bei dem das dünne Oberrohr schräg nach unten abgewinkelt ist. Die schräge Form des Oberrohrs ermöglicht es bei MTBs, den Rahmen steifer und fester zu gestalten, was für eine bessere Kontrolle und Stabilität beim Fahren auf unebenem Gelände sorgt.

Das wesentlich dickere Unterrohr ist rechteckig gestaltet und tritt sehr dominant auf. Typisch für ein MTB ist das Oberrohr dünn und leicht nach unten abgewinkelt und dient lediglich zur Stabilisierung des Rahmens. Der Akku versinkt ohne Spaltmaße im dicken Unterrohr. Alle Komponenten sitzen fest und klappern nicht. Sowohl die Schweißnähte als auch Lackierung sind sauber verarbeitet. Ob sich der Eindruck auch nach längerem Gebrauch bestätigt, werden wir mit dem nächsten Update des Testberichts klären.

Standardmäßig kommt das Netuno als klassisches Mountainbike zum Käufer – also ohne Schutzblech oder Gepäckträger. Beleuchtung sowie Reflektoren sind aber vorhanden, womit es die Vorgaben für StVZO erfüllt. Wer es aber häufiger auf dem Weg zur Arbeit nutzen möchte, sollte bei Regenwetter dann doch an ein Schutzblech zum Nachrüsten nachdenken – andernfalls wird man sehr schnell nass und schmutzig.

Mit einem Gesamtgewicht von 27 kg gehört das Eskute Netuno Plus zu den schwereren E-MTBs aus unseren Tests. Andere Modelle wiegen hier 22 bis 25 kg. Die maximale Zuladung beträgt 125 kg – also mehr als 100 kg sollte der Fahrer nicht wiegen.

Lenker, Display & Licht

Der breite Lenker ist nahezu gerade ausgerichtet – typisch für ein MTB. Lediglich der mittlere Bereich ist leicht nach vorn gewölbt. Bremsgriffe befinden sich auf beiden Seiten, die 7-Gang-Schaltung von Shimano liegt rechts, links gibt es zudem eine Glocke.

In der Mitte der Halterung des Lenkers sitzt das Display mit LED-Anzeige. Es sieht sehr aufgeräumt aus – fast schon minimalistisch. Zum Einschalten dient ein Knopf auf der linken Seite des Lenkers. Neben der Geschwindigkeit, gewählten Unterstützungsstufe (von 1 bis 5), zuletzt zurückgelegter Strecke sowie einer groben Akkustandsanzeige gibt es keine weiteren Informationen.

Leider ist die Anzeige recht dunkel, sodass sie bei Sonnenschein nur schwer ablesbar ist. Das ist ärgerlich, generell gefällt uns die Optik des Displays sonst gut. Ebenfalls schade: Das Fahrrad merkt sich nicht die zuletzt gewählte Unterstützungsstufe, man muss diese also jedes Mal neu auswählen.

Dank Rektoren und Licht vorn wie hinten sowie der Glocke erfüllt das E-Bike die Kriterien der StVZO. Das vordere Licht wird von der Bordelektronik über den Akku gespeist. Man schaltet es einfach über den Power-Button ein. Das Rücklicht ist nicht an den Stromkreis angeschlossen und benötigt eine Batterie.

Eskute Netuno Plus im Test – Bilderstrecke

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Fahrverhalten

Mit dem Eskute Netuno Plus macht das Fahren wirklich Spaß. Auf den beiden Rädern mit 27,5 Zoll rollt es sich sicher über Asphalt, Wiese, aber auch Stock und Stein – sofern diese nicht zu groß sind. Für eine Downhill-Fahrt durch sehr grobes Gelände ist das Netuno weniger gedacht.

Lediglich eine Federgabel mit einem Federweg von 100 mm sorgt dafür, dass zumindest vorn die Stöße etwas abgemildert werden – etwa bei einem Bordstein. Es fährt sich aber gut beim Einsatz auf Schotterpisten, Sand, Wiesen, ebenem Waldboden oder Asphalt. Hinten braucht es schon festes Sitzfleisch, auch wenn der Sattel bequem ist. Nicht umsonst spricht man von Hardtail.

Für einen kräftigen Vortrieb sorgt der Bafang-Motor mit 250 Watt im Hinterrad. Dieser erzeugt bis zu 45 Nm, mit denen er das Rad anschiebt. Das klingt nicht nach so viel, fühlt sich aber beim Fahren sportlich an. Die Intensität der Unterstützung des Elektromotors ist in fünf Stufen geregelt.

Ein besonderes Schmankerl ist der Drehmomentsensor im Tretlager. Dieser erkennt die Kraft, mit der man in die Pedale tritt. Proportional zur angewandten Kraft passt sich die Motorunterstützung an. Das bietet im Fall des Netuno Plus den Vorteil, dass der Motor zügig anschiebt, sobald man stark in die Pedale tritt. Oftmals kommt es bei E-Bikes mit Nabenmotor sonst zu einer spürbaren Verzögerung, bevor die Unterstützung einsetzt. Insgesamt entfaltet sich die Kraft harmonisch, aber zügig. Das sorgt fast für ein Fahrgefühl wie bei einem Mittelmotor.

Bergauf kommt man gut, auch bei größeren Steigungen. Auf ebener Fläche hält das Rad verlässlich die Spur und lenkt bei Bedarf präzise. Die Scheibenbremsen machen zuverlässig ihren Job, könnten vielleicht eine Spur fester zupacken. Hier bedarf es möglicherweise etwas Fein-Tuning. Mit der Zeit sollten sich diese erst noch einbremsen.

Die Gangschaltung von Shimano gehört eher zur einfachen, preiswerten Sorte. Der Gangwechsel verläuft meistens verlässlich. Etwas ungewöhnlich: Im siebten Gang ist es gar nicht so einfach, das Tempo von 25 km/h zu halten, sobald die Unterstützung nicht mehr greift. Die dicken Reifen sorgen dann für viel Rollwiderstand. Zudem scheint die Übersetzung nicht ideal für das Tempo eingestellt zu sein. Wir hatten bisher in unseren Test die Erfahrung gemacht, dass die Übersetzungen dazu führen, dass man sich gefühlt zu Tode strampelt. Beim Eskute Netuno Plus ist genau das Gegenteil der Fall.

