„Weit mehr als nur ein Arbeitsplatz“ – Gastro in beliebtem Ausgehviertel schließt nach 25 Jahren

Stand: 25.07.2026, 05:00 Uhr

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Ein Traditionsrestaurant wird bald schließen. Damit verliert die Innenstadt eine langjährige Institution. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar.

Unna – Es ist das Ende einer Ära in der Unnaer Altstadt: Francisco Valero schließt zum 3. Oktober die Türen seines spanischen Restaurants im Nicolaiviertel – zu dem sowohl die „Tapas Vinoteca“ als auch der beliebte Gewölbekeller „La Bodega“ gehören. Nach 25 Jahren endet damit ein Kapitel, das für viele Gäste weit mehr war als nur ein Restaurantbesuch.

Das Restaurant „La Bodega“ in Unna ist bald Geschichte.

Das Restaurant „La Bodega“ in Unna ist bald Geschichte. © Annika Ketzler

Das Lokal liegt in einem Fachwerkhaus aus dem Jahr 1723 in der Unnaer Altstadt. Der Gewölbekeller „La Bodega“ wurde über die Jahre auch für private Feiern und Firmenfeste genutzt. Das Restaurant setzt auf spanische Tapas-Kultur mit frisch zubereiteten Gerichten, „die nach und nach serviert werden“, wie es auf der Website heißt.

Bald keine Tapas mehr: Restaurant mitten in der Unnaer Innenstadt schließt für immer

Gegenüber wa.de bestätigt Inhaber Francisco Valero die Schließung. Gerüchte, dass es bald mit dem Laden zu Ende gehen würde, gab es Berichten des Hellweger Anzeigers zufolge bereits vor einigen Monaten. Damals dementierte Valero dies noch – mittlerweile steht aber fest, dass tatsächlich bald Schluss ist. Der Mietvertrag läuft zum Jahresende aus, verlassen wird der Gastronom das Lokal aber schon zum 3. Oktober 2026, wenn es zum allerletzten Mal seine Türen öffnet.

Die Entscheidung sei dem Betreiber „alles andere als leicht“ gefallen, wie er es in einer Mitteilung an seine Gäste formuliert. Warum genau er den Standort verlässt, lässt der Gastronom offen. Fest stehe aber: Das Restaurant sei für ihn „weit mehr als nur ein Arbeitsplatz“ gewesen: „Es war ein Ort der Begegnung, des Lachens, der Freundschaften und unzähliger gemeinsamer Erinnerungen. Hier wurden Geburtstage gefeiert, Jubiläen begangen, Familienfeste erlebt und viele schöne Abende mit Freunden verbracht.“ Viele Gäste seien über die Jahre zu „vertrauten Gesichtern und Freunden“ geworden, deren Treue, Wertschätzung und Unterstützung das Restaurant zu einem besonderen Ort gemacht hätten.

„Ich möchte auch noch einen kleinen Abschied feiern“, sagt Valero im Gespräch mit wa.de. Diesbezüglich werde er zeitnah noch entsprechende Informationen veröffentlichen. Wenn es nach ihm ginge, bliebe das Lokal auch nach seinem Auszug weiterhin Gastronomiestandort. Wie es danach weitergeht, ist aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Der Hellweger Anzeigers hatte zuerst berichtet.

Immer wieder kommt es in der Gastroszene zu Schließungen. So muss auch ein traditionsreiches Gastronomie-Ensemble aus Krefeld aufhören. Die Gäste reagieren entsetzt, viele können die Entscheidung aber nachvollziehen. In Hamm sucht eine Pizzeria derweil nach einem Nachfolger – trotzdem hält sich seit der Verkaufsanzeige hartnäckig die Sorge vor einer Schließung.