Zwischen Hohensonne und Newel Nach schwerem Unfall auf B51 — Sperrung bis in die Nacht
Update | Newel · Bei einem Unfall auf der B51 bei Newel sind ein Lkw- und ein Autofahrer schwer verletzt worden. Die Straße musste gesperrt werden, weil ein Tanklaster umgekippt ist.
17.09.2026 , 20:02 Uhr
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Schwerer Unfall auf der B51 – Tanklaster umgekippt
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Foto: Florian Blaes
Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Donnerstagmorgen, 17. September, gegen 10 Uhr auf der B51 zwischen Hohensonne und Newel ereignet. Trotz der frühen Uhrzeit war die Unfallstelle auch am Abend noch nicht geräumt. Die Polizei teilte gegen 18 Uhr mit, dass die Sperrung voraussichtlich bis in die Nacht anhalten werde.
Es waren ein Auto und ein Lkw beteiligt. Entgegen der Erstmeldung der Polizei erlitt der Autofahrer nicht lebensgefährliche, aber schwere Verletzungen. Auch der LKW-Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt.
Unfall auf B51 zwischen Auto und Lkw: Zwei Verletzte
Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll das Auto aus Richtung Bitburg gekommen sein und bereits vor dem Unfall mehrfach die rechte Leitplanke touchiert haben. Anschließend sei der Pkw auf die Gegenfahrbahn geraten. Ein entgegenkommender Lkw, der aus Richtung Trier kam, wich daraufhin aus und kippte um. Ob die beiden Fahrzeuge miteinander kollidierten, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Trier hat ein Gutachten angeordnet.
Der Gutachter beendete seine Arbeiten an der Unfallstelle gegen 13 Uhr. Anschließend begann die Vorbereitung der aufwendigen Bergung des umgekippten Milchtanklasters mit einem Kran. Die Bergungsarbeiten starteten am späten Nachmittag. Auf erneute Rückfrage gegen 16.30 Uhr bestätigte Polizei-Sprecherin Kerstin Klein, dass das Auto bereits geborgen sei, der Lastwagen daraufhin mit einem Kran geborgen werde.
Lange Sperrung der B51 erforderlich: Feierabendverkehr betroffen
Die Einschätzung vor Ort lautete am frühen Nachmittag, dass die Bergungsarbeiten dadurch erschwert würden, dass unmittelbar über der Unfallstelle eine große Überlandstromleitung verläuft. Daher war zunächst nicht klar, ob der eingesetzte Kran möglicherweise nicht in der eigentlich erforderlichen Höhe ausgefahren werden kann.
Die Reinigung der Fahrbahn und die vollständige Räumung der Unfallstelle konnten nicht vor der Bergung des LKW erfolgen. Auch deshalb wurde eine lange Zeitspanne für die Sperrung geschätzt.
Bei dem Auto handelt es sich um ein Fahrzeug aus Luxemburg. Der Lkw gehört zu einem Unternehmen aus dem Landkreis Trier-Saarburg. Der Lastwagen hatte rund 30.000 Liter Milch geladen. Eine geringe Menge der Ladung trat infolge des Unfalls aus.
Zwei Verletzte und aufwendige Bergung
Sowohl der LKW- als auch der Auto-Fahrer wurden schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ein Hund, der sich im Auto befand, wurde medizinisch versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in eine Tierklinik gebracht. Äußere Verletzungen habe das Tier augenscheinlich nicht gehabt. Ob innere Verletzungen vorliegen, würde in der Klinik geprüft, so Klein.
Volksfreund-Informationen zufolge gestaltete sich die Rettung des schwer verletzten Lkw-Fahrers besonders aufwendig. Er konnte sein Führerhaus nicht selbstständig verlassen und musste von der Feuerwehr mit schwerem Rettungsgerät befreit werden.
Die Fahrerkabine des umgekippten Lastwagens hing teilweise über einer hohen Böschung. Ein Öffnen der Fahrertür wäre für den Verletzten mit erheblicher Gefahr verbunden gewesen, da die Tür aufgrund der Lage des Fahrzeugs praktisch wie eine Falltür nach unten geöffnet hätte.
Die Einsatzkräfte entschieden sich deshalb für eine möglichst schonende und patientengerechte Rettung über das Dach der Fahrerkabine. Hierzu musste das Dach mit schwerem hydraulischem Rettungsgerät aufgeschnitten und geöffnet werden. Anschließend konnte der Fahrer kontrolliert aus dem Führerhaus gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.
Umleitung wegen Sperrung: LKW-Fahrer sollten K1 meiden
Die B51 wurde in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Ereignet hatte sich der Unfall etwa auf halber Strecke zwischen Hohensonne (Ortsteil der Gemeinde Aach) und Newel auf Stationskilometer 1,8. Die Straßenmeisterei hatte eine Umleitung eingerichtet. Die Polizei richtete umgegend an LKW-Fahrer die Bitte, nicht über die K1 auszuweichen. Dort kam es nach dem Unfall zu Verkehrsbehinderungen, weil die Straße zu schmal ist, die Fahrzeuge teils nicht aneinander vorbeikämen. Die Straße sei nicht für den LKW-Verkehr ausgelegt.
Zu den Einsatzkräften bei diesem Großeinsatz gehören die Feuerwehreinsatzzentrale und die Wehrleitung sowie die Führungsunterstützung der VG Trier-Land. Zudem sind die Feuerwehren aus Aach, Newel, Sirzenich, Olk und Welschbillig sowie Kräfte der Berufsfeuerwehr Trier und der Feuerwehr Schweich ausgerückt.
Weiterhin waren ein Notarzt mit dem Rettungshubschrauber Air Rescue 3 sowie zwei Rettungswagen der Berufsfeuerwehr Trier vor Ort. Hinzu kommen die Polizei Trier, ein Unfallgutachter sowie ein Bergungsunternehmen aus Trier.