Akku

Der Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 522 Wh (14,5 Ah bei 36 V). Er ist herausnehmbar und gut im Unterrohr integriert sowie per Schloss gesichert ist. Das Laden dauert mit dem beigelegten Netzteil bis zu 8 Stunden.

Eskute gibt eine Reichweite von bis zu 80 km. Das hängt letzten Endes von vielen Faktoren ab, wie der Strecke, dem Wetter oder Gewicht der fahrenden Person. Unsere Erfahrung spricht eher für 50 bis 60 km Reichweite bei moderater Fahrweise, mildem Wetter und ebener Strecke.

Preis

Das Eskute Netuno Plus ist derzeit ein echtes Schnäppchen. Bei Banggood bekommt man das E-MTB für nur 599 Euro!

Technische Daten

Eskute Netuno Plus
Radgröße27,5 Zoll
Gewicht27 kg
Gesamtgewicht125 kg
Gangschaltung7 Gänge (Shimano)
Drehmoment45 Nm
Akkukapazität522 Wh
MotorBafang mit 250 W (Heckantrieb)
Federungvorn (100 mm)

Fazit

Das Eskute Netuno Plus ist ein sportliches und flottes E-MTB zum derzeit unschlagbaren Preis. Die Verarbeitung und das Design überzeugen, der Drehmomentsensor macht eine Menge Spaß. Lediglich bei Geschwindigkeiten jenseits der 25 km/h wirkt das Rad dann etwas schwerfällig. Das aufgeräumte Display ist bei Sonnenschein leider kaum ablesbar. Wer ein günstiges und schickes E-MTB sucht, das auch im Straßenverkehr fahren darf, macht hier eigentlich nichts falsch.

Engwe L20

Fatbike Engwe L20 im Test

Das Engwe L20 ist ein elektrisches Fahrrad mit großem Akku, starkem Motor und breiten Reifen. Wie gut man damit durch den Schnee pflügen kann, zeigt der Test.

VORTEILE

  • starker Motor, 624-Wh-Akku
  • Gepäckkorb
  • 120 kg Zuladung

NACHTEILE

  • einfache Gangschaltung
  • weniger geeignet für Personen über 190 cm

Das Engwe L20 ist ein elektrisches Fahrrad mit großem Akku, starkem Motor und breiten Reifen. Wie gut man damit durch den Schnee pflügen kann, zeigt der Test.

E-Bikes mit breiten Reifen, sogenannte Fatbikes wie das Engwe E26, liegen im Trend und bieten gerade im Winter auf schneebedeckten Wegen klare Vorteile gegenüber klassisch bereiften Pedelecs. Sie sind dank der breiten Bereifung gerade auf Schnee wesentlich spurtreuer als herkömmliche E-Bikes. So ist man trotz weichem Untergrund sicherer unterwegs.

Fatbikes gibt es mit unterschiedlichen Reifengrößen. In der Regel sind sie, wie die Modelle Engwe E26 und Himiway D3 Cruiser Step-Thru mit 4 Zoll breiten und 26 Zoll großen Rädern bestückt. Doch es gibt auch kleinere Varianten wie das Himiway Escape Pro und das E-Klapprad Ado A20F+ mit einer Radgröße von 20 Zoll. Die Breite beträgt auch bei den kleineren Rädern 4 Zoll.

Ein solches E-Bike hat nun auch Engwe mit dem L20 im Programm. Es bietet mit einem Tiefeinstieg ein besonders bequemes Auf- und Absteigen. Der hinter der Sattelstange integrierte Akku mit einer Kapazität von 624 Wh (48 Volt, 13 Ah) soll in Verbindung mit dem 250 Watt starken Hinterradmotor mit einem maximalen Drehmoment von 50 Nm eine Laufleistung von 140 km bieten. Außerdem gibt es Vorder- und Rücklicht, die der integrierte E-Bike-Akku zum Leuchten bringt und nicht, wie häufig bei günstigen Rädern der Fall, von einer eigenen Batterie mit Strom versorgt werden. Zudem kommt es mit Schutzblechen aus Metall, einem hinteren Gepäckträger mit einer maximalen Zuladung von 26 kg, einem Gepäckkorb an der Vordergabel mit einer maximalen Zuladung von 13 kg, einer Vorderradfederung und mechanischen Scheibenbremsen.

Obendrein eignet es sich auch für schwere Personen bis 120 kg – was im E-Bike-Bereich inzwischen allerdings keine Seltenheit mehr ist. Engwe verkauft das L20 in den Farben Rosa, Grün, Schwarz und Weiß für 999 Euro (Rabatt-Code DeliaKOL50OFF an der Kasse eingeben).

Optik und Verarbeitung

Geliefert wird Engwe L20 teilmontiert in einem großen Karton. Das englischsprachige Handbuch beschreibt den Aufbau sehr detailliert und sollte auch für Personen ohne englische Sprachkenntnisse kein Problem darstellen, da die Vorgehensweise auch in Form von aussagekräftigen Schaubildern verdeutlicht wird. Eigenes Werkzeug wird nicht benötigt, da es im Lieferumfang enthalten ist.

Zunächst montieren wir den Lenker und setzen danach das Vorderrad ein. Dann folgen vorderes Schutzblechs und der Gepäckkorb, an den wir die vordere Leuchte fest schrauben. Die Zuleitung befestigen wir mit den beiliegenden Kabelbindern an der Unterseite des Korbs. Zum Schluss erfolgt die Montage der mit L und R eindeutig gekennzeichneten Pedale. Der Aufbau hat bei uns etwa eine halbe Stunde gedauert. Allerdings muss man etwa genauso viel Zeit für das Entpacken des Rads einkalkulieren, da sämtliche Teile, die während des Transports beschädigt werden könnten, mit Schaumstoff gepolstert und mit Kabelbinder befestigt sind. Vor der ersten Fahrt ziehen wir alle Schrauben nach. Die breiten Reifen müssen wir nicht aufpumpen. Sie sind bereits fahrbereit. Wir empfehlen für die Fahrt einen Helm, die es auch in smart gibt. Bei der Auswahl hilft unsere Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.

