Flug abgesagt: Patel offenbar ins Weiße Haus beordert – US-News

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Flug überraschend abgesagt: Patel offenbar ins Weiße Haus beordert

Von C. Siemer, M. Lattemann, F. Michalski, A. Janzen, C. Cöln, T. Wanhoff, M. Küper, S. Cleven, M. Kloft, J. Seiferth, T. Schibilla


Aktualisiert am 11.07.2026 - 09:39 UhrLesedauer: 35 Min.

Die USA weichen den Artenschutz auf. FBI-Chef Patel ist offenbar zum Rapport ins Weiße Haus beordert worden. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Samstag, 11. Juli

Trump lässt weiter Migranten verschwinden

Ohne großes Aufsehen hat ICE in den vergangenen Wochen die Zahl an Verhaftungen weiter erhöht. Doch jetzt wirft der Tod eines Migranten Fragen auf. Mehr dazu lesen Sie hier.

Trump droht Iran mit Vernichtung

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit Vernichtung gedroht, sollte das Regime in Teheran einen Anschlag auf ihn versuchen, "1.000 Raketen sind einsatzbereit und auf die Islamische Republik Iran gerichtet. Tausende weitere würden unverzüglich folgen, sollte die iranische Regierung ihre in vielen Teilen der Welt ausgesprochene Drohung wahrmachen und den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ermorden oder einen Mordanschlag auf ihn verüben", schrieb er auf Truth Social.

Flug abgesagt: Patel offenbar ins Weiße Haus beordert

FBI-Direktor Kash Patel hat nach Medienberichten am Freitag überraschend einen geplanten Flug zu einem Konzert seiner Freundin, der Countrysängerin Alexis Wilkins, absagen müssen, weil er ins Weiße Haus beordert wurde. Das berichtet die US-Nachrichtenseite MSNow.

Die genauen Gründe, warum Patels politische Vorgesetzte von ihm verlangten, seine Reise abzusagen und sich zu melden, sind nicht bekannt. Allerdings will MSNow erfahren haben, dass hochrangige Vertreter der Trump-Regierung mit Patel unzufrieden sind. Einige empfanden es laut Bericht als beunruhigend, dass der FBI-Direktor die Stadt verließ, während der Konflikt mit dem Iran kürzlich wieder aufgeflammt war und angebliche Morddrohungen gegen den Präsidenten vorlagen, hieß es.

Steven Cheung, der Kommunikationsdirektor der Weißen Hauses, wieß die Berichte als "komplett falsch" zurück. Patel selbst schrieb auf X zu einer Fotomontage zum Artikel von MSNOW, die ihn neben einem Jetski und Golfschlägern zeigt: "Nö, mein Jetski ist vergoldet. Blödsinn. Deine Aufgabe ist es, zu lügen. Meine ist es, das amerikanische Volk zu schützen – und das Geschäft läuft gut", schrieb er an die Adresse von MSNow.

US-Regierung weicht Artenschutzgesetz auf

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump weicht den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten auf. Die entsprechende Neuregelung des Artenschutzgesetzes wurde am Freitag beschlossen, wie das Innenministerium in Washington mitteilte. Naturschützer reagierten entsetzt und warnten, dass dadurch der Zerstörung von Lebensräumen Tür und Tor geöffnet werde.

Der sogenannte Endangered Species Act (ESA) aus dem Jahr 1973 regelt den Schutz bedrohter und gefährdeter Arten. Das Gesetz sei jahrelange überdehnt und "missbraucht" worden, erklärte Innenminister Doug Burgum. Dies werde durch die Neuregelung nun nicht mehr möglich sein.

Freitag, 10. Juli

Trump gibt Anweisungen für den Fall eines Anschlags auf ihn

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Anweisungen für seine Mitarbeiter und sein Kabinett hinterlassen für den Fall eines Anschlags auf ihn. "Sollte irgendetwas passieren, sollen sie buchstäblich in einem Ausmaß bombardiert werden, wie sie es noch nie zuvor erlebt haben", zitierte die "New York Post" den Präsidenten. Trump nannte dabei keine Namen, die Zeitung setzte seine Aussagen aber in den Kontext des Iran-Kriegs.

Der US-Präsident hatte auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in Ankara Mitte der Woche nicht wie erwartet die neue Air Force One benutzt und damit Spekulationen über Sicherheitsrisiken angeheizt. "Ich bin die Nummer eins auf der Todesliste des Irans", sagte er später. US-Medien hatten zudem darüber berichtet, dass Israel die US-Regierung vor iranischen Plänen zur Ermordung Trumps gewarnt habe. Die Führung in Teheran soll den Plan erst kürzlich ausgearbeitet haben, wie der Sender CNN und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf ungenannte Quellen berichteten.

Im Gespräch mit der "New York Post" habe Trump hingegen angedeutet, dass es keine neuen Pläne seitens des Irans gebe. "Ich stehe schon seit langer Zeit an erster Stelle (auf der Todesliste des Iran), und so ist das Leben nun einmal, wissen Sie", zitierte ihn das Boulevardblatt weiter. Israel habe zudem keine Geheimdienstinformationen geteilt.

Streit mit Spanien: Trump sieht rot

Erst beschimpft Donald Trump Spanien, dann lobt er das Land plötzlich. Madrid lässt sich davon nicht irritieren – doch der Widerstand gegen den US-Präsidenten birgt erhebliche Risiken. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Trump-Regierung soll Informationen zu Epstein-Ranch vertuschen

Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats New Mexico, Raúl Torrez, wirft dem US-Justizministerium vor, wichtige Unterlagen zum Fall des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zurückzuhalten. In einem Schreiben an Justizminister Todd Blanche beklagt Torrez, dass seinem Büro trotz mehrfacher Anfragen seit Monaten kein Zugang zu ungeschwärzten Akten gewährt werde. Dadurch werde die strafrechtliche Aufarbeitung möglicher Taten auf Epsteins Anwesen "Zorro Ranch" erschwert.

Das Justizministerium weist die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher erklärte, man habe auf die Anfragen aus New Mexico bereits inhaltlich reagiert und unterstütze die dortigen Ermittlungen. Sollten sich Hinweise auf mögliche Bundesverbrechen ergeben, werde die Behörde gemeinsam mit den zuständigen Strafverfolgern vorgehen.

New Mexico hatte die Ermittlungen zu möglichen Straftaten auf der Zorro Ranch im Februar wieder aufgenommen. Auslöser war eine bis dahin unveröffentlichte E-Mail mit dem Vorwurf, auf dem Gelände seien zwei Mädchen verscharrt worden. Mehrere Überlebende, darunter Chauntae Davies und die inzwischen verstorbene Virginia Giuffre, hatten zudem angegeben, auf der Ranch sexuell missbraucht worden zu sein. Parallel untersucht eine parlamentarische Kommission des Bundesstaats die Vorgänge rund um das Anwesen. Mehr über die Zorro Ranch lesen Sie hier.