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Von der Goldader zum Minenfeld: die Straße von Hormus
Es ist nicht das einzige Nadelöhr im Welthandel, aber eines der wichtigsten für den globalen Energieverkehr. Das Gezerre zwischen den USA und dem Iran um die Straße von Hormus zermürbt die Wirtschaft – und verteuert den Transport
Regina Bruckner Alexander Hahn Michael Matzenberger
Eine der wichtigsten Seestraßen der Welt ist noch immer verstopft. Die Straße von Hormus ist seit der monatelangen weitgehenden Blockade von einer Goldader zum Minenfeld geworden. Das Gezerre zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle in der Meerenge nimmt kein Ende. Der Ölpreis ist diese Woche wieder gestiegen. Kein Wunder: Normalerweise passiert rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Erdgaslieferungen diese Meerenge. Der Krieg verursacht auch in anderen Branchen erhebliche Logistikprobleme. Lieferanten für die Ölindustrie in der Golfregion berichten von aufgeschobenen Projekten, weil wichtige Teile nicht geliefert werden. Spediteure könnten einen Umweg über das Land nehmen. Aber das kostet Zeit und Geld. Teurer sind Seetransporte schon jetzt.
Noch rechnen Fachleute und Unternehmen damit, dass sich die Lage in den kommenden Monaten normalisiert. Internationale Ölkonzerne kalkulieren geopolitische Krisen grundsätzlich in ihre Geschäfte ein. (Regina Bruckner, Alexander Hahn, Michael Matzenberger 19.7.2026)
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