Optisch ist das Engwe L20 ein echter Hingucker. Dieser Eindruck bestätigt sich bereits auf der ersten Testfahrt an den teils überraschten Blicken der Passanten. Ein Fatbike mit 20-Zoll-Rädern sieht man nicht alle Tage. Zudem sorgt die rosafarbene Lackierung des Rahmens mit Tiefeinstieg für einen starken Kontrast zu den in Schwarz gehaltenen restlichen Bauteilen wie Reifen, Felgen, Lenker, Gepäckträger hinten, Gepäckkorb vorn, Vorderradfederung, Akku, Kettenblatt vorn, sowie Sattelstütze und Sattel.

Als Tiefeinsteiger ist das Engwe L20 besonders für kleine Personen oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen geeignet, für die es oft mühsam ist auf ein Rad mit Querstange auf- oder abzusteigen. Das leichte Absteigen ist vorwiegend bei schneebedeckten Fahrbahnen bei einem notwendigen Halt, etwa an einer Ampel, von Vorteil. Laut Hersteller ist das L20 für Personen mit einer Körpergröße zwischen 154 und 183 cm optimal geeignet. Mit einer Körpergröße von 156 cm hat sich unsere Testperson sehr wohl auf dem Rad gefühlt. Auch der Sitz wurde als besonders bequem und sicher empfunden. Für die zweite Testperson mit einer Größe von 186 cm reicht die Länge der Sattelstütze gerade noch für eine ergonomische Sitzposition aus. Größere Fahrer werden diese nur durch den Austausch der 25 cm langen Sattelstütze erreichen. Das entsprechende Sattelrohr bietet eine Tiefe von 39 cm.

Ansonsten ist das 34 kg schwere Engwe L20 sauber verarbeitet, auch wenn die Schweißnähte nicht so sauber abgeschliffen sind wie beim teureren E-Bike Cannondale Canvas Neo 1 (Testbericht). Auch das Kabelmanagement hinterlässt einen aufgeräumten Eindruck.

Ausstattung

Der Lenker ist wie bei einem Mofa deutlich gebogen. Die Griffe sind ergonomisch geformt und bieten eine Auflagefläche für die Handballen. Die Klingel sitzt praktisch erreichbar am linken Bremsgriff. Am rechten Griff gibt es außerdem noch einen Gashebel, der aber standardmäßig deaktiviert ist. Mit ihm kann man die Motorunterstützung auch ohne Treten aktivieren und so das Rad bis zur Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h beschleunigen. Das ist aber in Deutschland verboten, sodass man den Gashebel besser ausgeschaltet lässt.

Das Display ist relativ klein, hintergrundbeleuchtet und auch bei Sonne noch ausreichend gut ablesbar. Einen USB-A-Anschluss zum Aufladen von Smartphones bietet es leider nicht. Die Steuereinheit des Fahrrad-Computers sitzt auf der linken Seite des Lenkers. Damit kann der Fahrer über Plus- und Minustaster am unteren Rand die Unterstützungsstufe (1-5) des Motors einstellen und das Licht ein- und ausschalten. Das Frontlicht ist ausgesprochen hell, hat aber den Nachteil, dass es starr am Gepäckkorb montiert in Kurven den Weg nicht optimal ausleuchtet.

Der 624 Wh starke Akku befindet sich hinter der Sattelstütze. Zunächst dachten wir, dass wir ihn erst entnehmen können, wenn wir die Sattelstütze abgeschraubt haben. Doch weit gefehlt: Der Sattel lässt sich per Hebel entriegeln und nach vorn klappen, sodass man den Akku problemlos entnehmen kann.

Bilder Engwe L20

Engwe L20 mit Tiefeinstieg und Fat Tyres im Test

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Engwe L20 mit Tiefeinstieg und Fat Tyres im Test

Engwe L20 mit Tiefeinstieg und Fat Tyres im Test

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Engwe L20 mit Tiefeinstieg und Fat Tyres im Test

Engwe L20 mit Tiefeinstieg und Fat Tyres im Test

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Engwe L20 mit Tiefeinstieg und Fat Tyres im Test

Engwe L20 mit Tiefeinstieg und Fat Tyres im Test

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Engwe L20 mit Tiefeinstieg und Fat Tyres im Test

Engwe L20 mit Tiefeinstieg und Fat Tyres im Test

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Engwe L20: EU-Konformitätserklärung

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Engwe L20: EU-Konformitätserklärung

Fahren

Ein E-Fatbike fährt sich etwas behäbiger als ein herkömmliches Pedelec mit normalen Reifen. Das konnten wir bereits beim Eleglide Tankroll (Testbericht) feststellen und bemerken es auch hier. So ist das Engwe L20 nicht besonders wendig, benötigt also einen höheren Wendekreis. Dafür ist es spurtreu und dank breiter Bereifung, weichem Sitz sowie Vorderradfederung schmälern Unebenheiten auf Radwegen, aber auch im Gelände und im Wald nicht den Fahrkomfort. Das ist nicht nur im Wald mit viel Wurzelwerk praktisch. Auch in der Stadt ist es ein leichtes, Bordsteine heraufzufahren. Das Fahrgeräusch ist aufgrund der größeren Auflagefläche der 4 Zoll breiten Reifen auf dem Asphalt allerdings höher als mit gewöhnlichen E-Bikes.

Das Fahren mit dem Engwe L20 macht richtig Spaß. Kaum etwas bringt es aus der Ruhe, es überrollt einfach kleinere Probleme, die bei normalen Fahrrädern unüberwindbare Hindernisse gewesen wären. Auch im Wald auf schneebedeckten Wegen hat es uns sicher transportiert. Dankbar sind wir auch über die montierten Schutzbleche aus Metall, die bei nasser Fahrbahn vor Spritzer an der Kleidung schützen.

Die mechanischen Scheibenbremsen mit einem Durchmesser von 160 mm bringen das L20 schnell zum Stehen. Auch auf Schnee bieten sie in Kombination mit den breiten Reifen ein optimales Bremsverhalten, wobei das Rad bei gerader Lenkerstellung nicht aus der Spur gebracht wird.

Motor

Der Heckmotor bietet die erlaubten 250 Watt Nennleistung und ein hohes Drehmoment von maximal 50 nm. Damit er seine Leistung entfalten kann, muss einer der beiden mitgelieferten Akkuschlüssel im Schloss stecken und umdreht werden. Erst dann kann man ihn über das Bedienpanel aktivieren. Er beschleunigt ziemlich stark und bringt selbst schwere Fahrer locker auf die erlaubten 25 km/h. Moderate Steigerungen sind mit dem Antrieb problemlos möglich. Und auch steilere Anstiege mit bis zu 13 Prozent hat das Rad im Test problemlos bewältigt.

