Ukraine-Krieg | Brennender Kreml im Hintergrund: Selenskyj gibt Angriffsbefehl

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Brennender Kreml im Hintergrund: Selenskyj gibt Angriffsbefehl


Aktualisiert am 04.09.2026 - 20:09 UhrLesedauer: 20 Min.

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Im Video: Drohne schlägt in Kiewer SBU ein.

Russland legt ein Coca-Cola-Werk in der Ukraine lahm. Eine russische Drohne trifft den SBU-Sitz in Kiew. Selenskyj reagiert direkt. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Freitag, 4. September

Brennender Kreml im Hintergrund: Selenskyj gibt SBU-Chef Angriffsbefehl

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem Chef des Inlandsgeheimdienst SBU, Olexander Poklad, Anweisungen für Angriffe auf Russland gegeben. Das schrieb Selenskyj am Freitag auf der Plattform X. Die Pläne sind eine Reaktion auf einen russischen Angriff auf Kiew, der am Freitag die SBU-Zentrale traf. Dem Präsidenten zufolge zielte eine Drohne "direkt auf das Arbeitszimmer des SBU-Leiters". Der Staatschef gab Poklad die Anweisung, Russland "spiegelbildlich" auf diesen Angriff zu antworten.

In einem späteren Post schrieb Selenskyj nach einem Gespräch mit Poklad, dass der geografische Rahmen für die Reaktion auf die russischen Angriffe festgelegt worden sei. Der Zeitpunkt werde so gewählt, dass Ergebnisse sichergestellt seien, kündigte Selenskyj an. Dazu teilte Selenskyj ein Foto des Treffens. Dessen Hintergrund erregte die Aufmerksamkeit von Beobachtern: Hinter den beiden Männern ist auf dem Foto ein Gemälde zu sehen, dass den Moskauer Kreml in Flammen zeigt. Selenskyj hatte bereits bei früheren Gelegenheiten vor dem Gemälde posiert.

Erster Kiew-Besuch von Trump-Gesandten wohl in der Schwebe

Moskau erhöht vor möglichen Gesprächen den militärischen Druck auf die ukrainische Hauptstadt. Zugleich bleibt unklar, wie belastbar die Reisepläne zweier enger Trump-Vertrauter sind. Offenbar mischt sich der Kreml in die Planung ein.

Russische Drohne trifft Geheimdienstzentrale – Feuer bricht aus

Der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU in Kiew ist am Freitag von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Er gab demnach SBU-Chef Olexander Poklad die Anweisung, den Russen "spiegelbildlich" auf diesen Schlag zu antworten.

Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen mehrere Krankenwagen nahe dem Gebäude im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte zunächst, dass im Bezirk Schewtschenko ein Brand ausgebrochen sei, nachdem eine Drohne auf das Dach gestürzt war. Ein Opfer sei ins Krankenhaus eingeliefert worden. Angaben der Stadtverwaltung zufolge gab es bei dem Angriff mindestens fünf Verletzte.

Finnland meldet Drohnen-Fund an Grenze zu Russland

Nach dem Fund einer Drohne untersucht Finnland eine mögliche Verletzung seines Hoheitsgebietes. Der finnische Grenzschutz teilte am Freitag mit, es solle geklärt werden, wo, wann und wie das Fluggerät die finnische Grenze überquert habe. Die Drohne war laut dem Verteidigungsministerium am Dienstag in Porvoo an der finnischen Südküste rund 50 Kilometer von der Hauptstadt Helsinki entfernt gefunden worden. Sie sei für Vermessungs- und Kartierungsarbeiten bestimmt gewesen, es habe keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden, so das Ministerium.

Russische Drohnen treffen Coca-Cola-Fabrik

Das russische Militär hat nach übereinstimmenden Medienberichten der Nachrichtenagentur Reuters und der Zeitung "Kyiv Independent" bei einem Drohnenangriff eine Abfüllanlage von Coca-Cola in Browary nahe Kiew beschädigt. Das Unternehmen teilte mit, bei dem Angriff sei kein Werksangehöriger verletzt worden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte umgehend. "Coca-Cola ist für sie ein solcher Feind, dass sie es mit ihren Shahed-Drohnen in Brand gesetzt haben", sagte er laut der Nachrichtenagentur Reuters in einer nächtlichen Videoansprache. Und weiter: "Das ist ein Angriff auf die USA."

Insgesamt wurden bei Angriffen in der Nacht zu Freitag in der Region Kiew nach ukrainischen Angaben mindestens 13 Menschen verletzt, darunter ein zwölfjähriges Mädchen. Das Militär von Russlands Staatschef Wladimir Putin hatte zuletzt seine Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine verstärkt.

Russische Öleinnahmen auf niedrigsten Stand seit sechs Monaten

Im August 2026 sanken Russlands Einnahmen aus Ölverkäufen aufgrund fallender Exportpreise auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten, berichtet die amerikanische Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag.

Laut Bloombergs Berechnungen, die auf aktuellen Daten des russischen Finanzministeriums basieren, beliefen sich die Nettoeinnahmen des Haushalts aus der Ölförderung auf 326,2 Milliarden Rubel (3,76 Milliarden US-Dollar). Das waren etwa 22 Prozent weniger als im selben Zeitraum 2025 und der niedrigste Stand seit Februar 2026.

Öldepot in Sotschi in Brand

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt ein Öldepot in der russischen Schwarzmeer-Hafenstadt Sotschi. Dies teilen die russischen Behörden der Region Krasnodar über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.

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Attentat auf russischen General

Auf den russischen General Nikolai Warpakhowitsch hat es offenbar ein Attentat gegeben. Wie russische Telegramkanäle melden, sei am Donnerstag auf ihn geschossen worden. Er habe sich in der Stadt Engels in der Region Saratow aufgehalten, nahe der sich einer der wichtigsten russischen Luftwaffenstützpunkte befindet.

Der Leiter der 22. Schweren Bomberdivision sei von mehreren Kugeln getroffen worden, hieß es. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Namen nicht, sprach aber am Abend von "asymmetrischen Attacken", die die Ukraine in Russland durchführe. "Die russischen Kriminellen haben sich nicht versteckt – sie werden gefunden werden. Und heute gibt es eine weitere Bestätigung dafür, eine Bestätigung aus der Region Saratow", sagte er.