Für steilere Berge geht die Übersetzung der 7-Gang-Shimano-Schaltung Altus nicht tief genug nach unten. Wie bei Heckmotoren üblich, benötigt der Motor etwa eine halbe Pedalumdrehung, bis er loslegt. Mit dem Betätigen der Bremsen stoppt er sofort. Ein Nachlaufen haben wir nicht festgestellt. Während der Fahrt reicht bereits ein simuliertes Treten, um den Vortrieb des Motors auszulösen.

Der 624 Wh starke Akku soll laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 140 km bieten. Aufgrund der wechselhaften und kalten Bedingungen der letzten Tage sind wir bislang mit dem Engwe L20 nur 20 km weit gefahren. Nach einem längeren und steilen Anstieg bei Minusgraden zeigt das Display oben am Berg nur noch zwei von fünf Balken an. Am Tag darauf wurden hingegen wieder fünf Balken angezeigt.

Grundsätzlich beziehen sich die Reichweitenangaben der Hersteller auf Idealbedingungen, mit leichtem Fahrer, gutem Wetter, gerader Stecke und so weiter gemessen. In der Praxis ist der Akku, vor allem wenn man bei Minusgraden und höchster Unterstützungsstufen unterwegs ist, deutlich früher erschöpft. Außerdem sollte man den Akku auch nicht komplett leer fahren, weil das die Haltbarkeit erheblich negativ beeinflusst.

Preis

Das Engwe L20 für kostet mit dem Code DELIAKOL50OFF 999 Euro. Engwe bietet zudem interessantes Zubehör für das L20. Für 379 Euro hat es etwa einen Ersatz-Akku im Programm. Gepäcktaschen gibt es ab 25 Euro und eine Telefonhalterung aus Aluminium für 19 Euro. Diverse Gepäckträger für hinten sind ab 69 Euro erhältlich.

Fazit

Der Test des Engwe L20 hat uns richtig Spaß gemacht. Gerade auf schneebedeckten Fahrbahnen, ob auf befestigten Wegen oder im Wald, hat uns das L20 immer sicher transportiert. Der Motor bietet auch für steilere Anstiege genügend Leistung. Die mechanischen Bremsen funktionieren gut und bringen das Engwe L20 auch bei schwierigen Bedingungen nicht aus der Spur. Zudem bietet das Fatbike mit seinen dicken 20-Zoll-Reifen und der einstellbaren Vorderradfederung einen hohen Fahrkomfort.

Bereits ein leichtes Treten der Pedale bringt den Motor auf Trab. Auf flacher Strecke reicht bereits ein Scheintreten aus, um die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h zu halten. Insgesamt ist das Engwe L20 ideal für jeden, der auf der Suche nach einem praktischen Winterrad ist, das auch dank des bereits montierten Gepäckkorbs und dem optional bestückbaren Gepäckträger auch fürs Einkaufen gut geeignet ist. Viele Anwender werden auch den bequemen Tiefeinstieg zu schätzen wissen. Engwe verkauft das L20 für 999 Euro (Rabatt-Code DELIAKOL50OFF an der Kasse eingeben).

Hinweis I: Der Test erschien bereits am 5.12.2023. Bei attraktiven Angeboten wird der Artikel aktualisiert.

Hinweis II: Anders als in einer früheren Version des Artikels berichtet wurde, bietet das Display des Engwe keinen USB-Anschluss. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Decathlon E-ST 100

E-MTB Decathlon E-ST 100 im Test

Seit einem halben Jahr fahren wir regelmäßig mit dem Decathlon E-ST 100. Dabei schlägt sich das E-Mountainbike für nur 1000 Euro richtig gut, wie unser Langzeittest zeigt.

VORTEILE

  • guter Alleskönner zum günstigen Preis
  • gute Steuerung dank Trittfrequenzsensor
  • prima Fahrgefühl

NACHTEILE

  • kein Licht, kein Ständer, kein Schutzblech

Seit einem halben Jahr fahren wir regelmäßig mit dem Decathlon E-ST 100. Dabei schlägt sich das E-Mountainbike für nur 1000 Euro richtig gut, wie unser Langzeittest zeigt.

E-Mountainbikes sind beliebt wie nie zuvor – und entsprechend in weiten Teilen ausverkauft. Nicht so das Decathlon E-ST 100. Wer es im Decathlon-Store (Kauflink) erwirbt, zahlt dafür aktuell 1000 Euro. Ein guter Preis.

Design & Verarbeitung

Das Decathlon E-ST 100 mit seinen 27,5 Zoll großen Rädern kommt in einem gefälligen Design. Der sportlich geformte Alurahmen ist grau-blau lackiert. Einige gelbe Akzente sorgen für optische Highlights. Der Akku sitzt auf dem Rahmen auf. Das ist leider nicht so schön gelöst wie beim Eskute Voyager (Testbericht) und entlarvt das Decathlon E-ST 100 auf den ersten Blick als elektrischen Mountainbike. Gut gefällt uns der steile Neigungswinkel der Vordergabel, was man so vor allem aus dem Downhill-Bereich kennt. Auch wenn Decathlon überwiegend auf sehr günstige Komponenten setzt, zickt nichts nach unseren knapp 500 gefahrenen Kilometern rum.

Ausstattung

So wie das E-MTB geliefert wird, ist es erst einmal nicht straßentauglich. Dafür fehlen ihm ein vorderes und ein hinteres Licht. Dafür empfehlen wir unseren Ratgeber: Helle Fahrradleuchten mit und ohne Akku ab 15 Euro. Was dem E-Mountainbike ebenfalls fehlt, ist ein Ständer. Auch wenn dieser nicht sicherheitsrelevant ist, empfinden wir ihn dennoch im Alltag als praktisch und notwendig. Ebenfalls praktisch und für viele notwendig sind Schutzbleche, die dem E-MTB nicht beiliegen. Zum Glück kann man beides für wenige Euro nachkaufen. Die obligatorischen Reflektoren liegen dem E-Bike bei. Auch über eine CE-Kennzeichnung verfügt das elektrische Fahrrad.

Decathlon E-ST 100 in Bildern

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Decathlon E-ST 100

Am Lenker sitzen Bremshebel für die mechanischen Scheibenbremsen vorne und hinten. Diese sind von Tektro und greifen von Anfang an ohne Nachjustierung richtig gut. Die Bedienung der 8-Gangschaltung eines unbekannten Herstellers ist zunächst etwas ungewohnt, geht aber mit der Zeit flüssig von der Hand. In den 500 von uns gefahrenen Kilometern ist die Kette kein einziges Mal herausgesprungen. Gut: Zum einen geht der niedrigste Gang tief genug herunter, um auch schwierige Trail-Passagen zu meistern. Zum anderen ist der höchste Gang hoch genug, um auch in flotten Geschwindigkeiten noch kräftig zutreten zu können. Die Federgabel kann in ihrer Härte justiert werden und verfügt über eine Dämpfung.

Die 27,5 Zoll großen Rockrider All Terrain light-Reifen mit einer Innenweite von 2,2 Zoll des knapp 23 Kilogramm schweren E-Bikes bieten ein gutes Profil und geben auch auf anspruchsvollen Trails eine ganz gute Figur ab. Die flachen Pedale bieten ebenfalls einen guten Halt und sind aus einem festen Kunststoff gefertigt.

Fahrgefühl

Der Lenker des Decathlon E-ST 100 sitzt tief, was besonders bei großen Fahrern zu einer sportlichen Haltung führt. Beim Fahren haben wir stets das Gefühl der vollen Kontrolle. Das liegt am guten Rahmen, den passenden Reifen und insgesamt gut aufeinander abgestimmten Bauteilen. Im Gegensatz zu einigen sehr günstigen China-Bikes quietscht und wackelt hier nichts. Das Decathlon E-ST 100 macht nicht nur im urbanen Umfeld eine gute Figur. So ist es etwa problemlos möglich, einen Bordstein hinaufzufahren. Auch auf schwierigen Wald-Trails kommt man mit dem E-Bike gut voran.

Elektronik

Am Lenker sitzt die kleine Steuereinheit mit hintergrundbeleuchtetem LD-Display. Die Anzeige gibt Auskunft über aktuelle Geschwindigkeit, Akkukapazität, Unterstützungsstufe und insgesamt gefahrene Kilometer. Das Display spiegelt etwas, kann aber dennoch in den meisten Fällen auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut abgelesen werden. Neben dem Display befinden sich neben dem Knopf zum Ein- und Ausschalten außerdem zwei Knöpfe für die Wahl der Unterstützungsstufe. Dabei startet das Decathlon E-ST 100 stets in der Stufe 1 mit der geringsten Motorunterstützung. In Stufe 2 gibt der 250-Watt-Motor alles, was er hat. Dabei ist die Motorkraft zusammen mit der gut eingestellten Gangschaltung absolut ausreichend, um auch steile Berge hinaufzukommen.

Außergewöhnlich gut hat uns die elektronische Steuerung gefallen. Da das Decathlon E-ST 100 über einen Trittfrequenzsensor verfügt, erkennt es schneller als viele andere E-Bikes mit Heckantrieb, wenn der Fahrer in die Pedale tritt und schaltet den Motor zur Unterstützung hinzu. Genauso flott schaltet die Steuerung den Motor auch wieder aus, sobald der Fahrer nicht mehr beschleunigt.

Akku

Der Akku des E-Mountainbikes Decathlon E-ST 100 hat eine Kapazität von 380 Wattstunden. Das ist weniger als etwa beim sehr günstigen Eleglide M1 Plus (Testbericht) mit seinem 450-Wattstunden-Akku. Trotzdem kommen wir bei flacher Strecke, guten Wetter, 80 Kilogramm Zuladung und überwiegend voller Unterstützung im Schnitt gut 50 Kilometer weit, bevor das E-Mountainbike für etwa sieben Stunden ans mitgelieferte Netzteil muss. Zum Laden kann der Akku entnommen werden.

Preis

Das Decathlon E-ST 100 kostet aktuell in verschiedenen Größen im Decathlon-Store (Kauflink) 1000 Euro. Derzeit ist es verfügbar, was man nicht von allen E-Bikes dieser beliebten Preiskategorie behaupten kann.

Im folgenden Preisvergleich zeigen wir die aktuell günstigsten verfügbaren E-Mountainbikes:

Fazit

Das Decathlon E-ST 100 hat uns überzeugt. Für seinen recht günstigen Preis begleitet es uns nun schon knapp 500 Kilometer und machte bisher keine Probleme. Auch wenn hier überwiegend preiswerte Bauteile zum Einsatz kommen, arbeiten diese zuverlässig und wirken aufeinander abgestimmt. Die Reifen greifen zuverlässig, der Motor ist stark genug, der Akku ausreichend groß, die Schaltung sowie die Bremsen arbeiten gut und insgesamt vermittelt das E-Bike dem Fahrer das Gefühl, stets Herr der Situation zu sein. Einen großen Teil trägt dazu die gute elektronische Steuerung bei. Denn dank eines Trittfrequenzsensors reagiert der Motor zuverlässig auf die Pedalbewegungen des Fahrers.

Insgesamt können wir das Decathlon E-ST 100 empfehlen. Aktuell gibt es wohl nur wenige Fahrräder in dieser Preisregion, die ein ähnlich überzeugendes Gesamtpaket bieten. Ähnlich günstig ist das Voyager Eskute (Testbericht). Es sieht jedoch dank des versteckten und sehr großen 480-Wattstunden-Akkus eleganter aus.

Eleglide M2

E-MTB Eleglide M2 im Test

Hydraulische Bremsen, stärkerer Motor, größerer Akku und eine sanfte Federung: Das E-MTB Eleglide M2 bessert an vielen Stellen nach und kostet dennoch weniger als viele andere E-Bikes. Wir haben es im Testbericht.

VORTEILE

  • tolles Gesamtpaket trotz geringen Preises
  • großer Akku, starker Motor, 24-Gang-Schaltung
  • hydraulische Bremsen, gute Federung

NACHTEILE

  • Motor reagiert verzögert
  • kein Hecklicht, kein Schutzblech
  • Kabelmanagement

Hydraulische Bremsen, stärkerer Motor, größerer Akku und eine sanfte Federung: Das E-MTB Eleglide M2 bessert an vielen Stellen nach und kostet dennoch weniger als viele andere E-Bikes. Wir haben es im Testbericht.

Das Eleglide M1 wurde vor etwa zwei Jahren vorgestellt. Seitdem hat Eleglide das E-Bike stetig verbessert. So wurde unter anderem der Fahrradcomputer besser, die Reifen größer und die Federung sanfter. Das Eleglide M1 Plus Gen 2 ist die aktuelle Integration des E-MTBs. Das uns nun vorliegende Eleglide M2 schraubt an vielen Details und ist dennoch kaum teurer geworden. Wir schauen es uns hier im Testbericht ganz genau an.

Aufbau & Optik

Das Eleglide M2 kommt zum großen Teil vormontiert in einem dicken Karton zu uns. Der Aufbau sollte von jedem mit technischem Grundverständnis zu bewerkstelligen sein. Trotzdem gibt es hier mehr zu schrauben als etwa bei Fiido C21 (Testbericht). Vorderrad, Sattelstütze und Lenker einsetzen, Frontlicht und Schutzbügel für die Gangschaltung anschrauben, Reflektoren montieren, Pedale einsetzen, alle Schrauben nachziehen und aufpumpen – nach einer knappen Stunde ist das Eleglide M2 fahrbereit. Gut: Die hydraulischen Scheibenbremsen schleifen nicht.

Eleglide M2

Eleglide M2 heise bestenlisten

Das Styropor im Karton soll dafür sorgen, dass es zu keinen Transportschäden kommt. Allerdings verteilt es beim Herausnehmen des E-Bikes viele kleine Brösel. Was wir vermissen, sind Schutzbleche. Wer so über nasse Straßen fährt, wird zwangsläufig vollgespritzt. Ab 10 Euro sollte man sich etwa über Amazon (Kauflink) entsprechende Schutzbleche nachkaufen. Das Eleglide M2 hat eine IPX4-Zertifizierung gegen Spritzwasser.

Optisch gefällt uns das 22 Kilogramm schwere Pedelec gut. Es wirkt dank dicker Reifen und sportlicher Geometrie, die sich auch für größere Fahrer eignet, vergleichsweise schick und hochwertig. Trotzdem hat uns der gelb-grüne Aufdruck auf dem Eleglide M1 noch etwa mehr angesprochen als das in Rot gehaltene Logo auf dem M2. Wie beim M1 ist auch beim neuen Modell das Kabelmanagement weniger gut gelöst. Vor dem Lenker sammeln sich zu viele über Spiralbinder gebündelte Kabel, die überwiegend am Rahmen entlang zu ihrer Destination führen. So ist es im Zweifelsfall zwar besser reparierbar, sieht aber unaufgeräumt aus.

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Eleglide M2

Display

An der linken Seite des Lenkers sitzt das hintergrundbeleuchtete Display mit vier Tastern, welches sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesen lässt. Das Display zeigt die aktuelle Geschwindigkeit mit einer Nachkommastelle, die gewählte Unterstützungsstufe, die Akkuladung in fünf Balken und die gefahrenen Kilometer an. Der untere Taster steuert das ausreichend helle Frontlicht. Ein Hecklicht gibt es nicht und muss nachgekauft werden. Bei Amazon (Kauflink) gibt es die ab etwa 8 Euro. Außerdem aktiviert der Fahrradcomputer auf Wunsch einen Gehmodus, der das Fahrrad auf 6 Kilometer pro Stunde auch ohne Tritt in die Pedale "anschiebt".

Eleglide M2

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Auf der rechten Seite des Lenkers befindet sich eine kleine Klingel. Die Griffe sind angenehm gummiert. Eleglide legt dem M2 Ersatzgriffe bei. Die Installation sollte man in Deutschland allerdings tunlichst vermeiden, denn sie rüsten einen Gasgriff nach, der so hierzulande nicht erlaubt ist.

Gangschaltung

Was schon die M1-Serie auszeichnete, hat zum Glück auch den Sprung auf das M2 geschafft: die 24-Gang-Schaltung mit Shimano-Schaltwerk. Sie gewährt im niedrigsten Gang eine derart tiefe Übersetzung, dass selbst steile Anstiege kein Problem darstellen. Im höchsten Gang sorgt sie dafür, dass man auch bei 25 Kilometer pro Stunde noch gemütlich mitpedalieren kann. Diese Gangschaltung ist im Bereich der günstigen China-E-Bikes ein echtes Novum. Die meisten anderen haben eine 7-Gang-Schaltung mit unpassender Übersetzung.

Bremsen

Das Eleglide M2 bietet statt der sonst bei E-MTBs unter 1000 Euro üblichen mechanischen Scheibenbremsen sogar hydraulische Scheibenbremsen. Sie bieten im Vergleich zu mechanischen Scheibenbremsen höhere Bremskraft und präzisere Dosierbarkeit. Zudem benötigen sie weniger Handkraft, justieren sich selbstständig und bremsen in nasser Umgebung besser. Nachteil: Sie sind im schwerer zu reparieren, hier ist Fachwissen und spezielles Werkzeug erforderlich. Im Bremstest erreicht das Eleglide M2 die volle Punktzahl. Wir empfehlen dennoch dringend das Tragen eines Helmes. Hier hilft unsere Bestenliste Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.

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Fahren

Der 250-Watt-Motor am Hinterrad des Eleglide M2 mit einer Nennspannung von 36 Volt ist ausgesprochen stark. Er erreicht in der Spitze 570 Watt und bietet ein Ausgangsdrehmoment von 55 Newtonmeter. Das ist mehr als noch beim Eleglide M1. So beschleunigt der Motor auch schwerere Fahrer bis zu den zugelassenen 120 Kilogramm problemlos moderate – dank der guten Gangschaltung auch heftige – Steigungen hinauf.

Wie schon beim M1 benötigt der Motor auch beim M2 beim Pedalieren etwa eine halbe Umdrehung, damit er loslegt. Etwa genauso lange läuft er nach, kann jedoch über das Betätigen der Bremse sofort gestoppt werden. Schade, dass Eleglide hier keinen besseren Drehmomentsensor einbaut. Man sieht etwa beim sehr guten Fiido C21, was für einen großen Unterschied das für das Fahrgefühl bedeutet.

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Damit einher geht auch das Verhalten der Unterstützungsstufen. So regulieren diese eben nicht die Kraft des Motors wie beim Mittelmotor-E-Bike Magmove CEH55M (Testbericht), sondern die Endgeschwindigkeit. Stufe 1 unterstützt bis 12 Kilometer pro Stunde, Stufe 5 bis zu den maximal erlaubten 25 Kilometer pro Stunde.

Insgesamt zeigt sich das Eleglide M2 beim Fahren wendig und vermittelt ein gutes Fahrgefühl. Das liegt auch an der nun deutlich besseren hydraulischen Frontgabelfederung, die auf Wunsch fixiert werden kann. Aber auch die Reifen von Kenda auf den 27,5-Zoll-Rädern haben ihren Anteil. Sie greifen etwa bei Matsch besser als noch die Reifen des Eleglide M1.

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Akku

Der Akku sitzt deutlich sichtbar auf dem Rahmen des Eleglide M2. Über einen Schlüssel kann er entnommen werden, um ihn etwa in der Wohnung zu laden, während das Fahrrad im Keller bleibt.

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Seine Kapazität ist zum Eleglide M1 von 450 Wattstunden auf stolze 540 Wattstunden gestiegen. Das ist im Vergleich zu anderen E-Bikes richtig viel und in dieser Preiskategorie kaum zu sehen. Eleglide spricht unter Idealbedingungen von einer erreichbaren Maximalreichweite von 125 Kilometern. Bei einem Fahrergewicht von 80 Kilogramm, viel Stopp-&-Go und Motorunterstützung, überwiegend flachem Untergrund und warmen Wetter gehen wir von 50 bis 60 Kilometern aus, bis der Akku leer ist. Nachgeladen wird er über das mitgelieferte Netzteil. Eleglide spricht von einer Ladezeit von zehn Stunden.

Preis

Geekmaxi will für das Eleglide M2 799 Euro. Wenn auch nicht so gut wie das M2, könnte sich für Sparfüchse auch das Eleglide M1 Plus Gen 2 lohnen. Es kostet im Abverkauf 699 Euro.

Fazit

Eleglide hat es schon wieder geschafft: Mit dem M2 zeigen sie eine E-MTB, welches Features bietet, die sonst in dieser günstigen Preisklasse unüblich sind. Dazu gehören vor allem die hydraulischen Scheibenbremsen, der starke und dennoch legale Motor, der überaus großzügig dimensionierte Akku und die sanfte Frontgabel. Auch die 24-Gang-Schaltung, die griffigen Reifen und die gute Ergonomie sprechen für das Eleglide M2. Schade, dass Eleglide keinen besseren Drehmomentsensor eingebaut hat. Auch ein beiliegendes Hecklicht und ein Schutzblech wären schön gewesen. Allerdings lassen sich diese für wenige Euro nachkaufen. Insgesamt ist das Eleglide M2 ein für den günstigen Preis richtig gutes E-MTB und ein würdiger Nachfolger des Eleglide M1 Plus Gen 2.

Sachsenrad R8 Ranger

E-Bike Sachsenrad R8 Ranger im Test

Das Sachsenrad R8 Ranger sieht richtig schick aus und schnürt ein in sich stimmiges Gesamtpaket. Trotzdem kostet das E-MTB nur um die 1000 Euro. Wir haben es getestet.

VORTEILE

  • gutes Gesamtpaket zum Einstiegspreis
  • für große und schwere Fahrer geeignet
  • deutsche Serviceabwicklung

NACHTEILE

  • recht schwacher Motor
  • kleiner Akku
  • Kabelmanagement

Das Sachsenrad R8 Ranger sieht richtig schick aus und schnürt ein in sich stimmiges Gesamtpaket. Trotzdem kostet das E-MTB nur um die 1000 Euro. Wir haben es getestet.

E-Mountainbikes machen nicht nur im Gelände, sondern auch in der Stadt eine gute Figur. Schließlich sind sie darauf ausgelegt, den ein oder anderen Schlag wegzustecken. So ist es mit ihnen meist kein Problem, einen Bordstein mit moderater Geschwindigkeit hinaufzufahren. Auch dank der hohen Flexibilität und den dennoch häufig moderaten Preisen sind sie bei Käufern enorm beliebt.

Hier im Testbericht nehmen wir uns das Sachsenrad R8 Ranger vor. Wie der Name bereits suggeriert, kommt es von einem deutschen Unternehmen. In der beiliegenden, sehr umfangreichen Anleitung werben sie mit einem Kundenservice, der im Gewährleistungszeitraum von 24 Monaten die geltenden Ansprüche schnell und unkompliziert umsetzen soll.

Das Sachsenrad R8 Ranger kostet auf deren Webseite 1500 Euro. Wer es bei Amazon kauft, zahlt aktuell 1149 Euro.

Aufbau und Optik

Das Sachsenrad R8 Ranger kommt zum großen Teil vormontiert in die Redaktion. Nach etwa 40 Minuten haben wir den Lenker und das Vorderrad eingesetzt, die Pedale, die Klingel, das Frontlicht und das Hecklicht angebracht, den Sattel auf die Sattelstange geschraubt und die Reifen aufgepumpt. Nach dem Nachziehen aller Schrauben kann es losgehen. Wir empfehlen beim Fahren grundsätzlich das Tragen eines Helms. Bei der Auswahl hilft unsere Bestenliste Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.

Sachsenrad

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Optisch gefällt uns das Sachsenrad R8 Ranger ausgesprochen gut. Das liegt vor allem an der sportlichen Geometrie des Rahmens und an dem knalligen Gelb, welches sich auffällig über den mattgrauen Rahmen zieht. Weniger gelungen ist das Kabelmanagement. So bündelt Sachsenrad bei ihrem R8 Ranger ganze sieben vom Lenker kommende Kabel vor dem Lenker, bevor sie im unteren Teil des Rahmens verschwinden. Die Blende über dem herausnehmbaren Akku hat etwas unregelmäßige und zu große Spaltmaße. Eine IP-Zertifizierung können wir im Datenblatt nicht finden. Allerdings sollte zumindest diese Spalte bei Regen keine Probleme bereiten.

Lenker

Der Lenker ist angenehm breit. Das passt gut zum großen Rahmen und der hohen maximalen Zuladung 125 Kilogramm. So eignet sich das R8 Ranger auch für große und schwere Fahrer. Das Eigengewicht des E-Bikes beiträgt knapp 23 Kilogramm. Die Lenkgriffe sind aus einem angenehm weichen Gummi und ergonomisch geformt. So sollte es auch bei längeren Fahrten zu keinen Ermüdungserscheinungen in den Händen kommen.

Sachsenrad R8 Ranger Bilder

Sachsenrad R8 Ranger

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Sachsenrad R8 Ranger

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Sachsenrad R8 Ranger

Auf der rechten Seite sitzt die Klingel, der Bremsgriff für das Hinterrad und die einfache 7-Gang-Schaltung der Tourney-Serie von Shimano. Auf der linken Seite sitzt neben dem Bremsgriff für das Vorderrad die Steuereinheit samt Display. In der Mitte befindet sich das Frontlicht. Hier hätten wir uns, wie bei den meisten anderen E-MTBs üblich, eine Position an der Federgaben gewünscht. So wirkt das Licht etwas aufgesetzt und bei Stürzen weniger gut geschützt.

Steuereinheit

Das LC-Display ist hintergrundbeleuchtet, spiegelt jedoch und lässt sich deshalb bei direkter Sonneneinstrahlung nur schwer ablesen. Es zeigt alle relevanten Informationen wie die aktuelle Geschwindigkeit, die verbleibende Akkukapazität, die gewählte Unterstützungsstufe und rotierend weiteren Daten wie die gefahrenen Kilometer, die maximale und die Durchschnittsgeschwindigkeit an. Eine App gibt es nicht.

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Die Unterstützungsstufen regulieren die vom Motor maximal unterstützen Geschwindigkeiten, nicht die Kraft des Motors. Wer will, dass die Unterstützungsstufen die Kraft des Motors beeinflusst, muss zu einem Pedelec mit Trittfrequenzsensor wie dem Fiido C21 (Testbericht) oder einem elektrischen Fahrrad mit Mittelmotor wie dem Magmove CEH55M (Testbericht) greifen.

Über ein kurzes Drücken der On-/Off-Taste schaltet der Fahrer das Vorderlicht ein. Das beiliegende Rücklicht hängt nicht am Stromkreislauf und muss separat direkt am Licht ein- und ausgeschaltet werden.

Fahren

Gerade größere Fahrer fühlen sich auf dem Sachsenrad R8 Ranger sofort wohl. Es ist auch im Gelände angenehm wendig und vermittelt das Gefühl der vollen Kontrolle. Die hydraulische Frontgabel fängt die meisten Unebenheiten ab. Sie kann auf Wunsch fixiert werden. Die Pedale sind aus Metall – das ist in dieser Preisklasse nicht immer der Fall. Auch die Compass-Reifen auf den 27,5 Zoll großen Rädern gefallen uns gut. Sie greifen bei unserer Testfahrt durch einen Wald-Trail zuverlässig.

Sachsenrad R8 Ranger

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Schaltung

Die Shimano-Schaltung funktioniert sofort, wir müssen nichts nachstellen. Auch geht der niedrigste Gang weit genug nach unten, um steilere Berge hinaufzukommen und der höchste Gang ist hoch genug, um bei 25 Kilometer pro Stunde noch gemütlich mitpedalieren zu können. Für Berge gibt es eine Schiebehilfe, die das Fahrrad selbstständig mit 6 Kilometer pro Stunde bewegt.

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Bremsen

Als ein Highlight hebt Sachsenrad die Hybrid-Hydraulikbremsen hervor. Sie sind über einen Bowdenzug mit den Bremsgriffen verbunden. Die Bremsklemme selbst funktioniert jedoch hydraulisch. Im Test greifen sie nach einigen Kilometern des Fahrens sehr gut. Auch lassen sie sich fein dosiert ansteuern.

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Motor

Der Motor sitzt auf der Achse des Hinterrads und hat eine Nennleistung von 250 Watt bei 36 Volt. Angaben zur Peak-Leistung oder zu den Newtonmetern finden wir nicht. Insgesamt hinterlässt der Motor jedoch keinen besonders starken Eindruck. Hier hatten wir schon deutlich stärkere Modelle im Test, etwa das Himiway Cruiser Step-Thru (Testbericht).

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Akku

Der Akku bietet eine Kapazität von 360 Wattstunden. Sachsenrad gibt eine durchschnittliche Reichweite von gut 25 Kilometern und eine maximale Reichweite von 50 Kilometern an. Das sind endlich mal realistische Reichweitenangaben, die jedoch von vielen Faktoren wie dem Gewicht des Fahrers, der Umgebungstemperatur, der Fahrweise, dem Untergrund, der Unterstützungsstufe, der Geschwindigkeit und vielem mehr abhängig sind. Wieder voll ist der Akku laut Sachsenrad in 4 bis 6 Stunden.

Sachsenrad

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Preis

Das Sachsenrad R8 Ranger kostet bei Amazon 1149 Euro.

Fazit

Das Sachsenrad R8 Ranger ist ein gelungenes E-Mountainbike zum Einstiegspreis. Es nutzt wie viele andere günstige E-MTBs eher einfache Komponenten, liefert aber zum einen ein stimmiges Gesamtpaket ohne große Schwächen ab. Zum anderen kann es sich etwa durch die hybrid-hydraulischen Scheibenbremsen, dem großen Rahmen und der hohen maximalen Zuladung sowie der Rahmengeometrie und der tollen Optik von der Konkurrenz im gleichen Preisfeld absetzen. Auch, dass Käufer hier für eventuelle Service-Fälle einen deutschen Ansprechpartner haben, dürfte für viele ein entscheidendes Kriterium sein.

Für unser Empfinden hätte der Motor gerne etwas stärker sein dürfen. Zudem ist der Akku mit 360 Wattstunden recht klein. Uns gefällt weder das Kabelmanagement noch das zwar beiliegende, aber nicht mit dem Stromkreislauf verbundene Rücklicht.

Im Rahmen dieses Beitrags haben wir die E-Bikes in verschiedenen Szenarien wie geteerten Radwegen, geschotterten Feldwegen und steilen Anstiegen getestet. Langfristige Probleme, die eventuell bei monate- oder jahrelanger Alltagsnutzung auftreten, können wir auf diese Weise nicht erfassen. Finden wir nach Veröffentlichung unseres Testberichts noch Fehler oder werden von unseren Lesern auf etwas hingewiesen, tragen wir das nach.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.